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5 aufstrebende weibliche acts, die du kennen solltest

Von DJ Kween bis zu einer DIY-Punkband aus Seattle, wir präsentieren dir Riot Grrrls und Rockerinnen, die auf deiner Herbst-Playliste nicht fehlen sollten.

von i-D Staff
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28 August 2015, 2:10pm

photography dan kendall

Nicole Dollanganger, die verträumte Protegée von Grimes
Kaum vorstellbar, dass Nicole Dollanganger mit ihrer verträumten und kindlichen Stimme der Hardcore-Szene Torontos entstammt. Die Kanadierin erklärt gegenüber i-D: „Ich fand die Art dieser Musik aus gesanglicher Sicht inspirierend. Durch das Genre habe ich gelernt, dass der Auftritt mehr zählt als Perfektion, was mir bei meiner Musik am Herzen liegt." Auch wenn sie viele Fans auf Tumblr hat und auf Bandcamp sieben EPs selbst veröffentlicht hat, wartet Nicole immer noch darauf, mit einem Musiklabel zusammenzuarbeiten. Momentan spielt die Puppenliebhaberin und die Grimes-Protegée noch in einer Band, die aus ihren zwei besten Freundinnen besteht. Aber sie freut sich auch darauf, wieder ins Studio zu gehen und an ihrer nächsten Soloplatte zu arbeiten.

Hinds, die gechillte Girlgroup aus Spanien.
Wir sind schon lange Fans der süßen Girls aus Spanien, doch mit ihrem Auftritt beim Pop Kultur haben sie sich noch mehr in unsere Herzen gesungen. Die Lo-Fi-Band Hinds bringt mit ihren verspielten, Garagen-Pop-Sounds die kalifornische Gelassenheit nach Europa. Das Quartett besteht aus Gitarristinnen Carlotta Cosials und Ana Garcia Perrote, Bassistin Ade Martin und Schlagzeugerin Amber Grimbergen und hat eine Reihe von energiegeladenen und fröhlichen Popsongs in den letzten zwei Jahren veröffentlicht. Wenn man bedenkt, dass die Band noch kein Album herausgebracht hat - es kursieren Gerüchte, dass es im Oktober soweit sein soll -, sorgten sie mit ihrem Singles „Bamboo" und „Chili Town" für Begeisterung. Sogar Mac Demarco ist Fan der Zero-Fucks-Given-Einstellung der Girls und ihres sonnigen Sounds.

Pixx, die Teenage-Pop-Hoffnung
Pixx mit bürgerlichem Namen Hannah Rodgers heißt, ist der neueste Schützling von 4AD. Das angesehene Label ist auch Heimat von i-D Favs Grimes und Ariel Pink. Die Britin unterzeichnete nach King Krule und Tala als dritte Absolventin der Brit School einen Plattenvertrag vor ihrem 20. Geburtstag. Uns verriet sie, dass sie die Ehrlichkeit von Künstlern wie Bob Dylan und Joni Mitchell liebt und dass sie versucht, dieselben einfachen Vibes in ihrer eigenen Musik deutlich werden zu lassen. „Ich glaube daran, dass ein Song auf einfachste Weise schön klingen soll und einen gefangen nehmen soll. Ich mag es, einen Song, den ich auf meinem Bett mit der Gitarre geschrieben habe, im Studio in etwas anderes zu verwandeln. Aber ich vergesse nie, wie dieser Song entstanden ist und wie er ursprünglich klingt." Ihre Debüt-EP erscheint am 28. August und dient als Intro zu ihrem verträumten und verspieltem Sound, den sie in den letzten Jahren entwickelt hat.

UNiiQU3, this girl is on fire
Falls UNiiQU3 versuchen sollte, den perfekten Track zum Arschwackeln zu produzieren, hat sie es geschafft - mehrmals. Die Amerikanerin startete mit 19 ihre DJ-Karriere und eroberte die Clubszene im Sturm. In einem Jahr schaffte die Jersey Club Kween, wie sich selbst nennt, den Sprung von kleineren Engagements in Colleges zur Headlinerin des Afropunk-Festivals. Sie war auch schon auf Clubtour in Europa unterwegs, eine Erfahrung, die so schnell nicht vergessen wird: „Ich konnte Orte besuchen, von denen ich immer geträumt habe, und das durch eine Sache, die ich liebe. Ich habe so viele tolle Leute treffen und mich mit meinen europäischen Fans connecten können", sagte sie. Angefangen hat sie mit Remixen - vor allem die für Skepta und Chris Brown gehen direkt ins Ohr - und verbrachte das letzte Jahr damit, eigene Sachen zu produzieren: „Ich möchte der Welt zeigen, wie kreativ ich bin und dass man sich nicht auf eine Sache beschränken sollte." Nach diesem Sommer mit coolen Rye Rye- und Brenmar-Kollaborationen, sorgt UNiiQU3 diesen Herbst garantiert für ein paar gute tanzbare Hits. 

Childbirth, die Punkband, die über Damenhygiene singt
Gitarristin Julia Shapiro, Bassistin Bree McKenna und Schlagzeugerin Stacy Peck bilden das Punktrio Childbirth aus Seattle und kommen aus der DIY-Szene. Die drei Girls sind außerdem Mitglieder in den Bands Pony Time, Chastity Belt und Tacocat aus Seattle. „Die gegenwärtige Musikszene in Seattle ist toll - es gibt eine wahre Flut von coolen Frauen, die in tollen Bands spielen", sagt das Trio zu i-D. Der Sound von Childbirth wird von ihren anderen Bands als auch von der frühen amerikanischen DIY-Bewegung Anfang der 2000er beeinflusst. Die Band erinnert an Riot Grrrl und ihre Single „I Only F*cked You As a Joke" erhielt positive Kritiken. Ihr Album Women's Rights, das Anfang Oktober erscheinen soll, wird davon handeln, was es bedeutet, eine moderne Frau zu sein.

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Credits


Text: Hana Beach
Foto: Dan Kendall