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domenico dolce entschuldigt sich für seine kommentare über regenbogenfamilien und künstliche befruchtung

Er hatte Kinder, die durch künstliche Befruchtung entstehen, als „synthetisch“ bezeichnet.

von i-D Staff
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17 August 2015, 8:45am

Domenico Dolce von Dolce & Gabbana hat sich für seine kontroversen Kommentare über Regenbogenfamilien, die Anfang dieses Jahres in einem italienischen Magazin erschienen waren, entschuldigt. In dem Artikel trat der schwule Designer dafür ein, dass Kinder eine Mutter und einen Vater haben sollten und weiter sagte er: „Ich weiß nicht, wie ich zu synthetischen Kindern stehe".

Der italienische Designer brachte viele in der LGBT-Community gegen sich auf, so auch Elton John, der zwei Kinder, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, hat. Der Sänger rief zu einem Boykott des Labels auf. Domenico Dolce versuchte damals die Kommentare als seine „private Meinung" abzutun, aber viele hatten nicht das Gefühl, dass das eine angemessene Klarstellung seiner Kommentare war.

In einem neuen Interview mit der amerikanischen Vogue sagte Dolche jetzt: „Es tut mir so leid. Es war nicht meine Absicht, irgendjemanden zu verletzen". „Ich bin in mich gegangen", sagte er weiter. „Ich habe viel mit Stefano darüber gesprochen. Ich habe begriffen, dass meine Worte unangemessen waren und ich entschuldige mich. Sie sind einfach Kinder. Man braucht keine Labels für Babys", fügte er hinzu.

„Ich weiß nicht alles über künstliche Befruchtung", gestand der Designer. „Aber ich liebe es, wenn die Leute glücklich sind. Es ist wie Medizin. Die Wissenschaft ist dazu da, um Leuten zu helfen." Über seine eigenen Familienpläne gefragt, antwortete Dolce: „Wenn mich Leute fragen, ob ich ein Kind möchte, sagte ich natürlich ‚Ja', warum auch nicht? Aber in Italien ist es nicht möglich." In Italien ist es gleichgeschlechtlichen Paaren immer noch verboten, gemeinsam ein Kind zu adoptieren. Vielleicht sollte Domenico jetzt die Chance ergreifen und für eine Abschaffung dieses diskriminierenden Gesetzes eintreten.

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Credits


Foto; newsonline via Flickr