Foto: Danielle Coyle

"Die Menschen müssen sich verändern, nicht unsere Körper"

Die in Berlin lebende Designerin und Fotografin Dani Coyle hat mit 14 Jahren erfahren, dass sie intergeschlechtlich ist. Für i-D blickt sie zurück auf einen Weg, der lange von Scham und Hass geprägt war.

von Dani Coyle
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13 Juni 2019, 10:32am

Foto: Danielle Coyle

Als andere Mädchen ihre Periode bekamen, wartete ich vergeblich darauf. Stattdessen hatte ich furchtbare Bauchkrämpfe und meine Stimme fiel plötzlich stark ab. Und es kamen noch weitere physische und emotionale Veränderungen hinzu – Veränderungen, die ich nicht begreifen konnte. Ich war verwirrt und beschämt, in mir wuchs ein unfassbarer Hass. Gegen mich und meinen Körper.

Mit 14 brach ich dann zusammen. Unter der Last einen 'unnormalen' Körper zu haben. Seit meiner Geburt identifizierte ich mich als weiblich. Ich sah aus wie ein Mädchen. Niemand wusste – inklusive mir –, dass ich intergeschlechtlich bin.

Für alle, die nicht wissen, was das heißt, hier direkt ein Fun Fact: intergeschlechtliche Menschen kommen so häufig vor wie Zwillinge. Abgesehen davon, ist Intergeschlechtlichkeit ein Sammelbegriff, der dann verwendet wird, wenn Menschen mindestens eine Abweichung in ihren Geschlechtsmerkmalen aufweisen, die nicht zu dem traditionellen Verständnis eines männlichen oder weiblichen Körpers 'passt'. Das kann beispielsweise bedeuten, dass sich Variationen in den Chromosomen, Genitalien oder inneren Organen (Eierstöcke, Hoden) befinden. Bei manchen werden diese Eigenschaften bereits direkt bei der Geburt festgestellt, bei anderen kann es dauern, bis zur Pubertät oder sogar noch später im Leben.

Wegen meiner tiefen Stimme wurde ich in der Schule gemobbt, Mitschülerinnen und -schüler riefen mir Beleidigungen hinterher: 'Tranny' oder 'Lady Boy'. Fremde, auf der Straße oder im Bus, wiesen mich auf meine Stimmlage hin, nur um danach laut darüber zu rätseln, ob ich wohl Transgender sei. Zurück blieb das Gefühl verletzlich zu sein, ausgeliefert.

Ich hatte große Angst davor, neue Kontakte zu knüpfen, wollte nicht mit neuen Bekanntschaften sprechen. Immer hatte ich Angst, jemand könnte mein Geschlecht fehlinterpretieren oder anzweifeln. Ich war permanent angespannt, wartete nur auf den nächsten spöttischen Kommentar, den nächsten Übergriff. Nach jedem musste ich mein Selbstvertrauen mühsam aus dem Nichts rekonstruieren.

Nach vier Jahren, in denen ein Zusammenbruch auf den nächsten folgte, vertraute ich mich endlich meiner Mutter an. Ich erzählte ihr, wie sich mein Körper verändert hatte. Schnell wurde ich an Spezialisten in Oxford verwiesen, die dem, was mit mir los war, einen Namen gaben: 17 Beta Hydroxysteroid Dehydrogenase Deficiency. Eine von vielen Intersex-Variationen.

Bei meiner Geburt erschien ich weiblich, doch als meine Pubertät einsetzte, konnte mein Körper nicht die notwendigen Hormone produzieren, die er für eine ‘normale’ Entwicklung benötigt hätte. Ich erfuhr, dass ich XY-Chromosomen habe, die normalerweise mit dem männlichen Geschlecht verknüpft sind. Ich erfuhr, dass ich keine weiblichen Reproduktionsorgane habe. Und als Krönung sagten mir die Ärzte noch, dass ich Hoden in meinem Bauchraum habe, die sich in einem frühen Krebsstadium befinden.

Intergeschlechtlichkeit, Unfruchtbarkeit und Krebs. Alles an einem Tag. WOO. HOO.

Die Ärzte betonten, dass sie meinen medizinischen 'Defekt' 'normalisieren' können. Dafür bräuchte ich nur ein paar Operationen und eine Hormonersatztherapie. Außerdem teilten sie mir mit, dass meine ‘Krankheit’ sehr selten sei, so wahrscheinlich, wie im Lotto zu gewinnen. Hätte mich jemand gefragt, ich hätte lieber das verdammte Geld genommen.

Als ich knapp 14 Jahre alt war, stimmte ich also zwei Eingriffen zu: einem, um die krebsartigen Gonaden zu entfernen; dem anderen, um mich kosmetisch 'herzurichten'. Die Ärzte fragten mich, ob ich eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen wolle. Ich war naiv und innerlich auf Abwehr getrimmt und lehnte ab. Ich redete mir ein, dass das Schlimmste jetzt vorbei sei: Ich gehe nach Hause, vergesse die ganze Sache und kann endlich als 'normales' Mädchen weiterleben. Nur hat das leider nicht allzu gut geklappt.

Obwohl mein 'Problem' nun einen Namen hatte und meine Mutter mich aufopfernd unterstützte, verbesserte sich meine mentale Verfassung nicht – so wie ich es gehofft hatte – über Nacht. Meine Mutter war genauso verwirrt, alleingelassen und aufgebracht, wie ich es war. Es gab einfach nichts, was sie hätte tun oder sagen können, damit ich mich besser fühlte.

Die einzigen Informationen, die wir erhielten, kamen von Ärztinnen und Ärzten. Und, auch wenn sie es bestimmt gut meinten, Trost spendeten sie nicht gerade. Für Spezialisten ist Intergeschlechtlichkeit eine Mutation, deren Auswirkungen korrigiert werden müssen. Die versteckt werden muss. Während ich damit beschäftigt war, durch kosmetische Operationen 'akzeptabel' zu wirken, waren sie es, die mir das Gefühl gaben, 'un-akzeptabel' zu sein.

Immer wieder versicherten sie mir, dass dank all der Operationen mein Geheimnis auch garantiert geheim bleiben würde, unbemerkt von potentiellen Partnern. Sie sagten, ich könne als 'normal' durchgehen in einer Cis-Welt. Ich dachte, ich müsste für immer allein bleiben.

Erst als ich an der Kunstschule studierte, vertraute ich mich meinen engsten Freundinnen und Freunden an. Sie waren verwirrt, reagierten jedoch mit großer Akzeptanz. Doch die Erleichterung blieb aus. Wenn ich betrunken war, passierte mein Coming-Out plötzlich bei einer Party oder in einer Bar – nüchtern aber habe ich nie wieder darüber gesprochen, die anderen auch nicht. Scham überkam mich, konnten sie sich überhaupt noch daran erinnern?

Sich als intergeschlechtlich zu outen, ist leider keine einmalige Sache. Intergeschlechtlichkeit findet im Schulunterricht oder den großen Medien so gut wie gar nicht statt. So muss ich immer wieder aufs Neue erklären, was es bedeutet. Das ist nicht nur emotional zehrend, sondern ist auch ein riesiges Problem, wenn es um romantische Beziehungen geht.

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Zwar war die Arbeit der Ärzte dahingehend erfolgreich, dass ich jetzt augenscheinlich als passable Cis-Frau durchging, doch meine Identität als Inter*-Person konnte nicht so einfach weggeschnitten werden. Meine Dysmorphophobie macht es zu einem permanenten Kampf, intime Beziehungen einzugehen. Ich hatte lockere Affären, aber riesige Angst, nach einem Outing abgelehnt zu werden. Statt mich emotional auf jemanden einzulassen, war es also die einfachere Lösung, dieses Level an Intimität einfach komplett zu vermeiden.

Allerdings habe ich ein riesiges Privileg: Pubertät und Hormonbehandlungen haben mir das Erscheinungsbild einer Cis-Frau gegeben. Ich muss nicht täglich um mein Leben bangen, wie es andere Menschen müssen, die nicht cis wirken. So viele Menschen – besonders People of Colour – leben mit Angst, nur weil sie existieren. Nur weil sie sie selbst sind.

Mein Privileg bedeutet Schutz. Doch da ich als cis gelesen werde, wusste ich lange nicht, wohin ich überhaupt gehöre. Zu queer für die straighte Welt, zu straight für die LGBTQ+-Community – in der ich schließlich doch unendlich viel Solidarität fand.

Ich zog nach Berlin. Eine freie Stadt, in der du immer wieder daran erinnert wirst, wie facettenreich das Leben außerhalb der binären Grenzen ist. Mir half das enorm. Unterstützt von vielen queeren Freunden, lernte ich, mich selbst zu.

Aber: Es gibt massive Unterschiede in den Erfahrungen von Inter*-Menschen, man darf daher nicht davon ausgehen, dass sich alle als queer identifizieren.

Wie auch immer du dich identifizierst: Halte Ausschau nach Menschen, die dich bedingungslos lieben. Es gab einen Punkt in meinem Leben, an dem ich alles dafür getan hätte, aufzuwachen und 'normal' zu sein. Alles. Heute sind es die Dinge, die mich 'anders' machen, wegen denen ich (unter anderem) geliebt und einbezogen werde. Gegen nichts in der Welt würde ich tauschen wollen.

Heute geht es mir besser. Aber ich weiß, dass der Kampf für Inter*-Rechte gerade erst begonnen hat. Meine medizinischen Eingriffe waren natürlich schwierig, aber sie waren immerhin einvernehmlich. Häufig werden intergeschlechtliche Babys operiert, sie sind zu jung, um eine Einwilligung zu den permanenten Veränderungen an ihrem Körper zu geben – viele werden diese Fremdentscheidung bereuen. Durch die Bestrebungen Kinder 'männlich' oder 'weiblich' zu machen, verlieren sie ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Und mit jeder unnötigen Operation verfestigt sich der Mythos, dass wir 'repariert' werden müssen.

Heute verstehe ich, dass nicht unsere Körper das Problem sind, sondern die Gesellschaft. Statt uns vorzugaukeln, dass wir Freaks sind, sollte ein neues Narrativ etabliert werden – eines, in dem unsere Existenz als etwas ganz Natürliches anerkannt wird.

Und das fängt in der Schule an. Bislang gibt es keine universelle, repräsentative Bildung zum Thema Intergeschlechtlichkeit. So kommt es immer wieder zu Missverständnissen, wenn es um die Anliegen und die Identität von intergeschlechtlichen und LGBTQ+-Menschen geht. Jugendliche werden – im Sexualunterricht in der Schule – der Möglichkeit beraubt, ein Verständnis für die Diversität der Menschheit aufzubauen. Und lernen so auch nicht empathisch damit umzugehen.

Da diese Diversität auch in den Medien noch immer nur mangelhaft repräsentiert wird, kreiert die Gesellschaft eine mehr als schwierige Umgebung für queere und intersexuelle Teenager. Diese Anerkennung liegt außerhalb unserer Kontrolle. Bildung, Awareness und Repräsentation bilden die Grundlage für jeden bedeutsamen, lang anhaltenden Wandel.

Einer Welt, die Menschen wie mir einredet, dass wir nicht erwünscht sind, schreie ich heute nur ein lautes "HA!" entgegen. Viel zu lange hat Angst mein Leben bestimmt. Angst, dass jemand herausfinden könnte, was 'mit mir nicht stimmt'. Angst, dass mich Menschen falsch gendern. Angst, dass ich abgelehnt werde. Doch ich werde mich nicht entschuldigen. Ich werde meine Existenz nicht länger verschleiern. Die Menschen müssen sich verändern, nicht unsere Körper.

Ich bin es leid, Teil einer Community zu sein, die noch immer die Pointe eines schlechten Witzes ist. Ich weigere mich, mich dieser Attitüde auch nur eine Sekunde länger zu beugen. Ich bin kein schlechter Witz. Wir sind kein schlechter Witz. Es ist an der Zeit, dass wir uns outen, sichtbar werden und die Macht unserer Stimme begreifen. Egal wie tief die Stimme auch sein mag.

Danke an Mum, Eloise & Ellie.

@inter_sexy

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At 14 I cracked under the shame of having an 'abnormal' body. Born presenting and identifying as female it was unbeknownst to anyone – including myself and my parents – that I am in fact, intersex.

For those who don't know, intersex people make up about 1.7% of the population (which is roughly as common as twins). The term intersex "is an umbrella term that refers to people who have one or more of a range of variations in sex characteristics that fall outside of traditional conceptions of male or female bodies. For example, they may have variations in their chromosomes, genitals, or internal organs like testes or ovaries. Sometimes these characteristics are identified at birth, while other people might not discover they have intersex traits until puberty or later in life."

I started noticing signs once puberty kicked in. I never started my period, had awful stomach cramps, and my voice dropped (rather fucking peculiar for a 10 year old girl). Physical and emotional changes continued to develop; ones I didn't understand. Confused and ashamed, I grew an unfathomable hatred for myself and my body.

My deeper voice led to bullying at school, with slurs such as 'tranny' and 'lady boy' thrown around regularly. Strangers on the street and public transport would take it upon themselves to point out how deep my voice was, and then inquire loudly and publicly whether I was transgender, often leaving me feeling vulnerable in dangerous situations.

Because of this fixation with my voice, I've always been anxious about talking to new people in fear that someone would mistake or question my gender. I lived in constant anxiety, waiting for another comment or round of abuse, knowing that when it eventually came I would have to rebuild my confidence from scratch.

After four years of *tragic* breakdowns, I finally confided in my mum about the physical changes I had been going through. I was referred to specialists in Oxford who told me I had a condition called 17 Beta Hydroxysteroid Dehydrogenase Deficiency, one of the many intersex variations. This was why I appeared female at birth, but at puberty my body didn't produce the hormones I needed to develop 'normally'. I was told that my chromosome pattern is XY (usually associated with males, as opposed to the female XX), that I lack any internal female reproductive organs, and to top it off, I had male gonads in my abdomen which were in an early cancerous state.

Intersex, infertility, and cancer all in one day – WOOHOO.

The doctors stressed that my medical 'defect' could be 'normalised' through a string of surgeries and hormone replacement therapy. They made out my 'condition' was extremely rare – similar odds to winning the lottery – and to be quite honest I would've rathered the money.

At barely 14 I consented to two surgeries – one internal to remove the cancerous gonads, and another cosmetic. Counselling was offered, but in my denial and naivety I turned it down. I wanted to believe the worst was over, just go home, forget about the whole thing and get on with my life as a 'normal' girl. Unfortunately it didn't all quite work out like that.

Although I now had a name for my 'problem' and the support of my mum, my mental state didn't improve dramatically overnight as I had hoped. Understandably, she was as confused, alone and upset as I was; there was nothing she could say or do to make me feel better. The only information or context we received came from doctors, and although they were well-meaning, they weren't exactly a source of comfort.

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To specialists, being intersex is a mutation which must be fixed, hidden, and sworn to secrecy. In the process of trying to make me more cosmetically acceptable, they made me feel the most un-acceptable of all. I was assured that these surgeries would enable me to keep my secret hidden, undetectable to potential partners, passing as ‘normal’ in a cis world. But for so long I believed that I was inevitably going to be alone forever *violins*.

When I reached Art School I confided in a couple of my closest friends, which was met with acceptance, but confusion. I waited to feel the huge relief of unloading my burden, but it didn't come. Often my coming out would happen while drunk at a party or on a night out (the alcohol fueling my desperation for acceptance – classic), for it to never be spoken about again once sober. I’d be left with the same shame as before, wondering if they even remembered.

Coming out as intersex is sadly not just a one-time thing.

Lack of presence in mainstream education and media means we have to repeatedly explain what being intersex means. Not only is this emotionally draining, but can be a major issue when it comes to dating and romantic relationships. Where the doctors' work to make me passable as a cis-woman may have succeeded in cosmetic terms, this could not erase my identity as an intersex person.

My experience makes me who I am, and so, passing as cis to potential lovers holds little weight past casual relationships. No matter how much I believe someone is attracted to the cis-presenting version of me, the risk of rejection upon revealing myself as intersex is a terrifying possibility. Body dysmorphia makes approaching intimate relationships a constant struggle for me, so rather than invest myself in someone emotionally, I often find it easier to avoid this level of intimacy all together, which is definitely not as fun.

I will mention that since puberty and hormone treatments, I now benefit from the privileges of passing as a cis-woman – I am lucky that I don't have to fear for my life on a daily basis. Public spaces can be fertile ground for unprovoked abuse towards those who don't appear cis, especially those of colour. Many people live through fear every day by simply existing as themselves. My privilege now protects me, however, in passing as cis, I found myself struggling to understand where I fit in – not fully fitting in to the straight world, but not queer enough for the LGBT+ community.
Through the support of close queer friends I am finally discovering love for myself.

I moved to Berlin, a city that is endlessly open, where you are constantly reminded of all the ways in which people exist beyond the binaries. Although for me, navigating the in-betweens of biological sex has led me to find solidarity within the LGBT+ community, due to the massive variation of intersex experiences, it's worth noting that not all intersex people identify as queer.

But however you choose to identify, I implore you to seek out those who make you feel unconditionally loved. At one point I would have done literally anything to wake up and be 'normal'. Now, I'm loved and included for my differences, and honestly wouldn't change them for the world (they're actually pretty fucking cool).

Even though I'm now in a much better place personally, I know that the fight for intersex rights is just beginning. My medical experience was difficult, but it was consensual. Many intersex babies are operated on at an age far too young to consent to the permanent changes doctors make to their bodies – many of whom grow up to regret the decisions that were made on their behalf. In an effort to fit children into the mould of 'male' or 'female', they loose their human right to bodily autonomy. With each unnecessary surgery the myth that we should be 'fixed' is perpetuated further; I realise now, our bodies aren't the issue, but society's gaze. Rather than being made to feel like freaks, a new narrative could take its place – one whereby our existence is recognised as natural within a spectrum of biological sex.

The failure to teach representative education at a mainstream level has bred a perpetual misunderstanding of intersex and LGBT+ issues and people. Current sex education in schools is failing our youth in depriving them not only of the basic knowledge and understanding of our diversity as human beings, but also the empathy that accompanies this.

Pair this with lack of representation in the media, society has created a treacherous landscape for our queer and intersex youth. We have always existed, yet our recognition and representation is long overdue, and often out of our control. Education, awareness, and representation will be the foundation for any meaningful and lasting change.

In a world which tells people like me that we are not and cannot be desirable, I say HA. We are worthy. For as long as I can remember fear has dictated my life. Fear of someone finding out, fear of someone mistaking my gender, fear of being rejected. I will not apologise or keep my existence quiet any longer. Attitudes must change, not our bodies. I'm sick of my community being the butt of a bad joke, which is why I refuse to treat myself like one any longer. It's time to come out, be visible and take control of the power our voices hold (however deep they may be).

Thank you especially to my mum, Eloise & Ellie.

@inter_sexy

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