my crew: für creamcake ist zusammenhalt in der community das wichtigste

Über den Dächern Berlins erzählen uns die Gründerinnen von Creamcake, wie die Berliner Undergound-Partyszene zu dem geworden ist und was sie heute so besonders macht.

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08 Mai 2017, 10:45am

In unserer neuen Videoreihe BEYOND CLUBBING erforschen wir, was die Berliner Underground-Partyszene so einzigartig macht. Wir sprechen mit vier Schlüsselfiguren, die mit ihrer Arbeit Grenzen aufbrechen, Diskussionen anzetteln und die Tanzfläche zu einem Safe Space für alle machen. Alle Beiträge findest du hier.

Im ersten Teil unserer neuen Videoreihe BEYOND CLUBBING treffen wir Daniela Seitz und Anja Weigl, die Gründerinnen von Creamcake. Aus dem Verlangen heraus, sich auf der Tanzfläche sicher zu fühlen, begannen sie, ihre eigenen Partys zu veranstalten. "Was wir damals in den Clubs gefunden haben, hat uns einfach nicht gereicht. Anfangs wollten wir eine Plattform für Frauen schaffen, haben wir uns dann aber sehr schnell von den typischen All-Female-Line-ups wegbewegt. Durch ein diverses und queeres Booking haben wir es schnell geschafft, ein Publikum anzuziehen, dass so verschieden ist wie die Musik, die bei uns gespielt wird", erzählt Anja. Durch die zunehmende Digitalisierung, der Entstehung von immer mehr Online-Communitys abseits des heteronormativen Mainstreams und der neuen Musik, die sich dank des Internets entwickelt hat, kommen sie ihrem Ziel, sich nur noch über die Musik und gar nicht mehr über Geschlechter zu definieren, Schritt für Schritt näher:

Die Weitergabe von Wissen wird bei Creamcake genauso großgeschrieben wie das diverse Booking. Letztes Jahr haben sie zum ersten Mal zusammen mit Discwoman, dem DJ-Kollektiv aus New York, das Cis- und Transfrauen und genderqueere Talente vertritt, eine DJ-Workshop ausschließlich für Frauen und Personen, die sich als weiblich identifizieren, veranstaltet. Events wie diese, ein durchdachtes Line-up, das Grenzen sprengen will, und der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Creamcake-Mitgliedern sind die Gründe dafür, warum die Community, die Anja und Daniela aufgebaut haben, immer und immer weiter wächst. Weil Creamcake ohne die Musiker, Künstler und Kreative nichts wäre, haben wir in diesem My Crew-Special einige der Hauptakteure gebeten, uns zu erklären, was Creamcake so besonders macht. 

333 Boyz

Was bedeutet Creamcake für euch?
Ein neugieriger, wachsamer Blick auf Berlin und seine Subkulturen.

Wie seid ihr zu Creamcake gekommen?
Freunde/ Zufall/ Schicksal. Wir haben eine Show in dieser seltsamen Bar namens Café Warschau gebucht, nachdem wir eine Notiz in ihrem Fenster gesehen hatten, auf der stand, dass sie nach DJs suchten. Daniela kam dann auf uns zu und hat uns begrüßt. Wenig später haben Anja und sie uns adoptiert. Wir dürfen nicht mehr mit unseren leiblichen Eltern sprechen.

Was bedeutet Community für euch?
Loyalität.

Was ist so besonders an der Berliner Underground-Musikszene?
Die Stadt fühlt sich besonders an, weil Musiker jeweils für mehrere Monate nach Berlin ziehen. Deshalb bekommt man Beispiele vieler verschiedener Auslegungen von Ästhetik und Sounds. Manchmal fügen sie sich ein, manchmal fügen sie etwas komplett Neues hinzu. In Kombination mit dem Fakt, dass die Stadt ein 24/7-Club-Leben bietet, gibt das viel Raum und Zeit für die Entwicklung verrückter Ideen.

Glaubt ihr, dass eine Szene, wie sie es in Berlin gibt, überall existieren könnte?
Ja.

An welchen Creamcake-Moment denkt ihr gerne zurück?
Da waren zwei Menschen hinter einem Vorhang, die Babys gemacht haben. Ich habe eines der Babys gesehen und es hat mich angesehen.

@333boyz

Easter

Was bedeutet Creamcake für euch?
Max: Creamcake ist besonders für mich, weil sie uns unterstützt haben, als wir mit Easter noch ganz am Anfang standen. Ich kenne niemanden in Berlin, der einen besseren Job macht.
Stine: Ja, sie waren immer gut zu uns.

Wann und wie habt ihr mit Creamcake zusammengearbeitet?
M: Andauernd. Kurz nachdem wir uns getroffen haben, organisierten sie eine Creamcake-Show im Südblock für uns. Ich hatte auch eine Solo-Show als Cyan Kid, und habe außerdem über die Jahre viele Poster für die Events gestaltet. Außerdem hat Anja die Releaseparty von unserem zweiten Album im Luzia organisiert. Es war super süß. Wir waren bei den beiden Editionen des 3hd Festivals dabei. Und noch zahllose andere Sachen.

Wir uns haben Easter letztes Jahr einen Mix zusammengestellt.

Woher kennt ihr euch?
M: Wir haben die Creamgirls in einer Nacht getroffen, als wir eine Show in der damaligen Neuköllner Galerie S&yM hatten. Das war wahrscheinlich 2012.

Welchen Stellenwert hat Community in eurem Leben?
M: Alleine zu sein ist der höchste Luxus. Direkt dahinter kommt Community.

Was macht die Underground-Clubszene Berlins so besonders?
M: Moon Wheel. Creamcake. Allie. Arad.

Glaubst ihr, dass eine Szene, wie sie es in Berlin gibt, überall existieren könnte?
M: Ja klar, warum nicht.

Liebster Creamcake-Moment? 
S: Unser Projekt "Her Own" für das 3hd Festival letztes Jahr.

@Easter

Ziúr

Foto: Claudia Kent

Was macht Creamcake deiner Meinung nach aus?
Creamcake sind ihrer Zeit immer einen kleinen Schritt voraus und bestechen durch ein zielgerichtetes, originelles Gespür, das herauszupicken, was gerade im Kommen ist. Klingt jetzt megaschleimig, ist aber wahr. Zudem schätze ich Veranstalterinnen, die wissen, worauf es bei Events ankommt. Creamcake ist in allen Lagen zuverlässig, auf dem Boden der Tatsachen und herzlich nett. Hinzu kommt noch, dass uns unsere jahrelange Zusammenarbeit zu dicken Freundinnen gemacht hat, daher ist auch immer ein wenig Familie mit im Spiel. Creamcake bucht unglaublich viele Frauen und generell in der Musikszene unterrepräsentierte Menschen, ohne das auf die große Fahne zu schreiben, genau so selbstverständlich, wie es eigentlich sein muss. 

Woher kennt ihr euch?
Abgesehen davon, dass die Szene klein ist und es nahezu unmöglich ist, sich aus dem Weg zu gehen, haben wir uns richtig kennengelernt, als ich als Technikerin bei Creamcake-Partys gearbeitet habe. Irgendwann kam ich dann dazu die Events zu spielen oder mal auf einem Panel zu sitzen. Zudem wir gehen gerne mal zusammen aus und mögen die gleichen Drinks.

Welchen Stellenwert hat Community in deinem Leben?
An einigen Tagen zweifle ich daran, ob es eine Community überhaupt gibt, an anderen Tagen ist sie das Wichtigste der Welt. Mein Gemütszustand und Wahrnehmung sind anders, die Beziehung zu meinen Freunden bleibt aber zumeist stabil. Ich kann nicht viel mit Drama anfangen, daher ist es gut sich manchmal emotional auszuklinken und den Hühnchen den Stall zu überlassen.

Thump hat Ziur zum ausführlichen Interview getroffen.

Was macht die Underground-Clubszene Berlins so besonders für dich?
Berlin profitiert sehr von einer langen Geschichte an DIY-Clubkultur. Obwohl Gentrifizierung zweifelsohne um sich greift und diese Strukturen bedroht, findet sich der Spirit immer noch überall. Wenn Berlin eins kann, dann Partys feiern.

Glaubst du, dass eine Szene, wie sie es in Berlin gibt, überall existieren könnte?
Ich glaube erst mal nicht, dass Berlin so leicht abgelöst werden kann, was die oben genannten Strukturen angeht. Die Geschichte Berlins, die mit der damaligen Zusammenführung von Ost und West und damit einhergehende gesetzfreie Zone, ist schon ziemlich einzigartig. Wenn es wiederum um spezielle Szenen innerhalb der Clublandschaft geht, ist es schon eher möglich, dass Berlin den Anschluss verliert, denn manchmal macht zu viel Komfort auch faul, also sollten wir uns besser niemals ausruhen.

Hast du einen Lieblings-Creamcake-Moment? 
Es gibt eindeutig zu viele schöne Momente, um einen herauszupicken. Einer der schönsten Momente war der Workshop und die anschließende Party mit Discwoman, denn daraus entstand eine Freundschaft, die immer noch Bestand hat. Witzigerweise hätte ich die Discwoman-Crew, in den zwei Wochen, in denen sie in Berlin waren, noch zwei weitere Male durch verschiedene Freundinnen kennengelernt, ein Schicksalsschlag des Universums also.

@Ziúr

DJ Paypal

Was bedeutet Creamcake für dich?
Eine Brutkammer voller Brotzeit und Kaffee.

Wie bist du zu Creamcake gekommen?
Sie waren eine der ersten, die mich außerhalb North Carolinas gebucht haben. Seit ich 2013 nach Berlin gekommen bin, bin ich immer in ihrer Nähe gewesen.

Was bedeutet Community für dich?
Skype und Google-Hangout-Anrufe.

Was ist so besonders an der Berliner Underground-Musikszene?
Die Underground-Szene besteht aus dem Mainstream aus Menschen, die auf einer bestimmten Wellenlänge sind, und aus der Art Menschen, die verrückte Partys schmeißen.

Glaubst du, dass eine Szene, wie sie es in Berlin gibt, überall existieren könnte?
Vielleicht in Belgrad.

An welchen Moment mit Creamcake denkst du gerne zurück?
An die zweite Geburtstagsparty im Südblock, als alle Kuchen auf ihren Schuhen und ihren Gesichtern hatten und es um 6 Uhr Morgens einfach nur schrecklich roch und alle drauf waren.

@Paypal

Neda Sanai

Foto: Dorothea Touch

Was bedeutet Creamcake für dich?
Creamcake symbolisiert Neugierde, Offenheit, einen gelegentlichen Tinnitus und richtige Chill-Vibes. Für uns ist es wichtig, uns zu trauen, zu seltsamen neuen Acts in der Musik Ja zu sagen und auch den Mut zu haben, es mit einer anderen Nuance kultureller Erfahrung zu mischen, als ganz einfach eine reguläre In&Out-Clubnacht zu produzieren. Es ist cool, wenn du es dir schwerer machst, weil das der Punkt ist, an dem etwas passiert. Creamcake tut das, das finde ich toll. 

Wie bist du zu Creamcake gekommen?
Ich kenne Creamcake seit Anfang an und bin auch seither immer in irgendeiner Form ein Teil davon gewesen, mit DJing (damals viel gemeinsam mit Larry), Input bezüglicher der Attitüde und Gesprächen darüber, was wir im Nachtleben tun. Wahrscheinlich bin ich ihnen auch bei der ein anderen Gelegenheit auf die Nerven gegangen. Ich war außerdem Teil des 3hd Festivals letztes Jahr, wo ich Kunst ausgestellt habe und an einer Panel-Diskussion teilgenommen habe. Zudem habe ich eine süßes Installationsding für Clubnächte organisiert und habe immer eine Meinung zu allem.

Was bedeutet Community für dich?
Für mich persönlich ist Community auf unterschiedlichen Ebenen unheimlich wichtig. Community ist der Boden für soziales Engagement und Bildung. Besonders in den Zeiten, in denen wir heute leben, in der wir realisieren, wie lange uns die Gesellschaft angelogen hat, ist es wichtig, Plattformen aufzubauen, die uns nicht von Außen aufgedrängt werden. Raum für Engagement und Austausch ist ein Muss. Ich bin allen Communitys, die cis-heteronormative Menschen im Fokus haben, sehr skeptisch gegenüber. Ich glaube außerdem, dass es wichtig ist, Räume zu schaffen, wo Gefühle genauso viel Wert wie Zeit oder Ressourcen haben. Gefühle sollten immer Teil des Gleichgewichts sein. Ich denke auch viel darüber nach, dass wir Communitys erlauben sollten, sich zu verändern und zu verwandeln. Denn das wird auch uns, als Teil dieser Community, erlauben, das Gleiche zu tun.

Was ist so besonders an der Berliner Underground-Musikszene?
Als ich als 17-Jährige nach Berlin gezogen bin, habe ich diese Räume, an der es diese "Alles-egal"-Attitüde gab, geliebt und es war einfach dadurch besonders, dass ich dort sein konnte. Das hat sich etwas verändert, wahrscheinlich weil ich mich auch verändert habe. Was wir in Berlin haben, was andere Städte nicht haben, ist Raum. Raum kreiert Möglichkeiten für Initiativen. Dadurch können viele Events stattfinden, ohne das Back-up von Kooperativen. Und es gibt aus musikalischer Sicht trotzdem eine große Vielfalt. Ich denke außerdem, dass die Clubszene hier offener als in anderen Städten ist, weil die Leute sich nicht um Hypes scheren — das ist viel wert. Es gibt außerdem viel Unterstützung unter den Kreativen, die ich kenne. 

Glaubst du, dass eine Szene, wie sie es in Berlin gibt, überall existieren könnte?
Ich denke, alles ist in sich einzigartig, aber in Berlin haben wir das große Glück, dass die Dinge sich so entwickeln können, wie sie das tun. Dass eben nicht jeder große oder kleine Club von einem großen, kapitalistischen Investor gestützt wird, sondern dass sich die Leute hier etwas von Grund auf eigenes aufbauen. Es ist aber auch wichtig, sich dessen bewusst zu sein! Berlin könnte meiner Meinung nach ein gutes Beispiel für viele andere Städte sein, aber diese Stadt ist noch wirklich echt und es ist wichtig, dass das so bleibt.

An welchen Moment mit Creamcake denkst du gerne zurück?
Oh, wow, da gibt es so viele. Aus irgendeinem Grund kichere ich eigentlich immer auf den Partys … Aber meine schönsten Momente sind wohl die Unterhaltungen, die ich mit den Creamcake-Gründerinnen hatte. Sie reflektieren, was wir tun und warum wir es tun. Es sind diese Konversationen, die mich inspirieren. Das hilft mir ungemein und ist wirklich etwas Besonderes.

@Nedalot

Nile Koetting

Foto: Nacása & Partners Inc. / Courtesy of Fondation d'entreprise Hermès

Was bedeutet Creamcake für dich?
So etwas wie ein neues Fenster. Zugang zum Nachtleben.

Wie bist du zu Creamcake gekommen?
Ich habe Creamcake vor zwei Jahren kennengelernt, da haben sie mich gebeten, ein Video für eine Party zu drehen. Wir hatten zuerst online Kontakt.

Was bedeutet Community für dich?
Community ist wahrscheinlich am besten vergleichbar mit Medizin. Wenn ich sie brauche, dann hilft sie mir. Auf der anderen Seite spüre ich aber auch die Nebenwirkungen.

Was ist so besonders an der Berliner Underground-Musikszene?
Ich interessiere mich dafür, wie das "Under" und "Over" zusammenkommen. Das ist echt spannend. Diese Vieldeutigkeit ist ziemlich einzigartig hier.

Glaubst du, dass eine Szene, wie sie es in Berlin gibt, überall existieren könnte?
Das ist etwas Besonderes hier. Ich interessiere mich immer dafür, wie Menschen Dinge nutzen, um etwas Neues zu kreieren und da ist es egal, ob das geografisch in Berlin ist oder online/offline. Das sollte fließend sein. Es ist zudem aufregend zu sehen, dass Menschen von der Berliner Szene inspiriert werden und dann ihre eigene Szene in ihrem Land aufbauen, die dann eine ganz andere Identität und einen anderen Vibe an sich hat. Ich finde, eine Szene sollte immer flexibel bleiben. Nicht geografisch gebunden.

An welchen Moment mit Creamcake denkst du gerne zurück?
Ich habe viele besondere Erinnerungen. Ein Moment, in dem ich sehr glücklich war, war das erste Mal, als ich auf ihrer Gästeliste stand. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich kannten.

@NileShaw

Cool For You

Foto: Still aus DEATH COACHES LLC 2017, (c) Vika Kirchenbauer, Mysti and VG Bild Kunst

Was macht Creamcake deiner Meinung nach aus?
Was Creamcake meiner Meinung ausmacht ist, dass hier feministisches Kuratieren als Selbstanspruch und Selbstverständlichkeit verstanden wird, das nicht noch eigens erwähnt werden muss. Das finde ich sehr sympathisch und das wirkt sich natürlich auch auf die Atmosphäre in allen Belangen der Events aus.

Wann und wie hast du mit Creamcake zusammengearbeitet? Woher kennt ihr euch?
Ursprünglich habe ich die beiden vor Jahren im Edeka getroffen. Nachdem ich an der Kasse Daniela darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ihre Aufbackbrötchen in der Verpackung schon verschimmelt waren, kamen wir ins Gespräch. Jetzt haben sie, sehr zu meiner Freude, meine zweite EP MOOD MANAGEMENT herausgebracht. So schließt sich also der Kreis.

Welchen Stellenwert hat Community in deinem Leben?
Schwierig zu sagen. Oft bin ich etwas zynisch und pessimistisch, was Community angeht, da es doch auch immer um Ausschlüsse geht. Außerdem erinnert mich der Begriff auch immer irgendwie an eine Dorfgemeinschaft, was in Bezug auf Kontrollmechanismen und Spielregeln bestimmt auch Parallelen hat. Andererseits ist es natürlich auch großartig, dass es Initiativen wie beispielsweise Creamcake gibt, wo eben andere Leuten Raum geboten wird, deren Potential in anderen Kontexten oft übersehen wird. Und schließlich arbeite ich auch selbst seit richtig langer Zeit mit denselben Leuten zusammen, die auch privat meine besten Freund_innen sind.

Was macht die Underground-Clubszene Berlins so besonders für dich?
Ich bin davon eigentlich nicht wirklich mehr Teil, wenn ich ganz ehrlich bin. Es ist sicher schon vier Jahre her, dass ich zum Beispiel in einem großen Club tanzen war. Da stand am Tresen aber plötzlich HP Baxxter von Scooter vor mir und hat Bier bestellt. Das fand ich zu verwirrend und bin dann einfach nach Hause. Ich verpasse auch richtig oft tolle Events, die Freund_innen von mir organisieren, weil ich einfach zu früh zu müde bin (Sorry, friends!).

Glaubst du, dass eine Szene, wie sie es in Berlin gibt, überall existieren könnte?
Ich stelle mir eher die Frage, wie lange das in Berlin noch möglich ist, so wie sich der Stadtraum verändert und die Mieten steigen, beziehungsweise wer es sich noch leisten kann oder können wird, an einer solchen Szene überhaupt teilzunehmen.

Liebster Creamcake-Moment?
Auf jeden Fall das 3hd Festival letztes Jahr. Es ist beeindruckend, was die beiden auf die Beine stellen und wie unverkrampft zwischen Performer_innen, Künstler_innen, DJs und Publikum einfach eine Veranstaltung möglich ist und sich alle darüber freuen. Dieses Unverkrampfte ist aber natürlich auch das Ergebnis von echt viel Arbeit und Vorbereitung, die Creamcake leistet. Mein liebster Moment ist vielleicht Anja als Stage Managerin, die nervös rumtrappelt, auf die Stoppuhr schaut, Leute auf die Bühne schickt und sich dann mega freut, wenn alles gut geht.

@coolforyou3000


Am Dienstag, den 08.05, hosten wir im Zuge der re:publica ein Panel zum Thema "Disrupting Berlin's music scene". Von 16-18 Uhr geht es auf der NewThinking-Bühne, um Community Building im Berliner Musikundergound. Mit dabei sind, neben Lyra und Daniela von Creamcake, auch Marit von Koso und Female Pressure. Mehr dazu gibt es hier.  

Die nächste Creamcake findet am 12.05 in der Berghain Säule statt. Alle Informationen findest du hier

Credits


Text und Foto: Alexandra Bondi de Antoni