​paris jackson spricht über sexuellen missbrauch und den mutmaßlichen mord an ihrem vater

Michael Jacksons einzige Tochter spricht das erste Mal öffentlich über ihre vergangenen Traumata und wie sie sie bewältigt hat.

von Tish Weinstock
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25 Januar 2017, 10:20am

Für ihre allererste Coverstory sprach Paris Jackson im Rolling Stone offen über ihre vergangenen Probleme. Weil sie schon seit jungen Jahren völlig grundlos für ihr Aussehen fertig gemacht wurde, hatte sie schon immer ein sehr niedriges Selbstwertgefühl. Mit 14 wurde sie von einem viel älteren komplett Unbekannten sexuell missbraucht, was zusammen mit ihrer immer schlimmer werdenden Drogensucht, den Missbrauchsprozessen ihres Vaters und seinem Tod, dem öffentlichen Interesse an ihrer ethnischen Herkunft (obwohl sie sich ganz klar als schwarz identifiziert) und ihrem konfliktreichen Verhältnis zu ihrer leiblichen Mutter Wendy Rowe schließlich dazu führte, dass sie 2013 versuchte, sich das Leben zu nehmen. „Das war purer Selbsthass", sagt sie gegenüber dem Rolling Stone, „ein extrem geringes Selbstwertgefühl und der Gedanke, ich könne sowieso nichts richtig machen und dass ich es einfach nicht mehr verdient hatte, zu leben."

Vor allem der Tod ihres Vaters im Jahr 2009 hat bei ihr eine tiefe Wunde hinterlassen. Sie sieht die Schuld beim Veranstalter seiner This Is It-Tour, der, wie sie behauptet, „die Künstler nicht gut behandelt, sie bis zum letzten bisschen ausnutzt und sie sich zu Tode arbeiten lässt." Außerdem beschuldigt sie auch Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray, der im Prozess letztlich der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen wurde. Trotzdem ist Paris der Meinung, dass hinter dem Tod des King of Pops eine größere Verschwörung gesteckt haben muss. „Er hat ständig Anspielungen gemacht, dass ihn irgendwelche Leute erwischen wollen", sagt sie. „Und einmal hat er sogar gesagt ‚Eines Tages werden sie mich umbringen.'"

Paris hat vor, ihre dunkle Theorie eines Tages zu beweisen und die Schuldigen zu finden. In der Zwischenzeit will sie sich aber auf die positiven Dinge im Leben konzentrieren. Die vernarbten Einstichstellen an ihren Armen sind mittlerweile mit Tattoos überdeckt, sie ist in einer glücklichen Beziehung und hat vor kurzem ihr Interesse für die Modewelt entdeckt. So war sie bei der Givenchy Couture Show von Riccardo Tisci und saß bei Dior Homme in der Front Row - Gerüchten zufolge steht für sie demnächst sogar eine Zusammenarbeit mit Chanel an. Außerdem hat sie Hollywood fest im Blick: Es heißt, man könne sie vielleicht schon bald in Lee Daniel Fox' Serie Star sehen. Die Welt liegt ihr zu Füßen und wir sind uns ziemlich sicher, dass wir in Zukunft noch oft von ihr hören werden. 

Credits


Text: Tish Weinstock
Foto: Rolling Stone 

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