was war dein schlimmstes weihnachtsgeschenk? und was dein schönstes?

Erinnert ihr euch noch an euer schlimmstes Geschenk zu Weihnachten? Und an das schönste? Nachdem wir Anfang Dezember internationale Kreative danach gefragt haben, haben wir die gleiche Frage(n) nun so knapp vor Weihnachten einigen unserer Liebsten aus...

von i-D Staff
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23 Dezember 2016, 9:05am

Julian Zigerli, Designer
„Da gibt es kein spezifisches Geschenk, eher eine Art des Geschenke-Gebens, nämlich als meine Familie sich fürs jährliche Wichteln entschieden hat. Der Baum wird dadurch arg mager. Ah, und es gibt ein Maximalbudget, was man ausgeben darf und welches nicht besonders hoch ist. Natürlich gut für mein Portemonnaie—aber schlecht fürs teure Geschenke kriegen."

„Ein Pony."

Kira Stachowitsch, Gründerin und Editor in Chief Indie und Material Girl
„Mein Großvater war Profi-Tennisspieler und hat mir meine gesamte Kindheit über immer seine bei Turnieren erhaltenen Werbegeschenke—wie goldene Füllfedern oder gebrandete Briefbeschwerer—weitergeschenkt. Diese liebevoll verpackten sonderlichen Gegenstände, sowie das mit 14 vom gleichen Großelternpaar erhaltene Video der russischen Märchenverfilmung Väterchen Frost haben immer für viel Verwunderung, aber auch Amüsement gesorgt."

„Die schönsten Geschenke sind oft besonderer Foodie-Kram, den man sich selbst nicht oft genug gönnt. Ich freue mich darauf, endlich so alt zu werden, dass man mir riesige, kitschige Geschenkkörbe voller teurer Weine, Käse und eingelegten Sachen schenkt."

Alec Leach, Fashion Editor Digital Highsnobiety
„Mein schlimmstes, gleichzeitig aber auch bestes Weihnachtsgeschenk war meine erste elektrische Gitarre. Ich habe mich damals stundenlang in meinem Zimmer eingesperrt und immer wieder „Paris in Flames" von Thursday gespielt. Und ich erinnere mich auch dunkel an eine schlechte Version meinerseits von „Smells Like Teen Spirit". Warum es trotzdem auch das schlechteste Geschenk aller Zeiten war? Weil die Gitarre immer kaputt war!"

Herbert Hofmann, Head of Buying & Creative Director Voo Store
„Mir fallen keine wirklich schlimmen Geschenke ein. Meine Freunde und Familie wissen, dass ich durch meinen Job Tag und Nacht auf der Suche nach schönen Dingen bin—also haben sie es nicht leicht mich zu überraschen. Wenn ich etwas ganz toll finde, gibts das auch bei uns im Laden."

„Das schönste Geschenk habe ich letzten Dezember bekommen. Ich durfte noch ein letztes Mal Weihnachten mit meiner Mama feiern." 

Tim Labenda, Designer 
„Mein schlimmstes Weihnachtsgeschenk war glaube ich ein schwarzes Hemd in Größe XXL … Meine Eltern haben manchmal einen seltsamen Humor."

„Mein schönstes war definitiv das überall vergriffene Buch BERLIN von Hedi Slimane."

Carolin Hirt, PR-Consultant
„Eine Zahnbürste! Wunderschön eingepackt, sogar mit Schleife. Über Socken hätte ich mich auf jeden Fall mehr gefreut ..."

„Mein allererstes Handy: Ein Nokia 3310 in blau mit Sternen, die im Dunklen leuchteten. In meiner Klasse war ich ab dann der Snake Pro."

Dana Roski, Co-Ownerin WALD Store
„Das schlimmste Geschenk, das ich je bekommen habe, war ein Ratgeber wie man Kind und Karriere unter einen Hut bekommen kann. Ratgeber zu so persönlichen Dingen finde ich sowieso eher schwierig, dazu kam aber noch, dass ich zu der Zeit keinen Freund hatte. Der Ratgeber hat es dann auch nicht lange bei mir ausgehalten—nach nur 30 Minuten habe ich ihn wutentbrannt entsorgt, ohne dass ich ein einziges Mal reingeschaut habe."

„Das schönste Geschenk habe ich von meinem Vater bekommen. Es war mein allererster Flug, das Ticket habe ich übrigens immer noch. Ich bin damals nach Paris geflogen und durfte sogar zum Kapitän ins Cockpit. Er versteht zwar bis heute nicht, warum ich die ganze Zeit um die Welt reise, aber er hat mit diesem Geschenk damals den Grundstein für meine Neugier auf die Welt und andere Kulturen gelegt."

Anna Schunck, Journalistin und Redaktionsleitung Viertel Vor Magazin
„Das schlimmste Geschenk habe ich damals in den Neunzigern bekommen: einer dieser klassischen Benetton-Beutel, aber in der falschen Farbe! Ich hatte mir das Teil als Teenie eine gefühlte Ewigkeit lang gewünscht. Und hab es dann nicht übers Herz gebracht meiner stolzen Mama unterm Tannenbaum zu erklären, dass ich ihn viel lieber im Signature-Grün als in Lila mit buntem Schriftzug gehabt hätte. Ich fand das damals undankbar—den gründen Matchsack hätte ich allerdings auch heute noch ganz gerne ..." 

„Letztes Jahr haben wir zum ersten Mal in unserem eigenen Haus auf dem Land gefeiert, das war mein schönstes Geschenk. Und definitiv besser als jeder Beutel!"

Zsuzsanna Toth, i-D Contributor & Creative Consultant
„Ein kleines Plastikauto mit einem Lenkrad, das einen eingebauten Bildschirm hatte, welches eine Straße simuliert hat. Das Problem an dem Geschenk war, dass ich mit vier Jahren erwartet habe, es würde nach dem Umdrehen des Plastikschlüssels das gleiche passieren wie im TV-Spot: Man könnte in den Bildschirm springen und wäre auf einer Regenbogen-Straße. Meine Enttäuschung war unendlich groß. Zum Glück wusste ich damals nicht, dass der Weihnachtsmann auch Fake ist."

„Zwei Kurzfilme, die mein Bruder aus alten Super8-Filmaufnahmen meines Vaters aus den Achtzigerjahren für uns zusammengeschnitten hat. Spitze ist übrigens auch der Soundtrack: ‚Can't Get Away' von Sixto Rodriguez, ‚With a Little Help from My Friends' von The Beatles, ‚Let's twist again' und ‚Raindrops Keep Fallin On My Head'."

Claire Beermann, Bloggerin & Journalistin
„Das schlimmste Geschenk war ein komisches Poster in Tafel-mit-Kreideschrift-Optik, auf dem mit Rechtschreibfehlern ‚You're never fully dressed without a smile' stand. Ich habe ja nichts gegen Kitsch und schlechten Geschmack—aber das war zu viel."

„Das beste Weihnachtsgeschenk war eine goldene Kette mit meinem Namen auf arabisch, die meine Mutter in ihrer Heimat Beirut für mich hat anfertigen lassen. Ich trage sie Tag und Nacht und habe furchtbare Angst davor, sie zu verlieren."

Credits


Foto: Alexandra Bondi de Antoni 

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