was es bedeutet, mutig zu sein, nach lena dunham

Spoiler Alert: Dafür musst du dich nicht ausziehen.

von i-D Staff
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16 Oktober 2015, 8:25am

via @harpersbazaarus

Neben ihrem Cover für die Novemberausgabe der amerikanischen Harper's Bazaar hat Lena Dunham einen Essay für das Magazin darüber geschrieben, was es bedeutet, als Frau im Jahr 2015 wagemutig zu sein. „Ich werde oft als mutig bezeichnet", schreibt sie. „Von Fremden, von Kritikern und von Typen in Businessmeetings. Ich nehme an, dass es daran liegt, dass ich mich im Fernsehen ausziehe, auch wenn ich keine klassische Bikinifigur habe. Oder vielleicht liegt es daran, dass ich Gefühle und Einstellungen durch meine Arbeiten ausdrücke, die oft im Verborgenen bleiben, was oft der Fall bei Frauen ist." Aber Mut, betont sie, habe nichts damit zu tun, sich auszuziehen oder seine Gefühle auszudrücken, denn beide Dinge sollten uns als Frauen keine Angst machen. „Es ist nicht mutig, etwas zu tun, wo vor man sich nicht fürchtet", schreibt sie weiter. „Mut und Wagemut bedeuten vielleicht nicht genau dasselbe, aber sie stehen sich nah. Das Wörterbuch definiert Mut als ‚Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden' und Wagemut als ‚Mut zum Risiko'. Ich kann weder das eine noch das andere über meine Arbeit sagen." Mutig sei die Frau, die jeden Tag ihre Kinder von der Schule abholt, nachdem sie die Diagnose Brustkrebs erhalten hatte; mutig sei die Politikerin, die denkt, dass sie ein Land führen könne; mutig seien die Transgender-Kids, die lieber Zuflucht in Obdachlosenheimen suchten, anstatt bei Familien zu leben, die sie nicht akzeptieren. Indem sie Frauen auf der ganzen Welt aufruft, alltäglich das zu tun, wo vor sie sich fürchten, ob sie nun über die psychologischen Probleme sprechen oder sich erlauben, verletzlich zu sein, unterstreicht sie einmal mehr, dass sie die Stimme unserer Generation ist. Hoffentlich hören ihr mehr Leute zu.

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