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diese 35 feministischen ikonen haben großes bewirkt

Von frühen Pionierinnen wie Betty Friedan bis zu Caitlyn Jenner: Wir feiern die coolsten, die mutigsten und die inspirierendsten feministischen Heldinnen — aus der Musik, der Politik, aus dem Film und der Literatur. Jede hat auf ihre Weise, ob durch...

von Courtney Iseman
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11 Juli 2016, 2:25pm

Photography Evgeny Feldman

Carrie Brownstein
Carrie Brownstein macht sich vielleicht als Buchladeninhaberin Toni über feministische Klischees in der US-Fernsehserie Portlandia lustig, aber seit fast zwei Jahrzehnten ist die Schauspielerin ein Vorbild für Frauen—dank ihrer Rolle in der Riot-Grrrl-Bewegung und in der Band Sleater-Kinney.

Petra Collins
Petra Collins ist eine der jungen Frauen, mit denen wir alle befreundet sein wollen. Sie hat die Fotografie-Szene mit ihrer Ehrlichkeit durcheinander gewirbelt und stiftet mit ihren provokativen T-Shirt-Designs und Instagram-Posts immer wieder notwendige Debatten unter jungen Leuten an.

Jenny Slate
Comedian und Autorin Jenny Slate wurde 2014 mit Obvious Child zu einer wahren Heldin, als es um das Thema Abtreibung ging. Sie selbst sagte darüber: „Ich freue mich wirklich auf den Tag, wenn eine Frau in einem Film eine Abtreibung und ein aufregendes Leben haben kann, und dass sich die Leute mehr über ihr dargestelltes authentisches und aufregendes Leben freuen, anstatt an die Abtreibung zu denken."

Daria
Die vorlaute und selbstsichere Daria Morgendorffer weiß immer Rat, wenn es darum geht, was ein Mädchen alles ein soll, um dazuzugehören. „Keine Sorge, ich habe kein geringes Selbstbewusstsein", beruhigt sie ihre Eltern. „Ich empfinde für die anderen nur Geringschätzung."

Hillary Clinton
Was ist inspirierender als die mögliche erste Präsidentin der USA? Hillary hat ihre Plattform schon immer für Frauenrechte genutzt. Ihre vielleicht berühmteste Rede ist die Rede in Peking, in der sie klargemacht hat, dass Frauenrechte auch Menschenrechte sind.

Kathleen Hanna
Kathleen Hanna hat die Bewegung mit ihrer Kritik am Sexismus in der Musik aus der Taufe gehoben und unterstützt Frauen, die sich durch ihre Musik frei äußern wollen. Daraus entstanden ist eine Gemeinschaft aus Frauen, mit denen sie auch für am Zine riot grrrl arbeitet. 

Tavi Gevinson
„Für mich bedeutet Feminismus Kampf. Es ist eine sehr komplexe Sache. Aber letztlich geht es im Kern darum, dass die Tatsache, dass ich eine Frau bin, mich bei nichts limitiert", sagte Gevinson gegenüber der Vogue. Und als Chefredakteurin von rookie ist die Autorin, Sängerin und Schauspielerin vielleicht das beste praktische Beispiel ihrer eigenen Worte.

Gloria Steinem
Gloria Steinem inspiriert seit 1969 Generationen von Feministinnen mit ihrem Artikel „After Black Power, Women's Liberation". Mit ihrem Artikel „If Men Could Menstruate" hat sie 1978 auch gewisse Stand-up-Comedian-Fähigkeiten bewiesen: „Die Typen auf der Straße würden ihren Jargon erfinden („Er steht auf dreilagige Einlagen") und sie würden sich für ihr Aussehen auf der Straße in die Hände klatschen."

Barbara Kruger
Barbara Kruger wurde mit ihren knalligen, grafischen Illustrationen von Wortspielen zum Star der Kunstszene. Mit ihren Werken hält sie der Gesellschaft einen Spiegel vor, sie spricht die Machtverteilung zwischen den Geschlechtern an: „Your body is a battleground" und „Your Gaze hits the side of my face".

Liz Lemon
Die von Tina Fey verkörperte Figur in der Fernsehserie 30 Rock gehört zu den wenigen Frauen im Fernsehen, mit denen man sich schnell und gerne identifizieren kann. Liz ist der Kopf der „TGS"-Autoren und stellt all die Standards, die Frauen angeblich alle erreichen wollen, auf den Kopf und zeigt uns, dass man anders und individuell sein und trotzdem Karriere machen kann.

Miuccia Prada
„Ich war schon in den 60ern Feministin und in der Modebranche zu arbeiten, war damals der dafür denkbar schlechteste Ort", sagte Miuccia gegenüber Robin Givhan. „Ich habe erst seit Kurzem keine Probleme mehr." Ihre feministischen Überzeugungen verarbeitet die Designerin aber schon von Beginn an in ihren Designs und hinterfragt, was es bedeutet, eine Frau zu sein und wie Frauen aussehen sollen.

Lena Dunham
Lena Dunham hat mit Girls die Tabus gebrochen und echte Girls mit echten Körpern und echten Problemen dargestellt. Sie ermuntert seitdem Frauen, sich selbst zu lieben. Lena Dunham ist auch immer für einen Reality-Check in Sachen Feminismus zu haben: „Feminismus heißt nicht, dass Frauen die Weltherrschaft übernehmen und die Hoden der Männer abschneiden werden."

Alice Bag
Als Frontfrau der Band The Bags gehört sie zu den bekanntesten Leuten der L.A. Punkszene. Aber Alice Bag ist viel mehr als das: Sie ist Autorin, Schriftstellerin, Aktivistin, Rednerin und Archivarin von Interviews mit inspirierenden Frauen.

Emma Watson
Emma Watson hat sich mutig für Frauenrechte eingesetzt, auch nachdem sie wegen ihrer #HeForShe-Rede vor der UN eingeschüchtert wurde. Die Widerworte haben die Schauspielerin und UN-Sonderbotschafterin nur noch mehr darin bestärkt, gegen die Misshandlungen, die Frauen ertragen müssen, vorzugehen.

Beyoncé
Queen Bey ist eine Frauenrechtlerin. Punkt. Ihr unaufhaltsamer Weg an die Spitze, was sowohl ihre eigene Karriere als auch ihre Unterstützung für andere Frauen angeht, schlägt sich in ihren Songs nieder. Bestes Beispiel: „Flawless". Darin singt sie: „I took some time to live my life, But don't think I'm just his little wife, Don't get it twisted, get it twisted".

bell hooks
Autorin und Aktivistin bell hooks (besser bekannt als Gloria Jean Watkins) hat Generationen von Frauen ein wichtiges Instrument im Kampf um Gleichheit und Rechte gegeben: die Sprache. Zu ihren bekanntesten Werken gehören Ain't I a Woman: Black Women and Feminism. Darin analysiert sie die Beziehung zwischen Feminismus und dem Konzept Race und fordert unentwegt eine Gleichbehandlung von schwarzen Frauen. 

Nora Helmer
Henrik Ibsens damals sehr radikale Ansichten über Frauen und die Ehe hat er in seiner Figur Nora Helmer in dem Theaterstück Nora oder Ein Puppenheim aus dem Jahr 1879 verarbeitet. Im Verlauf des Stücks verwandelt sich die unterwürfige Hausfrau in eine starke, mutige Frau, die ihrem Ehemann sagte: „Ich muss selbst denken."

Frida Kahlo
Kahlo hat ihre eigenen Schmerzen aufgrund einer Fehlgeburt und einer Vergewaltigung zum Thema ihrer eigenen Arbeit gemacht. Sie hat bewiesen, dass eine Frau durch ihre Kunst gehört werden kann. Sie rebellierte auch gegen Schönheitsideale und zog mit einem Bleistift ihre Monobraue und ihren Bart nach.

Pussy Riot
Das russische Kollektiv Pussy Riot steht für eine der stärksten Verbindungen zwischen Aktivismus und Musik. Die Mitglieder veranstalten Guerilla-Proteste und Performances, sprechen über die ungerechte Lage von Frauen in der Musik (sie engagieren sich gegen Antiabtreibungsgesetze). Sie lassen sich auch von Gefängnisstrafen und Drohungen vonseiten der Behörden nicht einschüchtern.

Caitlyn Jenner
Caitlyn Jenner hat mit ihrem Outing die öffentliche Debatte über Transsexualität nachhaltig geprägt. Sie nutzt ihre Plattform, um über die zu sprechen, die abseits des Rampenlichts stehen: „Wenn ihr mich beschimpfen wollt; wenn ihr Witze über mich machen wollt; wenn ihr an meinen Absichten zweifelt, dann tut das ruhig, weil ich das nämlich alles aushalte. Aber die abertausenden Jugendlichen da draußen, die erst noch damit zurechtkommen müssen, wer sie wirklich sind, die sollten das nicht aushalten müssen."

Sarah Jacobsen
Mit ihren Filmen I was a Teenage Serial Killer und Mary Jane's Not a Virgin Anymore hat Sarah Jacobson mit ihrer Punkrock-Haltung Frauen in Filmgenre zum Thema gemacht, die davor nicht sichtbar waren. Mit einem Stipendium zu ihren Ehren werden junge Filmemacherinnen ermuntert, es ihr gleich zu tun.

Annie Hall
Die von Diane Keaton verkörperte Annie ist so viel mehr als nur ein Frau, die Männerklamotten in einem Woody-Allen-Film trägt. Auch unter den patriarchalischen Beziehungsvorstellungen von Alvy bleibt sie eine unabhängige, aufgeklärte Frau. Am Ende des Films lehnt sie seinen Heiratsantrag ab und entscheidet sich stattdessen dafür, ein freier Mensch zu bleiben.

Ellen Page
Zu einer Zeit, als weibliche Prominente vermieden, sich das Feminismus-Label anzuheften, war es für Ellen Page eine persönliche Mission, sich zu outen. Ob es sich dabei um Proteste auf der Straße oder Twitter handelt: Sie tritt für Gleichberechtigung, reproduktive Rechte, LGBT-Rechte und eine bessere Repräsentation von Frauen im Film ein.

Grimes
Für die meisten Musikmanager dürfte es ein absolutes No-go in Sachen Musikmarketing sein, direkt nach der Albumveröffentlichung ein politisches Statement zu setzen und Leute auszuschließen. Aber genau das hat die kanadische Sängerin 2013 getan. Auf Tumblr hat sie sich von frauenfeindlichen Fans distanziert, herablassende männliche Musikerkollegen und Medien kritisiert.

Wendy Davis
Die elfstündige Filibuster-Rede der US-Politikerin Wendy Davis im texanischen Senat gegen ein härteres Abtreibungsrecht, das einen Schwangerschaftsabbruch nach der 20. Woche verbietet, ist legendär. Zwar wurde das Gesetz trotzdem verabschiedet, aber der Einsatz (und ihre pinken Sneaker) sind unvergesslich. Ihre Ansichten in Bezug auf Abtreibung, LGBT-Rechte und Waffenkontrolle werden hoffentlich noch lange beachtet werden.

Cindy Sherman
Cindy Sherman gehört zu den wenigen Künstlerinnen, die seit den 70ern die zeitgenössische Kunstszene bestimmen. Und sie sagt immer noch, dass „sie sich zu Malern und Künstlern in Konkurrenz sieht."

Lisa Simpson
Lisa ist die Stimme der Vernunft in der Cartoon-Familie. Zu ihren bekanntesten Auftritten gehört ihr Kampf gegen die sexistischen Klischees der Malibu-Stacy-Puppe, die Sachen wie „Denken verursacht nur Falten" sagt. Zusammen mit den Herstellern arbeitete die älteste Tochter von Homer und Marge Simpson an der Lisa-Lionheart-Puppe, die auf junge Mädchen einen besseren Einfluss ausüben sollte.

Betty Friedan
Die Amerikanerin hat sich schon früh im Feminismus engagiert und dafür gesorgt, dass Frauen ihre Rechte kennen und für sie kämpfen. Ihr Buch Der Weiblichkeitswahn half mit, die zweite Feminismus-Welle auszulösen. Sie war außerdem Mitgründerin und Präsidentin der National Organization of Women.

Meredith Graves
Die Frontfrau von Perfect Pussy, Solokünstlerin, Autorin und Labelinhaberin Meredith Graces ist ein Vorbild, das durch ihre Taten überzeugt und damit zeigt, dass Leidenschaft und Hingabe auch in einer Szene wie dem Punkrock Veränderungen bewirken können. Sie hat auch nie Probleme, über Sexismus zu sprechen, ob in Interviews oder auf der Bühne.

Karen Elson
Sie kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere als Supermodel und Singer-Songwriterin zurückblicken. Karen Elson weiß wie kaum eine andere um das Verhältnis von Mode und Feminismus. Heute engagiert sich Elson für soziale Probleme und erklärt in ihrer Kolumne, warum wir Feminismus brauchen und dass die Modebranche manches in dem Zusammenhang richtig macht.

Daenerys Targaryen
Der mutige Machtkampf der Mutter der Drachen und ihr Einsetzen für Gerechtigkeit ist in der Game of Thrones-Welt etwas Außergewöhnliches, denn zu oft werden die Frauen in der Serie missbraucht, vergewaltigt, ermordet, verheiratet oder wie Dienerinnern behandelt.

Miranda July
In all ihren unzähligen Projekten weht feministischer Geist. July wurde zu einer Ikone unserer Generation, besonders bei denjenigen, die künstlerisch aktiv sind. In ihrem Debütroman The First Bad Man thematisiert sie Aggressionen und Gewalt.

Yoko Ono
Sie ist bekannt für ihren Aktivismus an vielen Fronten: Von ihren Bed-ins mit John Lennon bis zum Protest gegen den Vietnamkrieg. Yoko Ono hat nie mit ihren feministischen Ansichten hinter dem Berg gehalten. Zu ihren bekanntesten Arbeiten gehört Cut Piece. Leute aus dem Publikum schneiden ihre Kleidung weg. Es ist ein Statement über die Machtlosigkeit und die Objektivierung von Frauen durch die Gesellschaft.

Murphy Brown
Die Kommentare des amerikanischen Vizepräsidenten Dan Quayle über die US-Sitcom Murphy Brown und die gleichnamige alleinerziehende Mutter mit einer erfolgreichen Karriere (gespielt von Candice Bergen) sorgten Anfang der 90er für Empörung. Der Republikaner führte die Serienfigur als Beispiel für den Verfall traditioneller Familienwerte an. 

Lesley Gore
Lesley Gore veröffentlichte „You Don't Own Me" zu einer Zeit, als die meisten Frauen darüber gesungen haben, wie schwach sie bei Männern werden. Dank Gore war es OK, mit seiner Musik einen Standpunkt einzunehmen. Gore hat sich danach immer wieder durch ihre Musik zu sozialen Problemen geäußert. Sie hat sich selbst auch immer als leidenschaftliche Feministin bezeichnet.

Credits


Text: Courtney Iseman
Foto: Evgeny Feldman

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