„trainspotting“: was ist aus den stars von damals geworden?

Nach der Nachricht über die geplante Fortsetzung und das anstehende 20-jährige Jubiläum des Kultklassikers, haben wir uns gefragt, was aus den Stars von damals geworden ist.

von Ryan White
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11 September 2015, 7:55am

Auch 19 Jahre nach seiner Veröffentlichung gehört Trainspotting zu den originellsten Filmexporten Schottlands und bildet im Jahr 2015 den perfekten Gegenpol zu dem kollektiven Einheitsbrei aus Spionagefilmen und computergenerierten Superhelden-Blockbustern. Nicht vor und auch nicht seit der Verfilmung von Irvine Welshs gleichnamigem Roman wurde Heroinabhängigkeit auf der Leinwand so kunstvoll (lies: anschaulich) dargestellt. Auch wenn Posterläden und fehlgeleitete Vermarkter in den 2000ern den Anfangsmonolog verfälschten, machen die Schlüsselmomente wie Rent Boys Toilettenszene, Spuds STB-Moment und der brutal realistische Moment des plötzlichen Kindstods den Film zu einem der Kultklassiker, der endlich die verdiente Fortsetzung erhält (wir berichteten hier).

Der Film verlieh den Karrieren von Robert Carlyle und Jonny Lee Miller einen Schub und katapultierte Ewan McGregor und Regisseur Danny Boyle aus Edinburgh nach Hollywood. Wir haben uns gefragt, was aus einigen der Schauspieler von damals geworden ist. 

Ewan McGregor - Mark „Rent Boy" Renton
Zwar hatte er schon einigen Erfolg mit dem Part in Kleine Morde unter Freunden, aber seine Rolle als Mark Renton machte aus Ewan McGregor einen bekannten Namen und katapultierte seine Karriere in eine ganz neue Galaxie (und das sogar ziemlich wörtlich, seine Rolle als Obi-Wan Kenobi sollte nicht allzu lange nach Trainspotting folgen). Du kennst ihn wahrscheinlich aus dem besten Film aller Zeiten (Moulin Rouge), aber hast du auch schon seinen Instagram-Account gesehen? Wie das oder das hier? Spanne jetzt schon mal deine Lauscher für seinen schottischen Akzent im Remake von Die Schöne und das Biest auf.

Robert Carlyle - Francis „Franco" Begbie
Carlyles zweite hochkarätige Rolle kam kurz nach Trainspotting: als Gaz in Ganz oder gar nicht und die 90er wurden so zu seinen goldenen Jahren. Rollen in Die Welt ist nicht genug, The Beach und 28 Weeks later plus eine Handvoll Auftritte im amerikanischen Fernsehen haben Carlyles Markenzeichen - seinen irren Blick - nicht aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden lassen. Außerdem kam sein Regiedebüt The Legend of Barney Thomson in die Kinos.

Ewen Bremner - Daniel „Spud" Murphy
Trotz der Bettszene hat Ewen nicht an den Erfolg seines Co-Stars Ewan-mit-einem-A wiederholen können. Nach Trainspotting gab es aber trotzdem weitere Filme mit ihm, unter anderem ein Wiedersehen mit EwAn in Jack and the Gigants. Der Schotte bestätigte neulich alle Vermutungen, die wir von ihm immer hatten: „Ruhig, freundlich, nachdenklich und kein Mann, der zu voreiligen Wutausbrüchen neigt".

Jonny Lee Miller - Simon „Sick Boy" Williamson
Eine ganze Reihe weiterer TV- und Filmengagements folgten für Sick Boy, darunter die Rolle als Angelina Jolies Ehemann im wahren Leben für 18 Monate. Du kannst ihn dir als Sherlock Holmes in der amerikanischen Fernsehserie Elementary anschauen und als sexy Mann auf dem roten Teppich.

Kelly Macdonald - Diane Coulston
Sie war damals 19 und hatte keine Schauspielerfahrung, aber dank der Rolle als verführerische Diane spielte sie in Harry Potter, No Country for Old Men und Anna Karenina mit. Nächstes Jahr kommt Special Correspondents von Ricky Gervais mit ihr in die Kinos.

Kevin McKidd - Thomas „Tommy" MacKenzie
Er blieb dem schottischen Kino treu (ein schneller Blick auf seine Filmografie bestätigt das: viele Rollen als Hamish, Kenny oder Duncan). McKidds Karriere war jedoch nicht vom kometenhaften Aufstieg wie von anderen Darstellern geprägt. Seine aktuelle Auftritt als englische Stimme von Lord MacGuffin in Pixars Merida sorgte aber für ein erneutes Trainspotting-Wiedersehen, dieses Mal mit Kelly MacDonald.

Peter Mullan - Swanney „Mother Superior"
Ein paar Rollen hier und da, aber hauptsächlich Harry Potter.

Shirley Henderson - Gail Houston
Harry Potter.

Danny Boyle - Regisseur
Die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in London und wahrscheinlich ein paar andere Projekte, aber nicht Harry Potter.

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