jeremy scott lässt in seiner autumn / winter 15 kollektion die puppen tanzen

Mit verspielten Prints und Babydoll-Kleidern führt dich Jeremy Scott zurück in die Spielecke im Kindergarten.

von i-D Team
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20 Februar 2015, 9:30am

Als die Lichter für die Jeremy-Scott-Show gedimmt wurden, ertönte ein vertrauter Sound aus den Lautsprechern. Es waren die Töne zu „Lemonade", dem Megasong der Londonerin SOPHIE, der sich ein bisschen wie eine Mischung aus schmelzendem Plastik und Pop-Rock anhört. Michel Gaubert schuf den perfekten Soundtrack zu einer Kollektion, die von Puppen, Psychedelika und „Toddlercore" inspiriert wurde.

Die ersten Looks auf dem Laufsteg waren eine Mischung aus Twiggy-Silhouetten und Kindergarten-Prints. Die Models trugen farbige Strumpfhosen, Mary Jane-Schuhe mit niedrigen Absätzen und A-Linien-Kleider. Die Prints waren klassisch Jeremy Scott und hätten ebenso gut aus der Feder eines Kindergartenkindes kommen können. Ist es da ein Wunder, wenn Wissenschaftler das ehrfürchtige Erstaunen von Kindern mit der Wirkung von halluzinogenen Drogen vergleichen? Hasen und Teddybären tanzen über Karo-Streifen und Polka-Muster, Hippos erscheinen auf einem erbsengrünen Regenmantel und Elefanten schweben auf Polokleidern.

„Der Ausgangspunkt für die Kollektion waren meine Gedanken über Naivität", erklärt Scott backstage. „Diese Kollektion ist eine Liebeserklärung an Puppen und Spielzeug. Aber es geht mir nicht nur darum, dass die Teile als süß gesehen werden. Die Farben und Muster sind eher so wie in den 70ern psychodelisch." Und nichts schreit Siebziger lauter als die gezeigten Patchwork-Lederhosen. Eine Regenbogen-farbene Harlekin-Jacke ist ein weiteres Highlight, das einen an den Namen der Kollektion erinnerte: „Dolly Pattern" - die andere Inspiration dieser Saison, Partons Song „Coat of Many Colors". 

Die Dolly-Parton-Referenzen waren nicht immer so eindeutig und zeigten sich vor allem in Spitzen- und Rüschenapplikationen an Ärmeln. Für die Kollektion kollaborierte Scott mit Rosson Crow, einem Künstler aus L.A., um ein Triptychon aus Kleidern zu kreieren, die mehr wie tragbare Gemälde aussehen. Gigi Hadid präsentierte den letzten Look: Püppchen mit gigantischen Ballonärmeln und glänzenden Akryl-Polkatupfen. 

Credits


Text: Alice Newell-Hanson
Fotos: Kate Owen

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