Der Nachfolger von “Tangerine“ zeigt uns Disneys Schattenseiten

Eine der Schauspielerinnen aus “The Florida Project“ wurde übrigens im Supermarkt entdeckt.

von André-Naquian Wheeler
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16 August 2017, 8:28am

Dieser Artikel erschien zuerst auf i-D US.

Nachdem Sean Baker für seinen großartigen Film Tangerine aus dem Jahr 2015 (der übrigens mit einem iPhone gedreht wurde) durchweg positive Kritiken erhalten hat, liefert er uns nun mit der Fortsetzung The Florida Project ein weiteres Highlight. Der Film, der von dem Studio hinter dem diesjährigen Oscargewinner Moonlight herausgegeben wird, erzählt von den Abenteuern eines sechsjährigen Mädchens, das in der Nähe des Disney-Themenparks Magic Kingdom in einem billigen Motel lebt. Im Trailer steht die künstliche heile Welt der nahegelegenen Disneyworld in starkem Kontrast zur bitteren Armut der Bewohner des Hotels.


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Wie auch schon in Tangerine ist die Besetzung des Films eine eklektische Mischung aus professionellen und Amateur-Schauspielern. Die erst 7-jährige Brooklynn Prince gibt mit der Hauptrolle der Monee ihr Schauspieldebüt. Baker hat die junge Schauspielerin über eine lokale Castingagentur entdeckt und Monees beste Freundin in einem Supermarkt angesprochen, berichtet die L.A. Times. Wes Andersons Liebling Willem Dafoe spielt Princes schroffen, aber liebenswürdigen Vater.

Schon seit der Premiere in Cannes Anfang des Jahres wird The Florida Project als heißer Anwärter auf diverse Auszeichnungen gehandelt. Und obwohl Sean dieses Mal wahrscheinlich ein deutlich größeres Budget zur Verfügung hatte, hat der Regisseur seine Guerilla-Style-Methoden nicht ganz abgelegt und den letzten Teil von The Florida Project, der im Inneren des Themenparks spielt, wieder mit einem iPhone gedreht.

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