männliche brustwarzen als ausdruck des #freethenipple-protests

Wie eine Künstlerin mit männlichen Feak-Nippeln auf Geschlechterdiskrimierung und Social-Media-Zensur aufmerksam macht.

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09 Juli 2015, 9:45am

Kerle zeigen gerade viel Haut auf sozialen Plattformen. Diese Woche wurde die Welt mit dem Allerwertesten von Justin Bieber verwöhnt, woraufhin Chrissy Teigen den Blick auf den Po von Ehemann John Legend frei gab. Instagram hat kein Problem mit der neuen Freizügigkeit der Männer, aber weibliche Brustwarzen sind immer noch ein No-Go, worüber wir bereits mehrfach berichtet haben. Eine Künstlerin kämpft gegen die Zensur der sozialen Plattform mit ihren eigenen Richtlinien und #freethenipple-Mitstreiter/-innen folgen ihr.

Micol Hebron hat eine Instagram-freundliche Vorlage einer männlichen Brustwarze ins Netz gestellt, um die widersprüchliche Zensur und Geschlechterdiskriminierung in Instagrams hochumstrittenen Richtlinien zu kritisieren. „Fotos von einer Narbe nach einer Brustamputation sowie Fotos, die eine Mutter beim Stillen ihres Babys zeigen, sind auf Instagram erlaubt. Nacktheit in Fotos von Gemälden oder Skulpturen ist ebenfalls OK", heißt es in den Richtlinien. Frauen ist es also untersagt, ihre Brustwarzen zu zeigen.

Seit ein paar Tagen erfreut sich Hebrons Vorlage immer größerer Beliebtheit bei #freethenipple-Mitstreiter/-innen, die die männlichen Brustwarzen über ihre eigenen Brustwarzen retuschieren, um zu zeigen, mit welcher Doppelmoral die soziale Plattform hier agiert. Ein Blick auf die Hashtags #freethenipple und #malenipple zeigen, dass die Bilder nicht so schnell entfernt werden, wie seiner Zeit Rihannas Account von der Plattform gelöscht wurde.

„Dieses [Bild] Foto wurde wieder gemeldet. Hier ist es jetzt mit zwei MÄNNLICHEN Brustwarzen-Stickern, die ich reinretuschiert habe, um meine illegalen WEIBLICHEN Brustwarzen zu verdecken. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, das ist alles so falsch und das ist keine Gleichstellung", kommentierte User @alinenilsson.

Künstler wussten schon immer, wie man mit kreativen Lösungen die Zensur umgeht. Solange Instagram bei seiner Ungleichbehandlung bleibt, werden wir sicher noch mehr innovative Umgehungen des Verbots sehen.

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Credits


Text: Emily Manning