Foto: Screenshot von Vimeo aus dem Video  "The Drums - By Caroline Mackintosh" von Caroline Mackintosh

Dieses Video ist eine Liebeserklärung an unsere Nacktheit

"Die Gesellschaft ermutigt und feiert objektivierte, sexualisierte, halbnackte Frauen und Männer, aber gleichzeitig wird Nacktheit als beschämend und beleidigend angesehen. Ich frage mich, welche Art von Botschaft das an die Leute sendet."

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Dez. 22 2017, 9:00am

Foto: Screenshot von Vimeo aus dem Video  "The Drums - By Caroline Mackintosh" von Caroline Mackintosh

Zwei Frauen laufen nackt durch die Wüste. Sie versprühen pure Freiheit, sind verbunden und doch so weit voneinander entfernt. Der neue Kurzfilm The Drums von Caroline Mackintosh setzt sich in knapp sechs Minuten mit menschlicher Authentizität, dem Körper und der Natur auseinander. Wir folgen den beiden, wie sie auf Berge klettern, tanzen und so wirken, als würden sie eins mit ihrer Umgebung werden. Dazu hören wir Carolines Stimme, wie sie über dem Geschehenen schwebt. So wie auch in ihren anderen persönlichen Projekten will die südafrikanische Fotografin und Filmemacherin mit Drums unseren Bezug zum nackten Körper hinterfragen.

"Die Gesellschaft ermutigt und feiert objektivierte, sexualisierte, halbnackte Frauen und Männer, aber gleichzeitig wird Nacktheit als beschämend und beleidigend angesehen", erklärt sie. "Ich frage mich, welche Art von Botschaft das an die Leute sendet." Sie will in ihrer Arbeit Grenzen aufbrechen und neue Wege erforschen, in denen man verletzlich sein darf und mit seinem wahren Ich verbunden ist. "Die Art und Weise, wie die Gesellschaft uns dazu bringt, über unsere Körper nachzudenken, wirkt sich direkt darauf aus, wie wir uns aufeinander einlassen können und miteinander interagieren. Das ist es, was ich mit The Drums anspreche."

Dabei spielt Nacktsein ein große Rolle. "Für mich ist es am schönsten, nur meine Haut zu tragen, sie ist verletzlich, roh und frei. Wenn wir nackt sind, befinden wir uns in unserem echten, ungehemmten Zustand. Verwundbarkeit ist die schönste Art, sich auszudrücken und mit sich selbst zu verbinden."

Der Entstehungsprozess war dabei ein ganz intuitiver. Bilder, Text und Musik haben sich gleichzeitig entwickelt. "Während ich ein Lied schreibe, kommen mir Bilder in den Sinn, die mich dazu inspirieren, einen Film zu drehen. Weder das Lied noch der Film wurde vor dem jeweils anderen fertiggestellt", erklärt sie. Was dabei herausgekommen ist, kannst du dir nun exklusiv bei uns anschauen:

Credits


Musik: Gerdus Oosthuizen, geschrieben und gesungen von Caroline Mackintosh
Film: Yaara Sumeruk
Drone Footage: Darkwing Aerials
Editor: Caroline Mackintosh

Mit Caroline Mackintosh und Lily Kirsten.