der i-D guide zum gallery weekend berlin

Vom 29. bis 01. Mai findet in Berlin wieder das alljährliche Gallery Weekend statt. Wir verraten euch die Ausstellungen, die ihr am Wochenende nicht verpassen solltet.

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25 April 2016, 1:45pm

Es ist wieder soweit: Das alljährliche Gallery Weekend in Berlin, das stets einen willkommenen Kontrast zu den 1.Mai-Raves rundum den Stadtteil Kreuzberg bietet, steht vor der Tür. Das Angebot an Ausstellungseröffnungen und Galerien wächst von Mal zu Mal und da wir euch nicht zumuten möchten, durch jedes einzelne Vernissage-Event zu klicken, haben wir für euch unsere persönlichen Höhepunkte für das kunstlastige Wochenende ausgewählt.

Hanne Daboven - Evolution Leibniz, CRONE, Rudi-Dutschke-Straße 26
Wie lässt sich die Koheränz zwischen Zeit und Orten dokumentieren? Kann Zeitgeschehen dekodiert werden? Diese Fragen werden mit den Arbeiten der deutschen Konzeptkünstlerin Hanne Darboven stets in den—wortwörtlichen—Raum geworfen und beantwortet. Anschließend an zwei Retrospektiven in Bonn und München präsentiert die CRONE Galerie Evolution Leibniz, eine Arbeit, die 888 Einzelblätter umfasst und erst einmalig vor zwanzig Jahren zu sehen war. Zusätzlich werden frühe Konstruktionszeichnungen Darbovens aus den 1960er Jahren ausgestellt. 

Evolution Leibniz (1986) via Busche Kunst

Ed Fornieles - Der Geist: Flesh Feast, ARRATIA BEER, Potsdamer Straße 87
Der zwischen London und Los Angeles lebende Künstler Ed Fornieles beschäftigt sich innerhalb seiner Arbeit mit dem Zusammenhang öffentlicher und persönlicher Daten. In seiner ersten Einzelausstellung nimmt er uns mit auf eine Reise zwischen Skulpturen, Animationen und Film inmitten in unsere Selbstmanagement-Kultur. 

© Ed Fornieles 

Silver Cloud - COS X Michael Sailstorfer, Studio Michael Sailstorfer, Liebermannstraße 24 
Angelehnt an die modere und zeitlose Haptik und Ästhetik von COS hat sich die schwedische Modemarke den deutschen Künstler Michael Sailstorfer für eine performative Installation zusammengetan. Die Silver Cloud—eine Wolke aus Stahl zwischen Schweben und Fallen—kann ausschließlich während des Gallery Weekends zwischen dem 28. April und 1. Mai jeweils zwischen 10 und 16 Uhr bestaunt werden.

 Foto: Shirin Ourmutchi 

Füttern Verboten - Die große Tierschau, Kunst + Helden, Graefestraße 90
Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist so alt wie das Leben selbst. Der Hund ist der beste Freund, das wilde Tier der größte Feind—und Katzenvideos sind längst zum Phänomen der sozialen Medien geworden. Elf Künstler haben sich für diese Ausstellung auf ganz unterschiedliche Art mit diesem Überthema auseinandergesetzt.

ASTA CAPLAN „Crossing Paths I", 2015, Pastell auf Papier, 80,3x120 cm

Horst Ademeit - Living in the radiant cold, Delmes & Zander, Rosa-Luxemburg-Straße 37
„It's only a question of time, before I'll have you caught in the act", sagte Ademeit einst. 40 Jahre seines Lebens wollte er sie einfangen, die Kältestrahlen, die er tagtäglich um sich herum wahrnahm. Mithilfe von Polaroid-, Analog- und Digitalkameras und unzähligen, handschriftlichen Notizen, in denen er Geruch, Geräusch und persönliche Befindlichkeiten festhielt. Ademeit verstarb vor wenigen Jahren, seine umfangreiches Werk lebt weiter. 

untitled, 11.02.1998, inscribed polaroid, 11 x 9 cm

StudioWolfgang Tillmans, Galerie Buchholz, Fasanenstraße 30
Welche Bedeutung als sozialer Raum hat das Studio eines Fotografen? Wird es vielleicht selbst zum Protagonisten? Welchen Einfluss hat das Studio als Ort der Produktion? Diesen Fragen hat sich Wolfgang Tillmans in seiner mittlerweile zwölften Einzelstellung in der Galerie Buchholz gewidmet. Es geht dabei nicht um die immer gleichen und wiederkehrenden Blicke hinter die Kulissen, sondern—wie Tillmans schon häufiger unter anderem mit seinen Farbstudien gezeigt hat—um die Materialien selbst, mit denen ein Künstler arbeitet. 

Foto: Screenshot von Instagram aus dem Profil von @galleryweekendberlin

Credits


Fotos und Bilder: via Galerien, Gallery Weekend Berlin und instagram