A – Z … Supreme

Du denkst, schon alles über das New Yorker Kultlabel zu wissen? Teste dich selbst – hier kommt der ultimative Guide.

von i-D Staff
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07 November 2016, 11:40am

A wie (Pop) Art
Supreme ist wie Die Simpsons. Beide zitieren die Popkultur und schicken die Entwicklungen durch ihre ganz eigenen Gedankenwelten. Was sie so brillant macht: Man muss kein Experte in Sachen Simpsons oder Supreme sein muss, um ein Fan zu sein. Man kann über Bürgermeister Quimby lachen, ohne zu wissen, dass er eigentlich eine JFK-Karikatur sein soll, oder man kann sich in ein Supreme-T-Shirt verlieben, ohne zu wissen, dass die Grafiken eine Referenz an den Film Amadeus sind. Das trifft besonders auf die Kunst-Kollaborationen von Supreme zu. Die Werke von verstorbenen Künstlern, wie Jean-Michel Basquiat, Pablo Picasso und Keith Haring, haben alle schon mal Supreme-Kleidung geschmückt. Diese Ehre wurde lebenden Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst, Christopher Wool und Urs Fischer zuteil, die alle Werke für die Decks zur Verfügung gestellt haben, die gleichermaßen von Skateboardern und Kunstliebhabern gesammelt werden. „Für uns zählt das Kid, das in den Store kommt", sagt Supreme-Gründer James Jebbia zu Glenn O'Brien über die Ausflüge des Labels in die Kunstwelt. "Es ist nicht gut für uns, wenn sich ein Kid das im Store nicht anschaut und sagt 'Ich weiß nicht, was zum Teufel das sein soll, oder wer das gemalt hat, aber es ist echt cool'."


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B wie Britische Inseln
James Jebbia wurde in den USA geboren, aber die ersten 19 Jahre seines Lebens hat er eine Stunde von London in Crawley, West Sussex verbracht. Supreme ist zwar die Kultmarke aus New York, aber sie wird auch viel vom ersten Zuhause des Gründers inspiriert. Zu den Kollaborationen gehören Dr. Martens und am aktuellsten: das Heritage-Label Aquascutum. In den Designs werden oft Elemente britischer Kultur zitiert. So waren in dieser Saison Zeilen des gefeierten Poeten Philip Larkin auf einem T-Shirt zu sehen. Supreme hat außerdem Bands wie Siouxsie, Banshees und The Wedding Present verwendet.

Supreme x Aquascutum, Foto: Courtesy of Supreme

C wie cherry
Erst 20 Jahre nach Supremes erstem Skatervideo, A Love Supreme aus dem Jahr 1995, wurde der erste Skaterfilm veröffentlicht. Entstanden ist cherry unter der Regie von William Strobeck. Er zeigt nicht nur bekannte Gesichter und Legenden aus der Szene – wie Mark Gonzales, Jason Dill, Anthony van Engelen, Paulo Diaz, Alex Olsen und der verstorbene Dylan Rieder. Der Fokus liegt auch auf der neuen Generation mit Sean Pablo Murphy, Aidan Mackey, Tyshawn Jones, Sage Elsesser, Kevin Bradley und Nakel Smith, der auch im Supreme-Bildband von David Sims vertreten ist, das letztes Jahr auf den Markt gekommen ist. Der Film erinnert uns daran, dass Skateboarden nicht einfach nur ein Sport ist, sondern eine Lebenseinstellung.

D wie Dover Street Market
Supreme verkauft seine Produkte nur in seinen eigenen Stores und auf der eigenen Website, mit einer Ausnahme: die Stores von Rei Kawakubo. Adrian Joffe, President von Comme des Garçons und Dover Street Market hat gegenüber der New York Times eingeräumt, dass Supreme zu den drei Marken gehört, die sich im New Yorker Store am besten verkaufen. Supreme hängt auf dem siebenten Stock neben Gucci. Laut Joffe sei Gucci sehr erfreut darüber, dass Supreme nebenan hängt.

E wie Erin Magee
Erin Magee ist seit über einem Jahrzehnt der Director of Production und Development bei dem New Yorker Label. Sie entwirft auch selbst: das fantastische Label MadeMe ist ihre Schöpfung, von Frauen für Frauen. Schau dir unbedingt die aktuellste Kollaboration mit Kim Gordons Kultlabel X-Girl an.

Aus: MadeMe Spring/Summer 16 Zine ("Fuck Em" hoodie by Supreme). Foto: Petra Collins

F wie Filme
Neben jeglichen Einflüssen aus dem Bereich Musik, hat Supreme in seinen Kollektionen auch eine ganze Bandbreite an Filmzitaten verarbeitet, aus den gängigen Gangsterfilmen (Der Pate, Goodfellas, Scarface), oder auch Kung-Fu-Filmen. Einige Filme überraschen dabei eher auf der Liste: Der Zauberer von Oz, Das Schweigen der Lämmer, Amadeus und Les Miserables. Aber der einflussreichste Film für die Marke ist wahrscheinlich der Film, in dem die Marke selbst eine Rolle spielt: Kids. Supreme ist eng mit Larry Clarks Film aus dem Jahr 1995 über Jugendliche der New Yorker Lower East Side verbunden. Zum Cast gehören Justin Pierce, Harold Hunter, Leo Fitzpatrick und Chloë Sevigny, alles Freunde des Labels. Der Regisseur selbst hat bereits mehrmals schon selbst bei Kollaborationen mitgeholfen, und zum 20. Geburtstag des Films gab es eine Sonderkollektion.

G wie Gegenwind
Man gewinnt nicht Millionen Fans auf der ganzen Welt, ohne Kritiker auf den Plan zu rufen. Lange bevor Morrissey sich über Supremes Kollaboration mit White Castle und sein Foto für eine Werbekampagne beschwert hat, ist Calvin Klein gegen das Label vorgegangen. 1994 war Kate Moss das Gesicht einer der Kampagnen des amerikanischen Modeimperiums. Das damals noch junge Label Supreme hat Sticker produzieren lassen und viele davon sind in New York auf den Reklametafeln gelandet. Daraufhin hat Calvin Klein Supreme verklagt. Zehn Jahre später wurde aus den zugeklebten Werbungen ein Print für Supreme-T-Shirts. Wo wir gerade bei Wer-zuletzt-lacht sind: Der vielleicht bekannteste Fight ist der mit der Künstlerin, die für das Supreme-Logo verantwortlich ist – Barbara Kruger. Nachdem sie davon gehört hat, dass Supreme das Label Married to the Mob wegen seines „Supreme Bitch"-Logos verklagt hat, reagierte die amerikanische Künstlerin so: "Was für ein lächerlicher Scheiß von diesen total uncoolen Spaßvögeln. In meiner Arbeit geht es gerade eben um diese traurige und lächerliche Farce. Ich warte darauf, dass mich alle wegen Copyright-Verletzungen verklagen."

H wie Humor
Andere würden der Einschätzung – total uncoole Spaßvögel – vehement widersprechen und auf den doch ziemlich gut ausgeprägten Sinn für Humor bei Supreme verweisen. Für unsere Ausgabe zum 35. Geburtstag haben wir elf Designer gebeten, Magazinumschläge für uns zu gestalten. J.W. Anderson hat uns daraufhin mit einem Dildo überrascht, Jeremy Scott hat sich für Bugs Bunny entschieden und Supreme hat den i-D Wink neu interpretiert. Auf dem Supreme-Cover ist Slick Rick zu sehen, ein britisch-amerikanischer Rapper – bekannt für seinen Goldschmuck und seine Augenbinde.

I wie i-D
"Für mich und meine Generation war i-D unsere Informationsquelle", erklärt uns James Jebbia im Interview für unsere The 35th Birthday Issue. "Es war eines der ersten Magazine, das High und Low Fashion gemixt hat. Man hat dort zum ersten Mal über Rei Kawakubo oder Katharine Hamnett gelesen, neben Chanel und einem Feature über ein Girl, das in Kensington Market Kleidung entwirft. Egal, ob über Musik oder Mode geredet wurde, i-D war mittendrin und hat daran geglaubt. i-D war sehr wichtig für mich, eine wichtige Informationsquelle und Inspiration."

Supreme x Undercover. Foto: Harley Weir, Styling: Max Pearmain. Courtesy of Supreme

J wie Japan
1998 explodierte die Fangemeinde im Land der aufgehenden Sonne. Deshalb hat sich James Jebbia damals mit einem japanischen Freund zusammengetan und so wurde der erste Store außerhalb der USA Ende der 90er Jahre in Tokio Daikanyama eröffnet. Mittlerweile gibt es in Tokio drei Stores, neben dem ersten auch noch in Harajuku und Shibuya. Außerdem in Osaka, Nagoya und Fukuoka. Supreme arbeitet regelmäßig mit japanischen Marken zusammen, darunter Undercover, Sasquatschfabrix und natürlich Comme Des Garçons. Vielleicht noch interessanter aber ist der Fakt, dass Supreme nur mit japanischen Magazinen für Editorials arbeitet. Gosha Rubchinskiy hat vor Kurzem ein Supreme-Shoot für Popeye fotografiert. Davor hat er für GRIND gearbeitet. Neben diesen beiden Magazinen erscheinen Supreme-Editorials vor allem in WARP, SENSE, Lightning und Clutch. Warum das so ist? Eine Antwort darauf versucht W. David Marx, der Autor von Ametora: How Japan saved American Style, zu geben: "An dem Tag, an dem das Magazin erscheint, rufen die Leute sofort in den Stores an und fragen: 'Habt ihr das T-Shirt auf Seite 20 in Popeye im Laden?' Die Editorials treiben die Umsätze ohne Reibungsverluste nach oben."

J wie Jugendkultur
Einer der Gründe, warum Supreme (und Raf Simons, wenn wir schon dabei sind) so eine treue Fangemeinde hat, ist das authentische Auseinandersetzen mit den vielen unterschiedlichen Facetten von Jugendkultur. Nicht ganz ironiefrei ist in dem Zusammenhang die Tatsache, dass Supreme als Reaktion auf die zu junge Kundschaft der Skateboard-Branche gegründet wurde: "Alles, was die Skateboard-Marken an Mode rausgebracht haben, war Müll", so James Jebbia über die grafiklastigen Skateboad-Styles, die den Markt in den 90ern bestimmt haben. "Diese Unternehmen mussten an ein breites Publikum verkaufen und viele davon waren jung. Wenn Leute an Skateboarder denken, denken sie an 12-, 13- oder 14-Jährige. Aber in New York waren es die 18- bis 24-jährigen Hardcore-Skateboarder, die keine Skateboard-Klamotten getragen haben." Deshalb haben er und sein Team damit angefangen, ihre eigenen Sachen für ihre eigenen Kunden zu entwerfen. Und das hat sich seit zwei Jahrzehnten nicht geändert.

K wie Kaleidoskop
Auch wenn die bekannteste Form des Supreme-Logos der Name in der Schriftart Futura Heavy Oblique auf cherryrotem Hintergrund ist, hat das "Bogo" getaufte Logo im Laufe von 22 Jahren schon mehrere Verwandlungen durchgemacht: Die Sopranos, Jackson Pollock, Burberry, in Gedenken an den 11. September, und die Einschusslöcher von Nate Lowman.

L wie Lafayette Street
Den ersten Store hat James Jebbia damals in New York eröffnet, die Adresse: 274 Lafayette Street. "Die Eröffnung des Stores hat mich damals 12.000 Dollar gekostet. 2000 Dollar kamen pro Monat an Miete hinzu", sagte Jebbia zu O'Brien. "Wir haben uns keine Sorgen gemacht. Wir dachten uns: 'Wenn wir pro Woche 5000 Dollar Umsatz machen, dann passt es.'. Wir haben anfangs kaum was verkauft, aber es war OK."

M wie Mode
Die Modeindustrie ist heutzutage von der ganzen Skateboarding-Kultur besessen. Zwar sind nicht alle in der Skateboarder-Community begeistert von den "fucking clowns", um es mit den Worten vom Thrasher-Chefredakteur Jake Phelps zu sagen, aber James Jebbia sieht das zum Glück schon lange anders. Supreme hat mit Hermès, Louis Vuitton, Gucci, Versace, Vivienne Westwood und DKNY zusammengearbeitet. Auf einem der ersten T-Shirts prangt eine Interpretation des Logos von Courrèges. Für den Gründer ist aber klar: King Karl überstrahlt sie alle. "Ich bin sehr stark davon beeinflusst, was Chanel und was Karl Lagerfeld getan hat", sagte er im März gegenüber der New York Times, als Supreme seinen Store in Paris eröffnet hat. Zu den Gästen gehörten Rick Owens und Kris van Assche. "Wir werden oft gefragt: 'Warum habt ihr einen Feuerlöscher im Angebot?' Meine Reaktion: 'Chanel kann es doch auch'."

Decks zum 20-jährigen Jubiläum von Kids. Foto: Courtesy of Supreme

N wie Nummern
Reddit hat mal nachgerechnet, wie teuer es wäre, ein Haus aus Supreme-Ziegelsteinen zu bauen. Die Antwort: Es würde über 4,7 Millionen Dollar kosten – ohne Arbeitskosten wohlgemerkt.

O wie Objekte
Der Ziegelstein sind nur eines von vielen Accessoires, die Supreme im Laufe der Zeit neben der Modelinie und dem Skateboard-Zubehör auf den Markt gebracht hat. Feuerlöscher, Pillendosen, Nunchakus, aufblasbare Matratzen und sogar ein Lufthorn, alles natürlich in rot-weiß. Für die treuesten Fans ist Supreme eine Lebenseinstellung. Da macht es nur Sinn, wenn auch die unscheinbarsten Haushaltsgegenstände mit dem Supreme-Logo geehrt werden. Viele dieser Produkte können als Rebellionswerkzeuge eingesetzt werden: der Hammer, die Brechstangen und Bolzenschneider vertragen sich doch recht gut mit Supremes Image. Oder ist es ein Zeichen gegen den Konsumwahn? Sind sie als Witz gedacht? So genau wissen wir es nicht, aber wir möchten unserem Bürohund diese Schale kaufen.

P wie Politik
Zwar liebt Supreme Popkultur, aber in seinen Designs finden sich auch Referenzen an größere historische und gesellschaftliche Entwicklungen. Malcom X und JFK sind wiederkehrende Figuren in den Designs und die Visuals von Rock the Vote, dem Vietnamkrieg und sogar aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs haben Eingang in Supremes Grafiken gefunden. Eigentlich müsste Supreme sich jetzt noch Trump vornehmen würde ...

Q wie Quälend lange Schlangen
Direkt nach dem Logo ist die Streetwear-Marke vor allem für eins bekannt: die langen Schlangen vor seinen Stores, die sich jeden Donnerstagmorgen aufs Neue auf der Lafayette Street abspielen. Die Schlange ist ein beliebter Anlaufpunkt für Medien, um die Leute zu interviewen, und auch für die New Yorker Polizei. Die hat in der Vergangenheit schon mehrmals die ganze Veranstaltung aufgelöst, aus Angst, dass es zu Ausschreitungen kommen könnte. Gründer James Jebbia ist kein großer Fan von Zwischenhändlern, die es den eigentlichen Kunden, den New Yorker Skateboardern, schwerer machen, an seine Produkte zu kommen. Aber die Schlange ist auch ein Sinnbild für das Ethos der Marke. Supreme und die Supreme-Fans haben nichts gegen ein bisschen Aufmerksamkeit und die Schlange zeigt noch etwas: dass die Produkte heute relevant sind. "Wir versuchen immer, die Dinge so gut wie nur möglich zu machen. Doch darauf darf man sich nicht ausruhen. Wenn ich eine Schlange vor dem Store sehe, dann denke ich mir: 'Cool, die Leute mögen die Sachen'", so James Jebbia.

R wie Ralph Lauren
Einer der größten Einflüsse auf Supreme hat ein New Yorker, dessen Philosophie für eine seine ganz eigene Fangemeinde gesorgt hat: die Rede ist von Ralph Lauren, der in der Bronx geboren wurde. Die unzähligen Diffusion-Lines des Labels, seine Heritage-Linie bis hin zu seinen sportlicheren Poloshirts, sind für die Nachbarn in Downtown eine ständige Inspirationsquelle. Während Musik, Filme, Sport und andere Modehäuser Supremes Grafiken und Muster beeinflusst haben, hat Lauren sogar die kleinsten Designdetails beeinflusst. Auch wenn aus den Lo-Lifes aus Brooklyn eine lebendige weltweite Community wurde, gehören deren Gründer, die in den 80ern Ralph Lauren Stores als Flashmobs ausgeraubt haben, zu den heutigen Streetwear-Helden.

Ein Supreme-Superfan , der vor dem Store in der Lafayette Street wartet. Foto: Stef Mitchell

S wie Superfans
Supreme hat eine globale Fangemeinde, die die Nacht auf der Straße verbringt, um die neuesten Produkte zu ergattern. Sie basteln Modelle aus Legosteinen und Babyschuhe aus den Sneakern. Sie machen aus den Einkaufstaschen Möbel und analysieren haargenau, was Supreme inspiriert. An dieser Stelle ein Shoutout an den Instagram-Account @supreme_copies. Und weil es nichts Besseres gibt: Einer ist sogar um die ganze Welt geflogen und hat jeden Store besucht – und hat natürlich ein Buch darübergeschrieben.

T wie Tunes
Unterschiedliche Musikstile und die Kulturen, die sie hervorgebracht haben, treffen bei Supreme auf ein offenes Ohr. Am meisten wird Supreme mit HipHop in Verbindung gebracht. Das kommt auch nicht von ungefähr: so gab es Kollaborationen mit und Inspirationen von Raekwon, Ghostface, RZA, Dipset, Gucci Mane, Public Enemy und Three 6 Mafia, um nur ein paar zu nennen. Aber Supreme liebt auch Post-Punk, Reggae, Jazz und, ja, auch Popmusik. Miles Davis, Bow Wow Wow, Joy Division, Daniel Johnston, Britney Spears, Neil Young, Lou Reed, Curtis Mayfield, Swans, Madonna und Nirvana spielen alle eine Rolle im Supreme-Universum.

U wie Ungeschlagen
Zu den unzähligen Kollaborationen gehört auch eine mit den New York Yankees, oft werden auch die Farben von College-Sportteams benutzt und sportliche Alltagskleidung in den Kollektionen zitiert: Man muss nur an Fußballshorts von Umbro oder Trainingsanzüge denken. Doch eine der größten aus dem Sportbereich ist weder eine Aktivität noch ein Team: Es ist ein Mann. James Jebbia ist ein großer Fan von Mohammed Ali. Anfang des Jahres gab es eine Kollaboration mit der Andy Warhol Foundation, eine mit Basquiat, bei er ein abstraktes Porträt von den Boxer verwendet wurde, eine Grafik aus einem DC Comic aus dem Jahr 1978, ein Aufeinandertreffen von Ali und Superman und 1997 gab es schon ein T-Shirt mit dem Großen.

V wie Vogue
Ob man es nun glaubt oder nicht, Vogue ist schon länger im Team Supreme als wir dachten und das nicht erst seit der Vogue Skate Week. 1995 hat das Magazin einen Artikel über unterschiedliche Shopping-Erfahrungen und den Kultcharakter von Labels veröffentlicht. Verglichen wurde eine Chanel-Boutique und der damals erst ein Jahr alte Store von Supreme auf der Lafayette. Der Artikel kommt einer Prophezeiung schon sehr nah: „Nur ein paar Kilometer voneinander entfernt und doch liegen Welten zwischen ihnen. Doch im Kern sind sie fundamental gleich, was sie sind und was sie ihren Anhängern bedeuteten." Den ganzen Artikel findest du hier.

W wie William Strobeck
Er ist einer der großen Chronisten der Skateboard-Kultur. William Strock hat an den bekanntesten Visuals dieser Szene mitgewirkt. Er ist einer der wichtigsten Protagonisten bei Alien Workshop-Projekten wie dem einflussreichen Photosynthesis. Schon lange arbeitet er mit Supreme zusammen. 2014 hat er auch Regie beim ersten Supreme-Film geführt. Außerdem hat er mehrere kürzere Filme gedreht, in denen junge und alte Supreme-Freunde zu sehen sind. Strobecks Arbeiten stehen für das, was diese Marke ausmacht: In seinen Werken fängt er die Vielfalt der Skateboard-Kultur und der Skateboarder ein, er zelebriert New Yorker Skateboard-Orte und die Weirdos auf der Straße. Sein Musikgeschmack ist einfach grandios: The Cure, Bauhaus, Cypress Hill und Kim Carnes' „Bette Davis Eyes" waren alle schon mal als Soundtrack in seinen Projekten zu hören.

X wie x
Wie du vielleicht schon mitbekommen hast: Supreme liebt Kollaborationen. Ein Großteil der Aufregung über die nächste Saison wird aus der allgemeinen Neugier gespeist, dass alle wissen wollen, mit wem die New Yorker dieses Mal zusammenarbeiten. Aber es gibt auch unzählige langfristige Kollaborationen, dazu gehören Kollektionen mit Clarks, Levis, Nike und North Face. Mit Vans arbeitet Supreme seit über einem Jahrzehnt zusammen.

Z wie Zugeknöpft
Trotz der fast religiösen Verehrung der Marke und der öffentlichen Aufmerksamkeit, die jeden Schritt von Supreme begleitet, sind die Leute bei Supreme sehr zugeknöpft. James Jebbia ist dafür bekannt, pressescheu zu sein, Brand Director Angelo Baque gibt kaum Interviews und man weiß nur sehr wenig über die Leute, die die Kollektionen tatsächlich designen. Was man weiß, ist, dass der langjährige Creative Director Brendon Babenzien weggegangen ist, um sein eigenes Label Noah zu starten. „Je weniger man weiß, desto besser", hat James Jebbia einmal gesagt. Baque hat hinzugefügt: "Ralph Lauren hat Ralph Lauren, Tommy Hilfiger hat Tommy Hilfiger. Wenn die Leute an Supreme denken, dann sollen sie an Supreme denken."

Am Ende ist es doch so: mal ganz abgesehen vom nicht anklingenden Hype, den Schlangen vor den Stores und den vielen Referenzen: Supreme macht einfach großartige Mode.