wie emma watson malala yousafzai inspiriert hat

Die Friedensnobelpreisträgerin und Frauenrechtlerin fand den Begriff schwierig, bis sie Watsons Rede vor der UN hörte.

von Felicity Kinsella
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06 November 2015, 10:25am

In einem Interview sprach die Aktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai mit Schauspielerin und UN-Sonderbotschafterin Emma Watson über ihre Entscheidung, sich als Feministin zu bezeichnen. Nachdem sie anfangs nicht so viel mit dem Begriff anfangen konnte, ließ sie sich durch Watsons Rede im Rahmen der „He for She"-Kampagne vor der Vereinten Nationen überzeugen, sagte sie.

„Interessanterweise hatte ich mit dem Wort Feminismus so meine Schwierigkeiten. Als ich das Wort zum ersten Mal hörte, waren meine ersten Reaktionen darauf negativ. Langsam kamen dann gute dazu. Ich habe gezögert, zu sagen, ob ich eine Feministin bin oder nicht", sagt Malala Yousafzai in dem Interview. „Nach Ihrer Rede hatte ich das Gefühl, dass es nicht schlimm ist, sich selbst als Feministin zu bezeichnen. Ich bin eine Feministin und wir sollten alle Feministen sein, weil Feminismus nur ein anderes Wort für Gleichheit ist."

„Das bewegt mich sehr", entgegnet Emma Watson darauf. „Das Wort wurde zu so einem verminten Gelände, da finde ich es toll, wenn sich Leute so bezeichnen. Denn es sollte synonym mit Gleichheit sein." „Die Leute haben die Bedeutung des Wortes vergessen", sagt Malala weiter. 

Im Gespräch über den Film Malala - Ihr Recht auf Bildung sagt die Aktivistin: „Dieser Film soll nicht nur ein Film sein, sondern Teil einer Bewegung." Auf die Frage, was sie zu denen sagen würde, die bezweifeln, dass Männer Feministen sein können, antwortet die junge Friedensnobelpreisträgerin: „Mein Vater ist ein leuchtendes Beispiel für alle Männer, für alle Eltern. Wenn wir Gleichheit erreichen wollen, wenn gleiche Rechte für Frauen Realität werden sollen, dann müssen Männer mitmachen und sichtbar werden. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, so werden wir die Änderungen bewirken."

Malala - Ihr Recht auf Bildung läuft seit dem 22. Oktober in den deutschen Kinos.

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