dank diesem blog verlieren rassisten ihren job

Hasskommentare finden vor allem im Internet statt - dort, wo man glaubt, seinen Rassismus ohne Konsequenzen ausleben zu können. Aber damit ist jetzt Schluss.

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12 September 2016, 12:35pm

Anfang September schockten die Wähler Mecklenburg-Vorpommerns das restliche Land: Mit besorgniserregenden 20 Prozent zog die AfD in den Landtag ein—was dieses Jahr zum bisher stärksten für die Partei macht. Längst ist klar, dass ein rechter Wind durch Deutschland weht. Und wie so oft gilt: Wer keine Bühne hat, baut sich eine. Das geht bekanntlich sehr einfach im Internet, wenn man viele Menschen erreichen und ansprechen will, sich und seine Ansichten aber gleichzeitig ganz feige hinter dem Bildschirm verstecken möchte.

Wie junge Künstler auf den Aufstieg von Pegida & Co. reagieren, kannst du hier nachlesen.

Doch das Internet vergisst nichts—und man möchte es oft dafür verfluchen, in diesem Fall aber bis in seine eigene Weiten loben. Auf Blogs wie Perlen aus Freital werden jegliche fremdenfeindliche und rassistische Kommentare gesammelt und ihre Verfasser via Screenshots öffentlich angeprangert. 

Ein Tumblr in den Staaten geht dabei noch einen Schritt weiter: Auf Racists getting fired kann man Personen und ihren Arbeitsplatz melden, um für ihre Kündigung zu plädieren. Die Seite existiert bereits seit zwei Jahren, doch gerade in hochkochenden Zeiten von #BlackLivesMatter ist sie so gefragt und wichtig wie nie. Facebook-Status, Kommentare, private Nachrichten—alles kann als Beleg für die digitale Anzeige verwendet werden. Mit Erfolg. Unter der Rubrik GOTTEN kann man nachlesen, welche eingereichten Posts zur Kündigung geführt haben. Die Anzahl der dort aufgelisteten Vorfälle macht Hoffnung ...

Credits


Foto: Screenshot via Racists getting fired