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chaos, energie, lust und rebellion: dieses zine fängt unsere faszination von der ewigen jugend ein

Gosha Rubchinskiy, Larry Clark und Tyrone Lebon alle zusammen in einem Zine lassen unsere kühnsten Träume wahr werden.

von Lynette Nylander
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23 September 2016, 1:55pm

Egal, wie tief wir mittlerweile schon im Internetzeitalter stecken, es scheint, als würden wir immer noch nostalgisch auf die 1990er Jahre und die Jugend zurückblicken, die die damaligen Zeiten geprägt hat. Ob nun Larry Clarks Kids oder Ed Templetons kalifornische Skater, irgendwie schwelgen wir immer noch extrem gerne in Erinnerungen an das goldene Zeitalter der Jugendkultur. Die Fotografen Benedict Brink und Todd Jordan teilen unsere Leidenschaft und haben deswegen die dreiteilige Ausstellung The Spring Cleaning zusammengestellt, die nun in gedruckter Form erschienen ist. In dem Zine sind Arbeiten von Tyrone Lebon, Maya Handley, Claire Shilland, Deanna Templeton und Andreas Laszlo Konrath zu sehen. Mit ihren Fotos vermitteln die Künstler unabhängig von Alter, ihrer Erfahrung oder Berühmtheit ein Gefühl des Chaos, der Energie, der Lust und der Rebellion. Wir haben uns mit Benedict und Todd getroffen, um von ihnen zu erfahren, warum es ihnen wichtig war, die Ausstellung in gedruckte Form zu bringen und was Ehrlichkeit mit der fast magischen Anziehungskraft von Jugendfotos zu tun hat.

Warum war es euch wichtig, die Ausstellung zu einem Heft zum Anfassen zu machen?
Wir wollten all den Fotos, die wir in den drei Ausstellungen gezeigt hatten, eine Art Zuhause geben. Sie waren jeweils nur fünf Tage lang zu sehen gewesen und wir wollten einfach festhalten, was im vergangenen Sommer passiert ist—aber nicht in einem klassischen Ausstellungskatalog. Ein Zine machte für uns viel mehr Sinn; es ist toll, die Fotos ausgedruckt zu sehen und das Medium passt perfekt zum Thema. 

Habt ihr bei der Zusammenstellung des Zines einige Fotos mit anderen Augen gesehen?
Eigentlich nicht. Es ist aber echt toll, alle Fotos nebeneinander zu sehen—sie sind alle sehr unterschiedlich, und doch passen sie super zusammen. Es gab keine bestimmte Reihenfolge, in der sie erscheinen sollten, aber trotzdem sind sie zusammen genauso aussagekräftig wie jedes Foto für sich.

Was verbindet eurer Meinung nach die Fotos in ihrer Aussage und in ihrem Ton?
Als wir uns das erste Mal zusammengesetzt und eine Liste der Fotografen gemacht haben, die wir bei der Ausstellung dabei haben wollten, haben wir uns nicht wirklich viele Gedanken über ein Thema oder die Aussage gemacht—aber interessanterweise konnte man in den Arbeiten aller Fotografen, die wir toll fanden und mit denen wir zusammenarbeiten wollten, eine gewisse Rohheit und Energie erkennen.

Wie kam Dean Langley als Art Director für das Projekt dazu?
Todd und ich hatten beide schon öfters mit Dean zusammengearbeitet, als er für das BEAT Magazin gearbeitet hat. Während der Ausstellungen hat Dean ein paar großartige Poster erstellt und wir verbrachten recht viel Zeit in Copyshops und experimentierten mit Kopien der Fotos herum—so kam der Stil des Zines zustande. Wir haben unsere eigene Ausgabe aus Fotokopien und übrig gebliebenen Poster-Schnipseln gebastelt und als Ausgangspunkt dem Ditto Press Verlag eine Kopie davon gegeben. Das fertige Zine ist wie eine erwachsene Version des Originals, und ich finde, dass Dean es echt cool gestaltet hat. 

Was reizt uns so sehr an Fotos, die Jugend, Freiheit und Sexualität darstellen?
Sie stecken voller Ehrlichkeit.

Was steht als nächstes an?
Etwas ähnliches … aber anderes.

Credits


Text: Lynette Nylander