so reagiert die kreative szene auf trumps transgender-verbot beim militär

Wir zeigen euch einige der eindrucksvollsten Tweets, Bilder und Kunstwerke.

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Juli 27 2017, 12:40pm

Instagram @femalecollective (Matt Bernstein)

Bis 2016 galt in der US-Armee ein Transgenderverbot, das Obamas Regierung aufgehoben hat. Ab Juli dieses Jahres hätte jeder, völlig unabhängig von der geschlechtlichen Identität, im Militär dienen dürfen. Wie bereits mit anderen Beschlüssen seines Vorgängers, rollt der derzeitige US-Präsident Donald Trump die rechtliche Lage nun auf und möchte das Verbot wieder einführen.

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Trump hat am Mittwoch getwittert, dass sich das Militär auf den "entscheidenden und überwältigenden Sieg" konzentrieren müsse und nicht von durch Transmenschen verursachte "enorme medizinische Kosten und Störungen" belastet werden dürfe. Menschen, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen, möchte er damit von der Truppe ausschließen.


Obwohl er noch vor einem Jahr ankündigt hatte, "für die LGBTQ-Community zu kämpfen", betonen Trumps Äußerungen ein weiteres Mal seine Geisteshaltung gegenüber der Community.


Die Reaktionen aus der kreativen Szene auf die Attacke und den fehlenden Respekt des Präsidenten ließen nicht lange auf sich warten. 

Lady Gaga postete folgende Worte auf Facebook, in denen sie sich direkt an den US-Präsidenten wendet: Seine Botschaft gefährde Menschen, die mutig dem Land dienen. Eine Menge junger Leute würden unter psychischen Problemen leiden, viele unter ihnen sind Transgender. Die Ankündigung würde eine Gruppe ausgrenzen, in der eine hohe Zahl ohnehin zu Selbstmord neige. "In der Trans-Community gibt es auch viele Starke und Mutige. Sie sollten dienen können, wenn sie das möchten", erklärte die Pop-Sängerin.

Sam Smith twitterte ein Protect-Trans-Troops-Mantra.


Und Katy Perry schrieb, dass es allen, die unser Recht auf ein freies Leben verteidigen, auch möglich sein müsse, frei zu dienen.

Ariana Grande positionierte sich schlicht mit dem Hashtag #transrightsarehumanrights.

Aber auch die Kunstwelt ließ der Beschluss des US-Präsidenten nicht kalt. Der syrische Künstler und Aktivist Saint Hoax veröffentlichte aus gegebenem Anlass ein neues Werk auf Instagram.

Nicht nur auf Social Media riefen Trumps Tweets Reaktionen hervor. In vielen Großstädten der USA fanden am Mittwoch Demonstrationen statt und auf den Straßen New Yorks sah man Plakate mit Sprüchen wie "If I'm a burden, then WTF is he?". Erneut beweisen die Äußerungen des US-Präsidenten nicht nur seine Ignoranz, sondern auch, dass der Zusammenhalt der Community immer größer sein wird.

Credits


Text: Joely Ketterer
Foto: Screenshot von Instagram (Matt Bernstein)