warum kann street art nicht dort bleiben, wo sie hingehört?

Die neue Dokumentation „Saving Banksy“ von Regisseur Colin Day diskutiert anhand eines bekannten Banksy-Kunstwerkes den kommerziellen Diebstahl illegaler Streetart.

von i-D Staff
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08 September 2016, 12:20pm

Der britische Streetart-Künstler Banksy, der gerne auch als nächster Andy Warhol gefeiert wird und mit seiner Mischung aus Kommunikationsguerilla und Graffiti-Kunst polarisiert, ist mit Sicherheit jedem von uns ein Begriff. Nach dem 2010 erschienenen Film Exit Through The Gift Shop, gilt die Rettung seiner bekannten „Haight Street Rat" nun als Aufhänger für die neue Dokumentation Saving Banksy. Thematisiert wird die heikle Diskussion über die Legalität, Ethik und Respektlosigkeit, die mit dem kommerziellen Diebstahl illegaler Streetart einhergeht.

Saving Banksy handelt von einem Kunstsammler, der auf eigene Faust das Banksy-Kunstwerk davor bewahren möchte, von den Besitzern des Hauses übermalt zu werden und dabei die Grausamkeit und Gier der modernen Kunstwelt am eigenen Leib erfahren muss. Dabei erzählen uns Urgesteine der Streetart-Szene, wie RISK, Niels Shoe Meulman und Doze Green, was sie davon halten, dass diese Art von Kunst kommerzialisiert wird und immer häufiger einen Platz in Museen oder Häusern privater Kunstsammler findet.

„Es ist keine Kunst, wenn du es nicht für eine Menge Geld verkaufen kannst", heißt es auf der Website des Films und bringt damit die Frage auf den Punkt, die uns schon die ganze Zeit auf der Seele brennt: Warum kann Streetart nicht dort bleiben, wo sie hingehört? Auf die Straßen und direkt ins unsere Herzen, frei zugänglich für jeden und ohne die eigentliche Intentionen der Künstler zu verfremden.

Credits


Text: Juule Kay
Foto: Screenshot von Youtube aus dem Trailer „Saving Banksy"

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