Claudia Skoda, Foto: Ilse Ruppert

die „genialen dilletanten“

In unserer Serie „München kann auch Kunst“ legen wir den Fokus diese Woche auf die bayrische Landeshauptstadt und zeigen euch, dass München mehr kann als Oktoberfest und #richkidsoninstagram. Den Anfang macht die neue Ausstellung im Haus der Kunst...

von i-D Staff
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23 Juni 2015, 8:35am

Claudia Skoda, Foto: Ilse Ruppert

Diese Woche lassen wir Berlin Berlin sein und schauen auf München. In unserer Serie „München kann auch Kunst" werden wir dir in den nächsten Tagen zeigen, dass die Stadt mehr kann als Oktoberfest und #richkidsoninstagram. Wir sprechen mit Cory Arcangel, der gerade im Espace Louis Vuitton ausstellt, sagen dir, welche Ausstellungen beim Kunstwochenende und welche Filme beim Filmfest du nicht verpassen solltest, und lassen junge Münchner zu Wort kommen, die dir erklären, warum München doch nicht so scheiße ist, wie alle immer tun.

Heute starten wir mit der Ausstellung, die am Donnerstag im Haus der Kunst eröffnet wird. „Geniale Dilletanten" war der absichtlich falsch buchstabierte Titel eines Konzerts, das 1981 im Berliner Tempodrom stattfand und zum Synonym einer kurzen Epoche künstlerischen Aufbruchs wurde. Die Achtziger waren eine schnelle und aufregende Zeit, in der mit neuen elektronischen Instrumenten experimentiert wurde, neue Magazine, Bands und Galerien nur so aus dem Boden schossen und Berlin zum coolen Zentrum Europas wurde. 

Genau um diese Zeit und Subkulturen geht es in der Ausstellung „Geniale Dilletanten". Von den Einstürzenden Neubauten bis zur tödlichen Doris findet man Interviewfilme, Video- und Fotomaterial, Hörbeispiele, Magazine, Plakate aus der Szene. Lang leben die Achziger!

Martin Kippenberger, Bitte nicht nach Hause schicken, 1983, Öl auf Leinwand, 120 x 100 cm, Privatsammlung © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne

Alex Hacke spielt mit Kiddy Citn
y (von der Band Sprung aus den Wolken) vor kleinem Publikum: Silvie Langenfeld (3. von links), Blixa Bargeld (Einstürzende Neubauten, 4. von links), Risiko, Berlin, 1981, Foto Anno Dittmer

Ornament und Verbrechen, v.l.n.r. Bo Kondren, N.N., Ronald Lippok, Robert Lippok, Alexander Wolf, Kino Babylon, Berlin, 1987, Foto Hartmut Beil

Der Plan Live in Theaterfabrik, 1987

Mülheimer Freiheit, 1982

Einstürzende Neubauten auf der documenta 7, v.l.n.r. Mark Chung, Blixa Bargeld, N. U. Unruh, FM Einheit, Fridericianum, Kassel, 1982, Foto Peter Gruchot

Ost-Berlin, 1982, Foto: Ilse Ruppert

Einstürzende Neubauten

Penny Lane's Friseursalon (Doppelbelichtung), Ausstellung von Anno Dittmer "Penny Lane is in my brain", Berlin, 1983, Foto Anno Dittmer

Geniale Dilletanten. Subkultur der 1980er-Jahre in Deutschland, 26. Juni bis 11. Oktober 2015, Haus der Kunst, München. 

Lies dir hier unser Interview mit Mark Reeder über das West-Berlin der Achtziger durch. 

@HausderKunst

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