die 35 besten cover aller zeiten

Wir feiern unseren 35. Geburtstag mit 18 verschiedenen Covern von Fotograf Alasdair McLellan und das Cover von „Vanity Fair“ mit Caitlyn Jenner schlägt hohe Wellen im Internet. Von „Vogue“ bis „Vibe“, von „The Gentlewoman“ bis „The Face“, neben einigen...

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03 Juni 2015, 3:15pm

Caitlyn, Vanity Fair, Juli 2015
Magazine besitzen immer noch die Macht, für weltweite Schlagzeilen zu sorgen. Die neueste Ausgabe von Vanity Fair, die die Geschichte von Bruce Jenner, der der Welt verkündet, dass er ab sofort Caitlyn ist, ist sehr gutes Beispiel dafür. Caitlyn hat sogar vielleicht für höheres Aufsehen im Internet als ihre Stieftochter Kim mit ihrem Paper-Cover gesorgt.

Angela Lansbury, The Gentlewoman. Autumn/Winter 2012
Fotografiert von Terry Richardson, leuchtete Angela Lansbury von diesem pinken The Gentlewoman-Cover. Das Magazin war schon immer eine Alternative zu den typischen Frauen-Magazinen, aber mit dieser Ausgabe bewiesen sie, dass sie Frauen jeden Alters auf eine Weise präsentieren, wie es nur wenige andere Titel tun.

Alexander McQueen, The Face. April 199866
Dieses überaus düstere Cover von The Face erweist sich im Nachhinein als dunkle Vorahnung. Traurigerweise fängt es rückblickend betrachtet die Faszination des Designers mit dem Morbiden und Gothic ein.

Kim Kardashian, W Magazine. November 2010
W gehörte zu den ersten Magazinen, die Kim ernstnahmen oder ernsthaft analysierten. Sie brachten sie auf das Cover ihrer Art Issue 2010; frisch, mit fülligem Gesicht und cleveren Sätzen von Künstlerin Barbara Kruger.

Are You Mom Enough? Time magazine. Mai 2012
Dieses Titelbild löste in den USA Streit aus. Das Streitthema war die „bindungsorientierte Elternschaft" und der Streit entzündete sich an diesem Bild mit einer Mutter, die ihren dreijährigen Sohn immer noch stillt.

Britney Spears, Rolling Stone. März 1999
Das war eines von Britneys frühesten Titelbildern, kurz nach dem „ … Baby One More Time" veröffentlicht wurde und es wurde als zu sexy für die damals 17-Jährige kritisiert. Das Bild zeigt Britney in Unterwäsche, in ihrer rechten Hand ein Tellytubby und ihrer linken Hand ein Telefon (mit Schnur!) auf einem pinken Bettlaken, geschossen wurde es von David LaChapelle. Die Schlagzeile zu ihr: „Inside the Heart, Mind & Bedroom of a Teen Dream".

The Passion of Muhammad Ali, Esquire. April 1968
Dieses Titelbild entstand 1968 zu einer Zeit, als Ali seine Box-Titel aberkannt wurden, weil er ablehnte, für die US-Truppen im Vietnamkrieg zu kämpfen. Der damalige Art Director George Lois stellte ihn als modernen, sportlichen Heiligen Sebastian dar (ein früher christlicher Märtyrer).

Tupac Shakur, Vibe. April 1995
Die Ankündigung zeigt, wie sehr Tupac um sein Leben fürchtete, bevor er 1996 in Las Vegas erschossen wurde. Vibe berichtete ausführlich über die Auseinandersetzungen zwischen Ost- und Westküste, zwischen ihm und Biggie. Einige sind der Meinung, dass das Magazin Öl ins Feuer dieser fatalen HipHop-Rivalität goß.

TLC, Vibe. November 1994
Dieses Titelbild erinnert auf freche Weise daran, dass Lisa Left Eye Lopes das Haus ihres Partners Andre Rison niedergebrannt hat. Das Trio trägt nicht nur Feuerwehr-Uniformen, sondern auch der Text nimmt darauf deutlich Bezug: „Burning up the Charts, Burning down the House". Verständlicherweise kam das nicht allzu gut bei ihrem Lover und dessen Familie an.

Kate Moss, The Face. Juli 1990
Corinne Days Porträts der jungen Kate Moss, die am Strand mit einer Krone Federn umhertollt, ist einfach nur das Abbild unbändiger Freude. Das ist ein frühes Beispiel wie gut die beiden zusammen harmonieren sollten.

Helmut Lang, Fantastic Man. Autumn/winter 2006
Ein oberkörperfreier Helmut Lang, der mit einem Hahn kuschelt, war ein Geniestreich von Fantastic Man. Bruce Weber fotografierte Bruce Weber weit weg vom Modezirkus auf seiner Farm im US-Bundesstaat New York, wohin er zog, um sich seiner Kunst zu widmen. Das Cover vibriert nur so vor originellem Witz, für den das Magazin so bekannt ist. Es war das erste große Interview, das er nach seinem Abschied von der Mode gab.

Andy Warhol, Esquire. Mai, 1969
Ein weiteres Titelbild vom legendären Designer George Lois. Für diese Ausgabe, die „den endgültigen Verfall und den totalen Kollaps der amerikanischen Avantgarde" vorhersah, zeigt Andy Warhol, wie er in einer Dose Campbell's Soup, die er durch seine Pop Art berühmt gemacht hat, ertrinkt. Das war ein frühes Beispiel von Cut-and-Paste und Nachbearbeitung. 

Jared Leto, Candy. Summer 2013
Ein Jahr bevor er einen Oscar für seine Rolle als Transsexueller in Dallas Buyer's Club erhielt, war er in Drag auf dem Cover von Candy zu sehen, das „transversale Style-Magazin" von Luis Venegas. Mit „There's no people like show people" als seinen Augenbraunen ist ein cleverer Hinweis, dass Schauspieler in Hollywood nichts weiter als eine Form von Drag ist, wie RuPaul bestätigt.

Kanye West, Rolling Stone. February 2006
Bevor er sich selbst zum Yeezus gekrönt hat, stellte dich Kanye selbst als Christus mit Hilfe von David LaChapelle dar - mit seiner eigenen Dornenkrone und seiner eigenen Headline „The Passion of Kanye West". Das Shooting dauerte 13 Stunden und wurde als blasphemisch verurteilt.

Kim Kardashian, Paper Magazine. Winter 2014
Kim sorgte mit ihrem eingeölten Körper (und ihrem Hinterteil) tatsächlich dafür, dass „Break the Internet" wahr wurde. In Szene gesetzt wurde sie von Jean-Paul Goude, der sein eigenes Artwork für Champagne Incidentaus den frühen 80ern für die neugekrönte Queen of Social Media umgearbeitet hat.

Beth Ditto, Love Magazine. Spring/summer 2009
Die erste Ausgabe von Love, das erste Magazin, das Conde Nast speziell für eine Frau (Redakteurin Katie Grand) konzipierte, wurde von einer nackten Beth Ditto, fotografiert von Mert & Marcus, geziert. Damit setzte Grand ihr Zeichen für Andersartigkeit, obwohl der Guardian ziemlich zutreffend bemerkte, dass das kein Beweis für eine neue Akzeptanz durch die Modewelt ist, sondern nur eine Ausnahme ist, bevor die abgemagerte Normalität wieder einzieht."

Prince Fielder, ESPN. 2014
Die jährliche Body Issue von ESPN sorgt immer für Aufsehen. Wer möchte nicht, die muskulösen Körper von übermenschlichen Athleten sehen? Aber die Ausgabe von 2014 sorgte für Gerede, da sie Prince Fielder aufs Cover hoben. Der kommentierte das Ganze so: „Nur weil man dick ist, heißt das nicht, dass man kein Athlet sein kann. Und nur weil man trainiert, heißt das nicht, dass man einen 12-Pack bekommt. Ich trainiere, damit ich meinen Job so gut wie möglich ausüben kann. Ansonsten bin ich nicht da draußen, um ein Fitnessmodel zu sein."

LeBron James & Gisele, Vogue. April 2008
Dieses Titelbild wurde zuerst als Erfolg gesehen, der Basketballspieler LeBron wurde der erste Afroamerikaner, der das Cover der amerikanischen Vogue zierte. Aber einige sahen seine aggressive Haltung, Gesichtsausdruck und das Umklammern von Gisele als brutale, rassistische King Kong-Referenz.

Janet Jackson, Rolling Stone. September 1993
JJanets Brüste werden durch die Hände ihres ehemaligen Ehemanns René Elizondo Jr verdeckt und die Schlagzeile liest sich „die Freude an Sex". Patrick Demarchelier hat diese Foto gemacht und lässt sich im Nachhinein wohl als Auftakt zu Nipplegate mit Justin Timberlake 2004 lesen.

Rihanna, Lui. 2014
Der schwitzige, sonnenbadende Look von Rihanna für das Titelbild von Lui war eine Erinnerung an Siebziger-Sexiness. Mario Sorrenti fotografierte die Sängerin mit Bucket-Hat, Braids und ohne BH. #FreeTheNipple

Demi Moore, Vanity Fair. August 1991
Eine schwangere Demi zierte das Titelbild von Vanity Fair. Ihr „Hand-BH" und die Art und Weise, wie sie ihren Bauch hält, sorgen für eine wunderschöne Komposition und ein gewissen Maß an Anstand. 

Naomi Sims, LIFE. October 1969
Model Naomi Sims wurde ausgewählt, dass sie das Gesicht der „Life"-Ausgabe mit dem Titel „Black Models Take Center Stage" wird. Das Haar wurde merkwürdig um ihren Hals gedreht und traurigerweise haben schwarze Models auch 45 Jahre später noch keine Gleichheit erreicht, von Mittelpunkt gar nicht erst zu sprechen. 

Boys will be boys? Girls will be girls! i-D. Mai/Juni 1984
Coverstar Sophie Hicks (die Mutter von Edie Campbell) glänz hier mit ihrem maskulinem Style. Das Klebeband über ihrem Auge erinnerte an lesbische Umzüge (obwohl die gewöhnlich über den Nippeln kleben).

The Happy Issue, i-D. Dezember 1987/Januar 1988
Get Up! Get Happy!" hieß es zusammen mit einem großen Rave-Smileyface auf dem Titelbild von i-D. Zu der Zeit wurde Ecstasy im UK immer beliebter, und das Cover war ein Club-Kid-Insider-Witz von dem „trendy Modemagazin".

The Body Issue, i-D. Juni 1988
„Acid, Casualties and Body Banter" war das Motto dieser Ausgabe von 1988. Die Diskussionen um Drogen war ein wichtiger Teil des aufstrebenden Jugendmedienmarktes. Und House Bhangra hatte anscheinend auch einen Moment.

The High Spirits Issue, i-D. März 1990
Das verschwommene Titelbild war ein Zeichen von i-D's Design-Selbstbewusstsein. Welches andere Magazin konnte es sich erlauben, ein unscharfers Foto als Titelbild zu verwenden? Aber die „High Spirits" haben geholfen. 

The Paradise Issue, i-D. August 1990
Das Supermodel, wie wir es heute verstehen, wurde damals grad geboren. Wer wäre besser für „Super Nature" als Christie Turlington mit Kurzhaarschnitt geeignet?. 

The Screen Issue, i-D. Januar 1993
Sonic, der Konsolen-Superstar von Sega, war der allererste animierte Coverstar bei i-D. Er sorgte für den Wink und das Redaktionsteam widmete sich der Gamingkultur. Grunge war scheinbar auch ein großes Thema auf den Laufstegen.

The Boys & Girls Issue, i-D. September 1993
Die Spice Girls und ihre „Girl Power" kamen ein Jahr nachdem i-D es auf seinem Naomi-Cover bekanntgab. Und wer wäre besser als erstes Gesicht für Girl Power geeignet als Naomi Campbell?

The Network Issue, i-D. März 1994
Amber Valetta sorgte für Weiblichkeit auf diesem Cover von i-D's Network Issue, auf dem es ansonsten doch relativ männlich zuging.e 

Vogue. Februar 1977
i-D's Terry Jones und Vogue's Grace Coddington arbeiten für dieses Götterspeisen-Cover mit dem Fotografen Willie Christie zusammen. Das Cover des führenden internationalen Frauen-Hochglanzmagazins mit diesem Bild zu zieren war mutig zu der damaligen Zeit - und wäre es auch noch heute. 

L'Officiel Hommes Paris, Will Ferrell
Unter der kreativen Führung von André Saraiva war L'Officiel Hommes Paris mutig, humorvoll und sprang immer ins Auge. Neben dem fantastischen Cover mit dem französischen Altrocker Johnny Hallyday, der neben einem elektrischen blauen Cabrio lehnt, gibt es diese „Will Power!"-Cover, auf dem Comedian Will Ferrell umwerfend in Prada aussieht. 

Vogue. Januar 1974
David Baileys Covershot von Manolo Blahnik und Anjelica Huston trieft nur so vor Glamour. Dieser Champagner-Sonnenuntergang-Moment war ein seltenes und bahnbrechendes Cover zu der Zeit von Beatrix Miller und Terry Jones bei Vogue.

National Geographic. Juni 1985
Das „Afghanische Mädchen" (aka Sharbat Gula) stammt vom Fotografen Steve McCurry, der Aufnahmen von afghanischen Flüchtlingen in Pakistan zur Zeit des sowjetischen Überfalls auf das Land machte. Ihre stechend grünen Augen gleichen dem Hintergrund und dem Stoff unter ihrem zerrissenen Schal. 

OUT Magazine. Mai 2007
Das Konzept hinter diesem Cover bedeutete Risiko für OUT, das führende amerikanische Schwulenmagazin. Sie griffen die Idee vom „Glass Closet" auf, wo Promis zwar offen schwul sind, aber nicht so richtig und sich hinter einer Maske verstecken und ein öffentliches Versteckspiel betreiben. Model halten Masken von Schauspielerin Jodie Foster und Moderator Anderson Cooper hoch, was darauf hindeutet, dass beide homosexuell sind, aber sich noch nicht öffentlich geoutet haben. Vielleicht sorgte das Cover für ein Umdenken bei den beiden, weil sie sich beide seitdem öffentlich geoutet haben. 

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