bald kannst du die haut von alexander mcqueen auf deiner tragen

Personalisierung wird hier auf ein ganz neues Level gehoben. Wenn du allerdings gegen Gentechnik bist, dürfte es problematisch werden …

von i-D Staff
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13 Juli 2016, 11:10am

Alexander McQueen inspiriert mit seinen geschlechterübergreifenden Designs, die Normen gesprengt haben, weiterhin den Designnachwuchs, ganz besonders die CMS-Studentin Tina Gorjanc. Die Nachwuchsdesignerin plant, aus McQueens DNA Hautgewebe zu züchten und die Haut dann zu Lederware zu verarbeiten. Ja, du hörst richtig. Bald kannst du eine Jacke aus der Haut des toten Designers tragen.

Das hört sich eher nach einer Szene aus Das Schweigen der Lämmer an und ist ein bisschen eklig? Gut möglich, aber die Designerin möchte damit nicht schocken. Vielmehr möchte sie mit den Pieces auf den fehlenden Schutz unserer biologischen Informationen aufmerksam machen und eine Debatte um die bestehende Rechtssituation anstoßen, so Tina Gorjanc zu Dezeen.

Gorjanc benutzt die DNA des britischen Designers aus seiner eigenen Jack the Ripper-Kollektion, seine Interpretation von durch Menschenhand gewonnene Materialien. In der berühmten Kollektion hatte er seine Haare zu weißer Seide verarbeiten lassen. Das Projekt der Nachwuchsdesignerin trägt den Namen Pure Human und ist im Rahmen ihres Masters am Central Saint Martins entstanden. Hier war Lee McQueen einst selbst Student.

Das Patentverfahren für den Herstellungsprozess des Materials läuft bereits. Sobald Tina Gorjanc das Patent zugesprochen wird, will sie mit einem Labor zusammenarbeiten, um Haut zu züchten, die dann gegerbt und zu menschlichem Leder verarbeitet wird.

Bei einigen Prototypen für Pure Human hat sie statt Menschenhaut Schweinehaut verwendet, die aber später durch die künstlich hergestellte Menschenhaut ersetzt werden soll. Zu der Kollektion gehört eine Jacke, ein Rucksack und eine Tote. Natürlich sind in dem Material auch die Sommersprossen und die gleichen Tattoos zu sehen, die McQueen auf seiner Brust und seinem Bizeps hatte. Es ist ja nicht schon creepy genug.

So sieht übrigens Mode aus Haut aus:

Credits


Text: Annie Armstrong
Fotos: Courtesy of the artist 

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