10 ausstellungen, die du dir während der frieze anschauen solltest

Falls dir Frieze Appetit auf Kunst gemacht hat, hier sind zehn Ausstellungen, die du diese Woche noch in London sehen solltest.

von Felix Petty
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15 Oktober 2015, 7:15am

The World Goes Pop, Tate Modern
Die Tate Modern widmet ihre Sommerausstellung der schrägen Welt von Pop Art und deren Einflüsse jenseits der USA und der Klischees Warhol und Lichtenstein, die sich selbst noch in Lateinamerika, Asien und Osteuropa finden. In der Ausstellung gibt es viele Werke zu sehen, und vieles wird zum ersten Mal in Großbritannien gezeigt. The World Goes Pop erzählt die Geschichte von Pop Art neu und bettet sie in eine globale Rebellion gegen die Dominanz Amerikas ein.

Abraham Cruzvillegas in der Turbinenhalle der Tate Modern
Da du gleich schon in der Tate Modern bist, solltest du dir die Installation Empty Lot des mexikanischen Künstlers Abraham Cruzvillegas in der Turbinenhalle nicht entgehen lassen. Der Mexikaner nimmt Alltägliches und verwandelt es in Skulpturen. Für das Auftragswerk in der Turbinenhalle hat er 23 Tonnen Londoner Erde genommen und damit 240 Holzkästen gefüllt. In die Kästen wurde nichts gepflanzt, aber bis zum nächsten April - solange läuft die Installation - werden die Blumen und Pflanzen, die sich bereits in der Erde befanden, keimen und wachsen, und so die Installation von Woche zu Woche, von Monat zu Monat ändern.

Zhang Ding in der ICA
Enter The Dragon ist die erste Ausstellung des jungen chinesischen Multimediakünstlers Zhang Ding in Großbritannien. Er wird das ICA Theatre für zwei Wochen in eine Sound-Skulptur verwandeln. Täglich wird es Performances von Musikern geben, darunter Bo Ningen, Wanda Group, Throwing Shade und Heatsick und Lukid.

Transformation Marathon in der Serpentine Gallery
Das zehnjährige Jubiläum der Marathon-Reihe findet am 17. Oktober in den neuen Serpentine Sackler Gallery statt. Dieses Jahr steht Marathon unter dem Thema Transformation und verspricht eine Auseinandersetzung mit Transgender-Politik, Klimawandel, Bio-Engineering und Al zu werden. Mit dabei sind Bruno Latour, Tino Sehgal, Grace Wales Bonner und Eyal Weizman.

Jon Rafman in der Zabludowicz Collection
Diese Ausstellung ist bemerkenswert, weil sie die Ergebnisse der ersten Ausflugs des kanadischen Künstlers in die Welt von Live-Actionfilmen ist. Sticky Drama wurde in den letzten drei Monaten mit 35 Kindern in London gedreht. Das Werk befasst sich mit der verrückten, unheimlichen und außergewöhnlichen Welt des Internets, gleichzeitig wendet sich John Rafman mit dem Werk der Gewalt und Unschuld der Vorstellungskraft zu. Die Ausstellung verbindet außerdem sein Material über Online-Communitys und ein neues Werk, das mit einem Occulus Rift entstand.

Abdulnasser Gharem im Asia House
Abdulnasser Gharem ist einer der interessantesten und einflussreichsten Künstler aus dem Nahen Osten. Gharems Arbeiten sind eng mit seiner Zeit in der saudi-arabischen Armee und der Frage nach einer kulturellen Identität des Islam verbunden. Im Asia House werden neue Werke von ihm ausgestellt, daneben setzen sich vier junge Künstler aus Riad in ihren Arbeiten mit der Darstellung von Nacktheit in ihrem Land auseinander, die dort streng verboten ist.

Then For Now in der Delfina Foundation
Die Gruppenausstellung mit Werken von Tacita Dean, Mark Wallinger, Eva Rothschild, Chantal Joffe und Anya Gallacio kommt der nächsten Generation von Künstlern der Delfina Foundation zugute. Alle Künstler wurden irgendwann in ihrer Karriere von Gründerin Delfina Entrecanles unterstützt. Alle Kunstwerke werden zum Kauf angeboten und die Erlöse aus den Verkäufen nutzt die Delfina Foundation, um die nächste Generation von Künstlern zu unterstützen.

Neil Rumming bei The Sunday Painter
In seiner Ausstellung in der Galerie Sunday Painter führt Neil Rummings die Kunst, Alltagsgegenstände in wunderschöne mediale Gemälde aus Nägeln und Schrauben zu verwandeln, weiter.

Hannah Black in der Arcadia Missa
Die erste Soloausstellung von Hannah Black vereint ihre Videos mit neuen skulpturalen Installationen. Die Serie mit großen, flachen, brauen Stahlskulpturen, in die rudimentäre Gesichter geätzt wurden setzt sich mit der aktuellen Kritik von Schwarzen an politischer Transposition und kultureller Aneignung auseinander.

Hannah Perry at Seventeen Gallery
Video, Performance, Skulptur und Installation werden in der neuen Ausstellung von Hannah Perry in der Seventeen Gallery vereint. Ihre Arbeiten sind eine Ode an die Familie und an das Arbeiterleben. Viele der Werke entstanden in Zusammenarbeit mit ihrem Vater, einem Schlosser. Hannah Perry ist eine der innovativsten Londoner Künstlerinnen in letzter Zeit.

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Text: Felix Petty 

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