von stadtsilhouetten bis zum film noir: eine exklusive preview der spannendsten designer der bfw

Morgen startet die nächste Runde der Berlin Fashion Week. Wir haben einige Designer wie Augustin Teboul, Bobby Kolade, Tim Labenda und Vladimir Karaleev schon mal um eine Preview gebeten von dem, was du in den nächsten Tagen auf dem Laufsteg oder im...

|
Jan. 18 2016, 11:55am

Augustin Teboul

Das Schwarz und die Netzgeflechte kennt man nur all zu gut von Augustin Teboul. Und man schätzt es. In dieser Saison kommt nun viel kräftige Farbe und Dekoration dazu, Barbie-Pink und Glitzerperlen zum Beispiel. Kitsch? Aber nein. Eher „Optimismus über einem schwarzen Gemälde", wie es die Designerinnen Annelie Augustin und Odély Teboul nennen. Ein Dialog zwischen Schwarz und Farbigkeit, ein kunterbuntes Chaos zu schwarzem Minimalismus.

Bobby Kolade

Bobby Kolades Präsentation bildet am Montagabend den inoffiziellen Auftakt der Berlin Fashion Week. Die Kollektion wird dort ansetzen, wo die Sommerkollektion aufgehört hat und geht gleichzeitig auf die Suche nach dem Kern der Marke, sei das nun in einem Detail an einem Mantel, einer Hose, einer Bluse.

Perret Schaad

Perret Schaads neue Kollektion wird ein stimmungsvolles Zusammenspiel von Abendhimmel und Stadtsilhouette, wie sie es nennen. Das klingt ein wenig dramatisch, ist es aber gar nicht. Die Farbpalette setzt sich aus einer Kombination von Pastellfarben und tiefen Tönen zusammen, was die Stücke leicht nebelig sowie poetisch (in gewohnter Perret Schaad-Manier) wirken lässt. Orange suggeriert den Sonnenuntergang, während man Glasfassaden der Stadtbauten in metallischen Akzenten entdecken kann.

Tim Labenda

„Wo die wilden Kerle wohnen" ist ein Bilderbuch und Inspiration für die neue Kollektion von Tim Labenda. Die nämlich beschäftigt sich mit dem Wieder-Kind-sein-wollen und der kindlichen Naivität, mit der die unterschiedlichen Muster und Texturen - wie es scheint - in dieser Kollektion gemixt wurden. Zum Beispiel mit jenem Plüsch, den Tim Labenda erfolgreich in seine letzte Winterkollektion integriert hat und den du schon als Kind an deinem ersten Steiff-Kuscheltier innig geliebt hast.

Vladimir Karaleev

Das Grundgerüst der Kollektion von Vladimir Karaleev sind klare Flächen in einer Farbpalette von schlichtem Schwarz, Navy oder Creme und akzentuiert mit Petrol und Ocker. An mancher Stelle werden diese Flächen von großen Krägen und Revers, Taschen und Verschlüssen gerahmt. An anderer Stelle bewirken diese Schnittelemente genau das Gegenteil, wenn sie, dekonstruiert und neu platziert, das Auge herausfordern oder wenn fließende Formen die festen Formen optisch auflösen.

Isabell de Hillerin

Die Inspiration für Isabell de Hillerin ist der Film Noir mit seiner bizarren Stilistik, dramatischen Momenten und verschobener Realität. Eben solche irritierenden Augenblicke möchte Isabell de Hillerin jetzt mit Mode kreieren. Betrachte ihre Kollektion also aufmerksam, denn ähnlich wie im filmischen Vorbild wird auch hier nicht immer alles so sein, wie es erstmal scheint.

William Fan

Stell dir mal Bruce Lee auf der Tanzfläche des Studio 54 vor. Kannst du nicht? William Fan hat da ein paar Ideen für dich. Seine neue Kollektion ist nämlich von diesen beiden, auf den ersten Blick kontrastierenden Komponenten, inspiriert: Kung-Fu und Disco. Bewegung zeigt sich in der Kollektion in unterschiedlichem Volumen und fließendem Material, das seine strukturelle Beschaffenheit immer wieder zu ändern scheint und die Ästhetik letztendlich bewusst dem Zufall entspringen lässt.

Mehr zur Fashion Week in Berlin findest du hier.

Credits


Text: Lisa Riehl
Fotos via Designer