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gucci vereinigt womens- und menswear-shows

Das gab der CEO von Gucci Marco Bizzarri gestern in Versailles bekannt.

von i-D Staff
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05 April 2016, 11:30am

Burberry, Vetements, Tom Ford und jetzt Gucci? Noch im Februar hieß es, dass Kering (der Mutterkonzern von Gucci) am bisherigen Schauenrythmus festhält und das See-now-buy-now-Konzept ablehnt. Eigentümer Francois-Henri Pinault sagte vor über einem Monat, dass dies „den Traum von Luxus negiere." Die Strategie hat sich bisher für den französischen Luxusgüterkonzern ausgezahlt. Die Töchter Gucci und Saint Laurent wachsen momentan besonders stark.

Gestern aber vollzog Gucci Präsident und CEO Marco Bizzarri auf der International Luxury Conference der New York Times in Versailles nun die Kehrtwende und gab bekannt, dass Gucci die Menswear- und Womenswear in einer spektakulären Catwalk-Show gemeinsam präsentieren werde. Über die Gründe sagte der Gucci-Boss: „Zwei separate Schauenkalender aufrechtzuerhalten, ist eher der Tradition als der Praktikabilität geschuldet."

Die erste Show findet 2017 in Guccis neuer Mailänder Zentrale Via Mecenate statt. Für Creative Director Alessandro Michel ergibt die Entscheidung Sinn. Seine Design-Handschrift kennt sowieso keine Trennung zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit.

Die Entscheidung des italienischen Traditionshauses sorgt für eine weitere Stärkung der Menswear-Saison, da immer mehr Labels ihre vorher getrennten Fashionshows nun vereinen. Es wird diesen Juni viele Löcher im Modekalender zu füllen geben. Was die anderen Labels von Kering angeht, steht eine Entscheidung noch aus. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Wir haben uns hier gefragt, was Burberrys Vorstoß für das Modesystem insgesamt bedeutet.

Credits


Text: Felix Petty
Foto: Jason Lloyd Evans