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christopher shannon spring/summer 16

Christopher Shannons Rave auf Ibiza.

von Bojana Kozarevic
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16 Juni 2015, 2:30pm

Über eines der witzigsten und buntesten Details seiner Spring/Summer-16-Kollektion sagt Christopher Shannon: „Die Bikinis waren ein Symbol für eine Nacht zwischen einem betrunkenen Mädchen und Jungen". Auf Shannons Balearen-Insel hat die Partysaison begonnen und die Boys liefen zu wummernden House-Beats über den Laufsteg.

Knallige Neontöne in Pink, Grün und Weiß mit klassischen Silhouetten, so stellt sich Christopher Shannon den Mann am Morgen (Mittag oder Abend) nach einer Schaumparty und einem One-Night-Stand vor. Und falls vom Mittelmeer eine frische Brise hinüberwehen sollte, bietet er mit seinen Jacken und Jeans stylischen Schutz, alles oversized und übergroßen Schultern. „Letzte Saison war alles ein bisschen ernster, auch wenn es so grafisch war. Ich wollte einfach ein bisschen mehr Spaß haben", erklärte er backstage.

„[Diese Kollektion] ist definitiv wilder, aber spiegelt dennoch die Marke wieder. Ich möchte mich jede Saison weiterentwickeln, aber ich möchte nie eine ganz andere Show machen", fügt er hinzu. „Diese Saison steht für ein Nebeneinander, für Party und für die ernsthafteren Elemente in meinen Designs". 

Umgesetzt hat er das in seinen bekannten doppelten Sweatshirt-Dresses und den langärmeligen Tops im Layer-Look, die Shannon wie kein anderer beherrscht. Die Hosen waren kurz, sexy, glänzend und waren aus feinem Maschenstoff gefertigt. Auch die letzte Saison fand sich Slogans wie „Damaged" und „Needy" auf den feingewebten Pullovern und gestrickten Zippos und Feuerzeugen wieder.

Auch Shannons Kollaboration mit CAT Footwear stand ganz im Zeichen von Party. „Ich wollte keine Stiefel mehr machen, ich wollte Sneaker! Also habe ich nach der hässlichsten Sohle aus ihrem Archiv gefragt. Im Studio nennen wir sie Jurassic Hooves!"

„Es gibt diesen Film Where the Bad Girls Go von Chris Bernard. Es geht um eine Mädchengang, die nach Teneriffa fliegt. Ich habe diesen Film nie gesehen, aber möchte es unbedingt. Diese Kollektion ist meine Art, diese Bilder zu erschaffen und diese Energie freizusetzen."

Das mehrdeutige hedonistische Element, von der Musik bis zum Rasierschaum (Ibiza Schaumparty) auf den Köpfen der Models, warf die Frage auf, ob es sich hier um einen Walk of Shame handelt oder nicht. Und wer hat den nicht schon mal absolviert? Shannons Kollektionen wachsen mit jeder Saison und so auch das Gefühl, dass er alles mit dem nötigen Witz angeht. Seine sorgfältigen Silhouetten zeugen von einem extrem talentierten jungen Modedesigner, mit dem man auf jeden Fall Party machen möchte.