Warum dieser neue Werbespot mit Cara Delevingne laut Twitter "sexistisch" ist

"Jetzt ist vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt für einen Werbespot, in dem Catcalling cool und sexy gemacht wird?"

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Dez. 21 2017, 10:16am

Foto: Screenshot von YouTube aus dem Video " Shimmer in the Dark: Jimmy Choo CR18 Featuring Cara Delevingne" von Jimmy Choo

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der US-Redaktion.

Jimmy Choo hat seine Kampagne zur Cruise-18-Kollektion bereits Anfang November gestartet. Doch erst jetzt ist das Internet auf das Video aufmerksam geworden, wenn auch nicht so, wie es sich die Schuhmarke vielleicht gewünscht hätte. Der Clip mit dem Titel "Shimmer in the Dark" zeigt Cara, wie sie durchs nächtliche New York spaziert und ihr dabei von fremden Männern auf der Straße hinterhergepfiffen wird.

Wir haben Ende 2017 und dieses Jahr haben mutige Frauen eine weltweite Debatte über sexuelle Gewalt ausgelöst, indem sie ihre Vorwürfe gegen Harvey Weinstein und Co öffentlich gemacht haben, darunter auch Cara selbst. Zwar ist Catcalling nicht das Gleiche wie Frauen in einem Hotelzimmer zu bedrängen, aber es ist dennoch symptomatisch für eine Kultur, die echte Gewalt zulässt.

Viele Frauen haben sogar körperlich auf den kurzen Sport reagiert und auf Twitter ihre Erfahrungen geteilt: "Ich habe in meinen Zwanzigern in New York gelebt und als ich mir den Clip angeschaut habe, hat sich mein Magen umgedreht", twitterte eine Frau. Die unzähligen, ähnlichen Tweets sollten Beweis genug sein, dass diese Werbung problematisch ist, auch wenn die Männer "ihr nur ein Kompliment für die Schuhe" geben.