17 Looks, die das Jahr 2017 definiert haben

Von Oversized-Mänteln über DIY-Hair bis zu sündhaft teuren Sneakern.

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Dez. 22 2017, 8:28am

Foto: imago / United Archives

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

Socken-Boots von Balenciaga
Sie waren so begehrt, dass die Exemplare in den Kaufhäusern bei Demna-Fanatikern, Streetwear-Liebhabern und sparsameren Modeliebhabern ein äußerst beliebtes Fotomotiv waren. Oft reichte es aus, sie anzuprobieren und ein Selfie davon zu machen, bevor die Verkäuferin etwas davon mitbekommen hat.

Jacken von Puffa
Je fluffiger, desto besser. Sie waren in einer breiten Palette an unterschiedlichen Farben und Silhouetten erhältlich: Pink Velvet, Patent Leather und Cobalt waren unsere Favoriten. Getragen wurden sie von Skatern und Gosha-Enthusiasten gleichermaßen.


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Gliedergürtel
Es gab einen Punkt in diesem Jahr, an dem es fast den Anschein hatte, als ob die Club Kids im Wettbewerb darum standen, wie viele Ketten man mit einem Karabiner verbinden könnte. Ergänzt um Schlüsselanhänger, damit das Maximum aus dem Look herausgeholt wurde. Dieser individuelle Look fand schnell seinen Weg in den Mainstream, woraufhin es bald vorgefertigte Versionen davon gab.

Rahmenlose Sekretärinnen-Brillen
Eine Interpretation des Executive-Realness-Looks aus der Kultdoku Paris brennt. Meistens genügte die preisgünstige Variante aus einem billigen Klamotten-Laden um die Ecke, mit der man gerade noch so sehen konnte. Getragen von Lotta-Volkova-Doppelgängerinnen und solchen, die es werden wollten, auf so ziemlich jeder Modeparty. Oft auch auf Instagram unter dem Hashtag #sexysecretary zu entdecken.

Kunstpelz
Guccis Bekanntgabe, in Zukunft auf echten Pelz verzichten zu wollen, hat noch einmal unterstrichen, wie sehr Kuschliges, Fluffiges und Tierversuchsfreies heutzutage gewünscht wird. Das Label hat sich die Haltung der Millennials zu eigen gemacht, die schon lange der Meinung sind, dass die Zukunft dem Kunstpelz gehört. Deswegen hast du dieses Jahr auch so viele bunte Kunstpelz-Mäntel hinter dem DJ Pult im Club gesehen.

Cowboy-Stiefel
Die idealen Schuhe für jemanden, der die Welt wissen lassen wollte, dass er ein großer Fan von Raf Simons ist. Schließlich hat der belgische Designer die Cowboy-Stiefel in seiner Herbst-/Winterkollektion 2017 für Calvin Klein zurück auf den Laufsteg und an unsere Füße gebracht. Ansonsten haben es auch die Budget freundlicheren Varianten aus dem Secondhand-Laden getan, die endlich aus den verstaubten Regalen auf die Straßen zurückgefunden haben.

Oversized-Anzüge
Diese waren so voluminös, dass die Hände darin verschwunden sind.

Lederjacken
Viele der jüngeren Shopping-Begeisterten wussten bis 2017 nicht, wer Helmut Lang ist. Das hat sich erst geändert, als Shayne Oliver "Designer in Residence" bei der einflussreichen Marke wurde. Plötzlich wollte jeder ein Jacke von Lang oder zumindest eine Kopie davon. Dazu wurde eine Umhängetasche von Freitag getragen und diese Buffalo-Plateau-Dinger, bei denen man sich nie so wirklich sicher ist, ob sie wirklich cool oder einfach nur lächerlich sind.

Ein Kronleuchter als Ohrring
Für alle Modebegeisterten, die den Glam-Look wollen und trotzdem einen edgy Touch. Beliebt bei den Fashion-Babes, die Glitzer lieben – und natürlich bei Ravern.

Kitten Heels
Absätze, die so klein sind, dass man den Halt nur mit Willensstärke und zusammengepressten Zehen nicht verliert. Leider gehören Kitten Heels nicht zu den praktischsten Schuhen für Techno-Partys in Lagerhallen im Nirgendwo.

Witchwear
Inspiriert durch unzählige Zines und Magazinartikel über moderne Hexerei gingen die Verkäufe für schwarze Kerzen und Tarotkarten durch die Decke, auch alte Marilyn-Manson-T-Shirts erfreuten sich neuer Beliebtheit, kombiniert mit spitz zulaufenden Stiefeln und Gesprächen über Hexerei.

Die Triple S Sneaker von Balenciaga
Diese Schuhe signalisierten "Hey, ich habe genug Geld und kann es anzünden." Es tut uns leid, aber sie sahen einfach aus wie die Raf Simons x Adidas Ozweego, die für das Zehnfache auf Depop weggehen.

Go-go-Schuhe von eBay
Im guten Glauben, dass man unglaublich individuell ist, um dann auf der nächsten Schwulenparty festzustellen, dass jeder fast das gleiche Paar trägt. Ups! Egal war auch, dass man kaum darin laufen konnte.

Matrix-Sonnenbrillen
Ein Geschenk Gottes für alle, die der Welt mitteilen wollten: "Ich liebe Techno und fühle die 90er-Cyber-Goth-Ästhetik gerade richtig". Meistens getragen von Hardcore-Fashion-Queens, die über Leichen gehen, nur um bei einem Arca-Konzert in der ersten Reihe zu stehen und Leute als "basic" bezeichnen.

Die Gurt-Gürtel
Für alle, die von Virgils "BELTS" nicht genug bekommen konnten, war es das Accessoires des Jahres. Die Sorte Mensch, die einmal im Berghain war, nicht aus Berlin kommt und nun in der Provinz damit ankommen möchte, wie toll sie doch eigentlich ist und über jeden Club sagt: "Man, das ist hier aber nicht wie im Berghain".

Der Fiorucci-Faktor
Nachdem Re-Launch dieses ultrakitschigen Labels aus der Hochzeit der Disco-Ära versuchten sich viele Szenegrößen an dem Look der späten 70er und frühen 80er. Im New Yorker Store des italienischen Labels schauten damals Stars wie Grace Jones, Debbie Harry, Madonna, Keith Haring und Andy Warhol auf dem Weg ins Studio 54 vorbei. Die Bomberjacken mit süßen Engel-Logos wurden dieses Jahr wieder an den Fashion-Kids gesehen, die sich an das Original nicht erinnern können. Wir freuen uns auf ein Fiorucci-Revival.

Vokuhila
Für diejenigen, die die Welt wissen lassen müssen, dass sie mega subversiv sind und "sich einen Scheiß um konventionelle Schönheitsideale kümmern.“ Ein ungepflegter Vokuhila, vorzugsweise noch selbst mit einer stumpfen Schere geschnitten. Es war die ultimative Ich-style-mir-meine-Haare-aber-es-darf-nicht-danach-aussehen-Frisur. Oft gesehen bei Leuten, die auf Galerie-Eröffnungen gehen oder in der Mensa einer Kunsthochschule deiner Wahl.