Bella Hadid spricht über ihre psychische Gesundheit und Gerüchte um Schönheitsoperationen

In einem mutigen Interview mit Vogue hat das Supermodel außerdem verraten, wo sie ihre Klamotten kauft und dass sie ihr eigenes Magazin gründen möchte.

von Tom George
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17 März 2022, 8:12am

Instagram @bellahadid

Einige von euch haben in letzter Zeit möglicherweise aussortierte Klamotten an Bella Hadid verkauft, denn wie das Supermodel jetzt in einem Interview mit Rob Haskell für Vogue verraten hat, benutzt auch sie die Shopping-App Depop. „Niemand weiß, dass ich dahinter stecke, aber ich liebe es, wenn ich gute Bewertungen bekommen, die heißen: ‚Very sweet buyer! Awesome buyer!’ Darüber freue ich mich wirklich.“

In dem Gespräch erzählt Bella allerdings nicht nur, wo sie am liebsten shoppt, sondern spricht auch über das Modelbusiness und das Geschäft mit der Schönheit: "Wenn ich Leute das erste Mal treffe, sagen sie mir meistens, sie hätten nicht gedacht, dass ich so nett bin. Sie halten mich wegen meines Aussehens für diese gemeine, furchterregende Drachenlady oder eine Art Sexbot. So bin ich allerdings überhaupt nicht. Wenn Leute ein besseres Verständnis von meiner Persönlichkeit bekommen, fühle ich mich weniger allein mit mir selbst.“ Ihr kühles Auftreten, so erzählt Bella, ist für sie eher eine Art Schutzschild und Rüstung, um sich von der teilweise schwierigen Modebranche abzugrenzen. 

Jahrelang gab es Spekulationen um mögliche Schönheitsoperationen, nun spricht Bella das erste Mal öffentlich über eine Nasenkorrektur, der sie sich mit gerade einmal 14 Jahren unterzogen hat – und jetzt bereut. "Ich wünschte mir, ich hätte die Nase meiner Vorfahren behalten. I think I would have grown into it.“ In dem Gespräch räumt sie außerdem mit den Gerüchten auf, sie würde sich Filler-Injektionen in ihr Gesicht spritzen lassen, um schärfere Konturen zu bekommen. "Die Leute denken, ich hätte mein gesamtes Gesicht verändert, nur weil es dieses eine Bild von mir als Teenager gibt, auf dem ich etwas aufgeschwollen aussehe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr alle heute nicht mehr so ausseht wie mit 13, oder? Ich habe nie Filler benutzt. Ich habe kein Problem damit, aber für mich ist das nichts.“ Die ständige Beurteilung und Kritik an ihrem Körper hätten bei ihr zu einer Körperdysmorphie und Magersucht geführt, erzählt Bella außerdem. Jetzt habe sie ihre Beziehung zum Essen zwar wieder unter Kontrolle, allerdings immer noch Schwierigkeiten damit, sich länger im Spiegel zu betrachten. 

Kurz vor den AW21-Modenschauen habe sie "selbstmörderische Verzweiflung" gespürt, die zu einem Burnout und einer Behandlung in Tennessee geführt hätten. "Lange Zeit wusste ich nicht, weshalb ich eigentlich weinte. Eigentlich bin ich ein glücklicher Mensch, das hat mich noch mehr verunsichert. Dann haben die Leute im Internet noch geschrieben: 'Du führst dieses tolle Leben, wie kannst du dich beschweren?’ Ich hatte das Gefühl, dass ich kein Recht hatte, mich zu beklagen, was bedeutete, dass ich kein Recht hatte, mir Hilfe zu holen und das war mein erstes Problem.“

Während der AW22 Schauen, die in den letzten Wochen stattfanden, war Bella zurück auf dem Laufsteg und stahl bei Fendi, Versace und Ludovic de Saint Sernin allen die Show. „Ich liebe es Teil dieser großen Produktion zu sein und versuche herauszufinden, was Haare und Make-up bewirken können und helfe beim Styling. Manchmal denke ich, dass ich eigentlich alles an dem Prozess liebe, außer vor der Kamera zu stehen." Zum Abschluss verrät sie noch, dass sie sich in der Zukunft vorstellen könnte, weniger im Rampenlicht zu stehen und am liebsten ein eigenes Magazin gründen würde.

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