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diese berliner designerinnen sind unter den finalisten des diesjährigen hyères fashion festivals

Wir wussten bereits letztes Jahr, dass Gesine Försterling und Hermione Flynn noch ganz groß rauskommen werden.

Juule Kay

Juule Kay

Vom 27. April bis 01. Mai findet das Hyères Fashion Festival in der historischen Villa de Noailles in Frankreich statt. Neben einem Fotografiepreis, über den niemand geringeres als der britische Modefotograf Tim Walker mitentscheidet, kämpfen die beiden Berliner Designerinnen Gesine Försterling und Hermione Flynn um den begehrten Modepreis. Damit sind sie zwei von acht Finalisten des internationalen Festivals für Mode und Fotografie, das neue Räume für Kreative zu schaffen versucht und den Dialog zwischen Kreativen fördern möchte.

Wir haben Gesine Försterlings kreativen Werdegang schon früh begleitet. Von unserer Newcomer-Liste vor zwei Jahren über unsere Berliner Labels To Watch, bis hin zu unserem Interview über ihre Master-Kollektion „Work?!", haben wir dir die in Berlin lebende Designern bereits mehrere Male ans Herz gelegt. Ihre vielfältigen Designs aus Strick, Stickereien, Webelementen und Prints sind charakteristisch für die Master-Kollektion der 30-Jährigen UdK-Absolventin. „Mit den Stickereien und Verzierungen wollte ich das ganze Konzept dieser doch sehr maskulin-aufgeladenen Workwear aufbrechen, die Stücke sensibler machen, um dieses Verhältnis zwischen Arbeit und Männlichkeit zu hinterfragen oder neu zu interpretieren.", so die Designerin im Interview letztes Jahr.

Auch die gebürtige Neuseeländerin Hermione Flynn ist unter den Finalisten des Modepreises. Die in Berlin lebende Designerin verbindet Performance Art mit Modedesign, wie kein anderer und spricht mit ihrem Design Themen, wie Körperlimits und die Gender-Problematik an. „Es wird immer Unterschiede geben, aber es geht darum, dass sie irgendwann nicht mehr relevant sind. Es gibt keinen einzigen logischen Grund, warum gewisse Kleidungsstücke für Männer und andere für Frauen sind.", so Flynn in unserem Interview.

Beide Designerinnen haben die Nominierungen mit ihren tiefergehenden Designs mehr als verdient. Das Festival war bereits Startschuss für große Designer, wie Viktor & Rolf und Roshi Porkar, und auch die beiden Berliner Finalistinnen haben großes Potenzial in diese Fußstapfen zu treten. Wir drücken die Daumen!

Credits


Foto: über Hyères Fashion Festival