hinter den kulissen von „i-D meets bibi bourelly"

Wir stellen dir die Berliner Crew von Bibi Bourelly vor und zeigen dir, was hinter den Kulissen während der Dreharbeiten zu „i-D meets Bibi Bourelly“ alles passiert ist.

von Alexandra Bondi de Antoni
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08 April 2016, 7:55am

„Ich bin auf die Nelson Mandela International School gegangen. Wir waren ein bunter Haufen Kinder, deren Eltern Künstler oder Botschafter von überall her waren. Wir haben immer so eine komische Mischung aus Deutsch und Englisch gesprochen. So wie heute auch noch. Ich hoffe, das ist OK für euch?", gehört zu den ersten Dingen, die uns Bibi Bourelly erklärt, als wir sie und ihre Freundin Libell im Hotelzimmer treffen. „Also wundert euch nicht, wir merken das selber gar nicht mehr", fügt sie hinzu, während sie ihren hellblauen Michael-Kors-Rucksack packt. Natürlich ist es OK für uns. 

Bibi redet, erklärt und fragt viel, ist laut, aber nie unangenehm, hat ihre eigene Meinung, kann diese auch immer begründen und wirkt wie jemand, der im Leben steht und ganz genau weiß, was um sie herum gerade passiert und „wie verrückt das alles ist". Die 21-Jährige schreibt Songs für Rihanna, arbeitet mit Usher und Kanye West zusammen und ist schon vor Jahren von Berlin nach Los Angeles gezogen. „Berlin ist für mich immer nach Hause kommen und runterkommen. Hier leben meine echten Freunde, die mich durch die schwierigsten Phasen meines Lebens begleitet haben", erklärt sie auf die Bedeutung Berlins angesprochen. 

Und genau diese Freunde lernen wir im Laufe des Tages kennen. Da wären zum Beispiel Curtis und Ilan, die auch Musik machen und zusammen produzieren, oder Sarah, die sich gerade als Tätowiererin einen Namen macht, Shani, der seinen eigenen Radiosender hat, und Libell und Jonathan—sie stehen hinter Bibi, egal was auch passieren mag. 

Einen Tag haben wir mit Bibi und ihrer Crew in Berlin verbracht und haben uns die Orte zeigen lassen, die sie in ihrer Jugend geprägt haben. Bibi führt uns zu dem Platz, an dem sie immer Schule geschwänzt haben, den Bong-Platz. Curtis spielt uns seine neueste Musik in seinem Kinderzimmer in Neukölln vor. Wir gönnen uns ein riesiges Frühstück bei einem kleinen türkischen Restaurant gleich am Kotti, bei dem es nach selbstgemachten Simit riecht und der Minztee einen Euro kostet, bevor wir die U1 zum Gleisdreieck nehmen. Früher standen rund um den Park am Gleisdreick verlassene Häuser, in denen Bibi und ihre Gang sich getroffen haben, um dort Musik zu machen oder einfach nur zu chillen. Von dort ist es auch nicht weit zur Wohnung von Libell, wo uns ein selbstgemachtes, jamaikanisches Abendessen erwartet. Der Abend endet dann in einer Bar, wieder in Neukölln. Mit vielleicht ein, zwei, drei Gin Tonic zu viel und einem guten Eindruck, woher dieses Mädchen kommt, das nun von allen so gefeiert wird, aber eigentlich ganz auf dem Boden geblieben ist und einfach nur ihr Ding macht, verlassen wir Bibi. 

Meeting the crew. 

Am Bong-Platz. 

Bibis frisch gestochenes Mom-Tattoo. 

Bei Curtis zu Hause. 

Shani erklärt, wo's lang geht. 

Im Gleisdreieck Park. 

Sancosme - Mezcal. 

Credits


Text und Fotos: Alexandra Bondi de Antoni 

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