j.w. andersons menswear-show wird live auf grindr gestreamt

Vergiss Periscope! Jetzt kannst du cruisen und gleichzeitig die preisgekrönten Designs von J.W. Anderson live auf dem Laufsteg bewundern.

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07 Januar 2016, 10:00am

J.W. Anderson spring/summer 16

Erst vor Kurzem hat Jonathan Anderson bei den British Fashion Awards die Preise für den Designer des Jahres in den Kategorien Herren- und Damenmode abgeräumt. Bei der nächsten Show von J.W. Anderson werden die männlichen Zuschauer definitiv im Vorteil sein. Der irische Designer gab bekannt, dass seine nächste Show im Rahmen von London Collections: Men am 10. Januar exklusiv auf der Gay-Dating-App Grindr als Stream angeboten wird.

Modemenschen waren doch etwas verblüfft, als PR Consulting im letzten Monat bekanntgab, dass die schwule Dating-App Grindr der neueste Kunde der Agentur ist. Dazu muss man wissen, dass J.W. Anderson von derselben PR-Agentur betreut wird. Die Partnerschaft beginnt nun etwas mehr Sinn zu machen. „Für mich ist Fashion letztlich auch eine sexy Plattform", sagte der Designer der New York Times, und sagte, dass ihm die Entscheidung leicht fiel. „Wir sind alle Menschen und fühlen uns zu einer anderen Person auf die ein oder andere Weise sexuell hingezogen. Das ist dasselbe mit Kleidung", fügte Loews Creative Director hinzu.

Grindr-User, von denen es laut Unternehmensangaben über eine Million gibt, erhalten einen Link und einen Code, um die Show per Livestream verfolgen zu können. Die Fashionshow wird nicht wirklich in App gestreamt, sondern User werden auf ihre Browser weitergeleitet so die NYT.

Die Anderson-Show ist der erste Vorstoß von Grindr in die Welt von Fashion. Durch die neue Kooperation mit PR Consulting dürfte es aber dabei nicht bleiben. Shows von Marc Jacobs in der App dürfen wir aber nicht erwarten. Nachdem die New York Post fälschlicherweise über eine Orgie mit 10 Personen berichtete, verabschiedete sich Marc Jacobs auf Instagram von Grindr: „Goodbye Grindr (fürs erste)! Für Gruppenaction war es gut, aber jetzt freue ich mich auf meine Arbeit!"

Credits


Text: Emily Manning
Foto: Jason Llyod Evans