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alice bomans musik lässt nicht viel raum für interpretationen

… und sie redet auch nicht gerne darüber.

von Alexandra Bondi de Antoni
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30 Januar 2015, 10:00am

Alice Boman redet nicht gerne über ihre Musik. „Meine Texte sind ziemlich simpel und sie geben nicht viel Raum für Interpretationen, also bedarf es keiner Erklärung. Außerdem finde ich, dass man Musik für sich sprechen lassen soll", sagt die schwedische Sängerin, wenn man sie nach ihrem Schaffen befragt. Ein paar Worte konnten wir trotzdem aus ihr herauskitzeln, lassen ihre sehnsuchtsvollen und fast schon wehmütigen Songs dann aber lieber doch für sich selbst sprechen.

Erinnerst du dich an dein erstes Konzert? 
Ich weiß nicht wirklich, welches Konzert offiziell mein erstes war. Ich kann mich an viele kleine Auftritte als Kind in Schulchören erinnern, aber das zählt wohl nicht. Meine eigenen Songs habe ich zum ersten Mal vor zwei Jahren bei einem kleinen Festival in Malmö gespielt. Ich wohne ganz nah am Festivalgelände und ich erinnere mich noch genau, da meine Freunde und ich das ganze Equipment zur Bühne geschleppt haben und vollkommen erschöpft waren.

Du postest regelmäßig selbstgeschossene Bilder auf deinem Tumblr. Was interessiert dich an der Fotografie? 
Für mich ist es neben der Musik ein gutes Ausdrucksmittel für Gefühle und Stimmungen - ich will Momente in der Zeit einfangen. Ich liebe es, alte Fotos anzuschauen und mich zurückzuerinnern. Unsere Zeit ist so schnelllebig und man vergisst so viel. Oder geht es nur mir so?

Woher nimmst du deine Inspiration?
Fotografie, Filme, Geschichten, das Leben, Musik, von etwas berührt werden, der Natur, Reisen und so weiter und so fort. Alles kann mich immer inspirieren.

Warum denkst du, dass Schweden so viele kreative Musiker hervorbringt? Wie kann man sich die schwedische Musikszene vorstellen?
Alle sagen immer, dass es einen skandinavischen Sound gibt. Ich verstehe nicht ganz, wie sich der anhören soll. Klar, es gibt viele gute Musiker und Bands und die Menschen sind warmherzig und unterstützen einander. Vielleicht macht sich das in der Musik bemerkbar. Jeder inspiriert jeden und niemand scheut vor Neuem zurück.

Live kannst du Alice Boman hier erleben:  

1 Februar  / Hamburg / Prinzenbar Docks
2 Februar  / Berlin / Roter Salon / Volksbühne
4 Februar / Wien / Haus der Musik
7 Februar / Baden / One Of A Million Musikfestival Baden
8 Februar / Haldern / Haldern Pop Bar

Credits


Text und Interview: Alexandra Bondi de Antoni
Foto: Ella Boman