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die grammys 2015: beck, sam smith und jede menge live auftritte

Dreieinhalb Stunden fühlen sich wie eine Ewigkeit an, wenn man Leuten dabei zusieht, wie sie Preise gewinnen. Doch die diesjährige Grammyverleihung bot ein volles Programm an Auftritten (einige unglaublich spannend, andere wenig interessant) und Kopf...

von i-D Staff
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09 Februar 2015, 2:05pm

Photography Nick Dorey, Styling Hanna Kelifa

Die Stars der Grammys 2015 waren Sam Smith, Beck und viele alte Bekannte. Das Fenster in die Vergangenheit öffnete nicht nur der Gastgeber LL Cool J, sondern auch Auftritte und Performances von AC/DC, Prince, Stevie Wonder, ELO und Tony Bennett (zusammen mit Jazz-Neuling Lady Gaga).

Smith räumte mit seiner souligen Goldkehle ab. Er behauptete sich in der Kategorie „Best New Artist" gegen harte Konkurrenz: Haim sind die Industrie-Lieblinge, Bastille hat uns dieses Jahr einen Haufen Ohrwürmer beschert, Iggy Azalea hat die Musikszene im Sturm erobert und Brandy Clark ist anscheinend eine interessante Country-Person. Smith gewann „Best Pop Vocal Album", „Song of the Year" und „Best Record of the Year". Beck gewann für Morning Phase „Best Rock Album" und „Best Album of the Year" weil er immer noch der Coolste ist.

Beyoncé gewann „Best R&B Performance" - keine große Überraschung. Pharrell Williams nahm den Grammy in der Kategorie „Best Solo Pop Performance" für „Happy" mit nach Hause, aber das Outfit seiner Frau stahl ihm die Show. St. Vincent gewann „Best Alternative Album" und Kendrick Lamar für „I" in der Kategorie „Best Rap Performance".

Der Abend war so mit Auftritten befühlt, dass man glatt vergessen könnte, dass es Grammys zu verleihen gab. Madonna bewies ihre überirdische Alterslosigkeit mit einer überzogenen Darbietung von „Living for Love", wobei sie wieder mal das Matador-Motiv, das sie so liebt, auspackte. Der düstere Hozier trällerte „Take Me To Church", einfach nur weil wir es im letzten Jahr noch nicht oft genug gehört haben—er peppte das Ganze allerdings auf, indem er die noch immer grandiose Annie Lennox dazuholte. Pharrell kehrte im Pagenoutfit zurück, um die Wes-Anderson-trifft-die-Mansion-Familie-Version von „Happy" zu spielen. Katy Perry performte ein bewegendes „By the Grace of God", angekündigt von einer Missbrauchsüberlebenden im Grammy-Statement gegen häusliche Gewalt. Kanye spielte „Four Five Seconds" mit Rihanna und diesem von ihm entdeckten aufstrebenden Talent, Paul McCartney, und Smith bewies, dass er die Siege verdient hatte, als er mit Mary J. Blige „Stay With Me" zum Besten gab. „Chandelier" von Sia vereinte ihre einzigartige Stimme mit Maddie Zieglers Tanztalent und Kristen Wiigs komödiantischer Genialität. Schließlich erntete Beyoncé mit himmlischem Gospel Beifallsstürme und John Legend und Common performten das bewegende „Glory" aus dem Film Selma.

Die diesjährige Vielfalt auf der Grammybühne, bei den Auftritten und Nominierungen, gab allen Genres das Gefühl, gefeiert zu werden, und darum sollte es an diesem Abend eigentlich immer gehen. Es war deutlich, wie viel Spaß das Publikum der Top-Stars hatte, und das übertrug sich auf diejenigen unter uns, die ganz unglamourös vom Sofa aus zusahen.

Credits


Text: Courtney Iseman
Foto: Nick Dorey
Styling: Hanna Kelifa