helmut langs new yorker skulpturen

Die neuen Skulpturen des bahnbrechenden Ex-Modedesigners zeugen von seinem anhaltenden Interesse an Materialien und Strukturen.

von Stuart Brumfitt
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13 Januar 2015, 7:29am

Nach seinem Rückzug aus der Mode 2005 hat sich Helmut Lang die letzten zehn Jahre der Kunst gewidmet. Ausgestellt hat er bisher in Berlin, Hannover, Paris, East Hampton und Brooklyn. Außerdem hat er mit Louise Bourgeois und Jenny Holzer zusammengearbeitet. Die große Beachtung, die seiner Mode zukam, konnte er aber mit seiner Kunst nie erreichen. Vielleicht wird die Ausstellung in der New Yorker Sperone Westwater Galerie das nun ändern.

Die Skulpturen, die in der Ausstellung gezeigt werden, zeigen sein anhaltendes Interesse an Materialien und Strukturen, einschließlich Pappe, Bindfaden und Klebeband. Die Rohstoffe nimmt er dabei von überall her und setzt sie dann in neuen Formen zusammen. Dabei bevorzugt er Materialien „mit einer gewissen Geschichte sowie Elemente mit einer unersetzlichen Präsenz und Details, die den ursprünglichen Zweck erkennen lassen."

Die Ausstellung zeigt fast 200 Skulpturen, die an Pfeiler erinnern, wobei einige bis zu vier Meter hoch sind. Für Lang stehen sie für eine größere Auseinandersetzung mit kreativer Destruktion und Erneuerung. Die Serie von Wandskulpturen aus Harz und Farbstoffen, die zusammengepresst wurden, bieten einen guten Kontrast zu den steifen Pfeilern.

Die Ausstellung hat noch bis zum 21. Januar in der Sperone Westwater Gallery in New York zu sehen.

@speronewestwater

Credits


Bilder: Courtesy the artist and Sperone Westwater Gallery, New York

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