MCM macht gemeinsame Sache mit König Souvenir – und das Resultat ist großartig

Im Gespräch schwärmt der Designer der Kollaboration, David Mallon, von den Freuden des Fliegens und erklärt uns, warum es für ein Berliner Kunstlabel aufregend ist, mit einer deutschen Traditionsmarke zusammenzuarbeiten.

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Jan. 12 2018, 1:46pm

Dass die Modewelt gemeinsame Sache mit der Kunstwelt macht, ist nichts Neues. Von der Zusammenarbeit zwischen Jenny Holzer und Virgil Abloh oder Raf Simons und der Robert Mapplethorpe Foundation: Die beiden Welten können sich - wenn gut gemacht - perfekt ergänzen. Ein ganz aktuelles Beispiel ist die neue Capsule Collection der deutschen Traditionsmarke MCM, die zusammen mit dem Berliner Kunstlabel König Souvenir entstanden ist (ja, dass sind die mit den blauen #EUnify-Hoodies). König Souvenir lädt Künstler, Kreative und Freunde dazu ein, eine Edition zu gestalten. Dabei gibt es keine wirklichen Vorgaben, nur dass sie außerhalb ihres Mediums arbeiten sollen. "Wir haben sieben Jahre sozusagen unter dem Radar gearbeitet und immer einfach unsere eigene Sache gemacht. Es war interessant, nun mit so einer Luxusmarke, wie MCM eine ist, zusammenzuarbeiten", erzählt David Mallon, der Gründer von König Souvenir und Designer der Kooperation. Vorgestellt wurde die Kollektion Ende letzten Jahres bei der Art Basel Miami. Zurück in Berlin hat uns David ein bisschen mehr über MCM x König Souvenir erzählt.

König Souvenir x MCM
"Die Kollektion ist eine neue Interpretation von sechs MCM-Klassikern, die wir uns ausgesucht haben. Wir haben die Handtasche, Rucksäcke und kleineren Accessoires mit Dingen, die uns auf Reisen umgeben, bearbeitet. Also Gepäckanhänger, Hebegurte, die verwendet werden, wenn Kunstwerke für Reisen gesichert werden, und Riemen in Grün und Blau zum Beispiel."



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Inspiriert wurde er vom Reisen
"Wenn ich an Flughäfen denke, kommt das Thema wie wir heutzutage Reisen und Sicherheit in meinem Kopf. Bei der Reise nach Miami und das Gefühl, wenn man es durch die Sicherheitskontrollen schafft, wenn man in Amerika angekommen ist, hat das Ganze noch deutlicher gemacht. Die Stücke, die in man in der Kollektion findet, spiegeln unsere Ansichten zum Thema Reise und Sicherheit wider. Ich finde es jedes Mal interessant, wenn ich am Flughafen ankomme. Dieses Sich-Zurechtfinden-Müssen. So viele Leute haben die gleiche Aufgabe. Sie müssen sich bewegen, müssen ihren Anschlussflug kriegen, ihren Koffer finden, ihre Probleme lösen. Das ist schon ein spannender Ort."

MCM hat ihnen freie Hand bei der Umsetzung gelassen
"Mit MCM verknüpfe ich viele Erinnerungen. Einerseits gibt es da diese Assoziation mit München, Geld und anderen Luxusmarken wie zum Beispiel Louis Vuitton. Und dann gibt es noch die Verbindung mit der HipHop-Welt und Skateboadern, die die Produkte früher getragen haben. Es ist spannend, wenn eine Traditionsmarke, die für Qualität und Handarbeit steht, aus Deutschland nach Asien geht und dort für eine ganz neue Zielgruppe gespielt wird. MCM war sehr mutig und offen in unserer Zusammenarbeit. Wir sind ein Kunstlabel, wurden von der Marke als Künstler gesehen und hatten dadurch einen riesigen Freiraum."

Die besten Flughafenerlebnisse sind unerwartete, gute Konversationen
"Ich bin einmal mit einem Mann ins Gespräch gekommen, der eine wahnsinnig starke Aura hatte. Er hat so tiefgründige und tolle Sachen gesagt und auch die ganze Zeit Fragen gestellt. Er hat zum Beispiel gefragt, was mein ungeborenes Kind denn jetzt schon mitbekommen würde. Und dann was Liebe für mich bedeutet. Irgendwann war ich sehr daran interessiert, mit wem ich mich hier unterhalte. Er war ein Herzchirurg aus Delhi. Auch wenn es nicht so oft passiert, ist es toll, mit Menschen aus anderen Bereichen zu sprechen, die nichts mit der eigenen Social Bubble zu tun haben."

Rihanna war beim Weg zum Launch in Miami mit dabei
"Ich liebe reisen und habe fast nur positive Assoziationen damit. Reisezeit ist eine Zwischenzeit zwischen allem, so wie der Flugmodus. Vor allem wenn ich alleine unterwegs bin, schätze ich die Zeit, in der ich mal ein zwei Stunden kontinuierlich ohne Telefon andere Dinge tun kann. Es ist dieser komische, schwebende Moment, in dem man den Kopf leeren und von den Themen wegkommen kann, in denen man zu sehr steckt. Bei der Reise nach Miami habe 'Desperado' von Rihanna rauf und runter gehört. Und auch Trettmann habe ich für mich entdeckt."

@koenigsouvenir

MCM x König Souvenir ist in ausgewählten Laden weltweit erhältlich.