Foto: Screenshot von YouTube aus dem

Video "Berlin Film Society presents MAPPLETHORPE: LOOK AT THE PICTURE" von Berlin Film Society

5 Filme über die niemals endende Liebe zur Fotografie

Die Berlin Film Society bringt die Klassiker zurück in die Hauptstadt – und du kannst mit dabei sein.

von i-D Staff
|
23 April 2019, 8:23am

Foto: Screenshot von YouTube aus dem

Video "Berlin Film Society presents MAPPLETHORPE: LOOK AT THE PICTURE" von Berlin Film Society

Der Frühling ist da, endlich. Plötzlich sind alle wieder gut gelaunt, erwachen aus ihrer immer noch anhaltenden Winterdepression und trinken Bier im Freien. An solchen Tagen fühlt sich das Leben überraschend leicht an, die Sorgen sind in der hintersten Schublade verstaut. Doch weil die lauen Frühlingsnächte etwas zu kalt für all die vielen schönen Dinge sind, haben wir das perfekte Abendprogramm für euch: For The Love of Photography.

Gemeinsam mit der Berlin Film Society zeigen wir in den nächsten Monaten eine fünfteilige Dokumentarserie über die fabelhafte Welt der Fotografie – für Liebhaber und solche, die es bald sein werden. Von Pionieren wie Robert Mapplethorpe bis hin zu Legenden wie New Yorker Street Style Fotograf Bill Cunningham ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Bevor es am 25. April mit dem ersten Film losgeht, frischen wir dein Wissen auf und stimmen dich schonmal auf all die Klassiker ein, die dich erwarten.

Bill Cunningham New York
"Mode ist für mich die Rüstung, den Alltag zu überleben", sagte Bill Cunningham einst in einem Interview. Lief man durch die Straßen New Yorks zur Modewoche, war der amerikanische Street Style Fotograf nicht weit entfernt. Erspähte die fabulösesten Looks aus der Ferne durch den Sucher seiner Kamera. Vom Hutdesigner zum The New York Times Contributor: Bill hat die Straßenfotografie revolutioniert. Das weiß auch Regisseur Richard Press, der dem 2016 verstorbenen Fotografen eine ganze Dokumentation widmete. Bill Cunningham New York ist das Porträt eines Mannes, der die Modewelt mit seiner Menschlichkeit und seinem unverwechselbaren Charme entscheidend prägte.

Mapplethorpe: Look at the Pictures
"Der ganze Sinn dahinter, ein Künstler zu sein, liegt doch vor allem darin, über sich selbst zu lernen", lautet eines der bekanntesten Zitate von Robert Mapplethorpe. Mit seinen freizügigen Schwarz-Weiß-Arbeiten hat der queere Fotograf Sexualität auf eine völlig neue Ebene gehoben. Was viele als kontrovers und provokativ abstempelten, ist im Grunde genau das, was den amerikanischen Fotografen zu einem der wichtigsten Künstler im 20. Jahrhundert machte. Mapplethorpe: Look At The Pictures lässt uns den Blick schärfen und hinter die Fassade eines Mannes blicken, der mit seinen Arbeiten die LGBTQ+-Szene maßgeblich veränderte.

Finding Vivian Maier
100.000 Negative und 700 unentwickelte Filmrollen für 380 Dollar. Die Geschichte von Vivian Maier liest sich wie ein guter Krimi. Eine Frau die über 40 Jahre lang ausschließlich als Nanny gearbeitet hat ... zumindest dachten das ihre Familie und Freunde. Doch die selbsternannte Spionin führte ein Doppelleben: als mysteriöse Straßen-Fotografin, die ihre Parallelwelt komplett im Geheimen hielt. Auch wenn ihr daher der wohlverdiente Ruhm zu Lebzeiten nicht vergönnt war, widmeten ihr John Maloof und Charlie Siskel mit Finding Vivian Maier 2013 einen ganzen Film, der wirklich mehr als sehenswert ist.

Everybody Street
New York ist ein Paradies für Street Style Fotografen, das wissen wir spätestens seit Bill Cunningham. Aber er ist bei Weitem nicht der Einzige, der sich auf den hektischen Straßen Manhattans zwischen Wolkenkratzern und Hot Dog Ständen herumtrieb. Everybody Street von Cheryl Dunn aus dem Jahr 2013 ist ein Abbild der wohl ikonischsten Staßen-Fotografen von Jamel Shabazz bis Bruce Davidson. Es ist aber auch ein Abbild einer amerikanischen Millionenstadt, dessen Charme selbst nach Jahrzehnten unverändert bleibt.

The Salt of the Earth
Von Südamerika nach Afrika über Europa bis hin in die Arktis: The Salt of the Earth ist ein Abenteuer um die Welt. Ein Porträt des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, der mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern die Ausbeutung von Mensch und Natur beleuchtet. Internationale Konflikte, Hungertod und das Schrumpfen natürlicher Landschaften sind Themen, die den Künstler 40 Jahre lang beschäftigt haben. Hinter dem biografischen Meisterwerk aus dem Jahr 2014 steckt übrigens niemand Geringeres als der deutsche Filmemacher Wim Wenders, der sich mit Salgados Sohn zusammengetan hat, um ein herzzerreißendes Bildnis unserer heutigen Welt zu skizzieren.

'For The Love of Photography' findet zum ersten Mal am 25. April in Berlin statt. Alle weiteren Informationen und Events der Reihe findest du hier.