'The Future is Fluid' erforscht die Hoffnungen und Träume der Gen Z

Der Film feierte nicht nur seine Premiere auf dem Sundance Festival, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für Freiheit und Gleichheit.

von Willy Ndatira
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01 Februar 2019, 9:49am

Einen Monat lang reiste sie quer durch die Welt, um dieses Herzensprojekt zu realisieren. Die englische Filmemacherin Jade Jackman hat sich zum Ziel gesetzt, die Gen Z zu porträtieren. Auf der Suche nach spannenden Persönlichkeiten reiste sie nach Kapstadt, London, Singapur, Maryland, Rio De Janeiro, Kanada, Mumbai und die Vereinigten Arabischen Emirate. Gefunden hat sie 13 Teenager und junge Erwachsene, die so unterschiedlich sie auch sein mögen, eines vereint: Ihre Gender-Fluidität.

The Future is Fluid zeigt einen ganz speziellen Augenblick. Einen, der sich universell in unserer Generation widerspiegelt. Auf dem Sundance Festival feierte er gerade erst seine Premiere, doch schlägt schon jetzt Wellen. Er ist in Zusammenarbeit mit Chime for Change entstanden, eine Initiative von Gucci, die erst vor Kurzem auch in Form von Street Art in den Metropolen dieser Welt weitergesponnen wurde. Mit The Future is Fluid ist aber längst nicht das Ende erreicht: in Zukunft sind Zines und Filme geplant, die junge Politikerinnen in Hong Kong und Brasilien unterstützen sollen oder die geschlechtsspezifische Gewalt in Italien thematisieren.

"Jede Person ist gleich geboren", so Alessandro Michele, Creative Director von Gucci, über das Projekt. "Wir alle haben die Macht, unsere Stimme zu nutzen und für das einzustehen, an das wir glauben. Die Furchtlosigkeit dieser Generation gibt mir Hoffnung, dass eine Zukunft voll Freiheit und Gleichheit möglich ist."

Das Thema Fluidität wird nicht nur inhaltlich behandelt, sondern auch in der Art, wie der Film strukturiert ist. The Future is Fluid ist ein Hybrid aus Dokumentation, Musikvideo und Modefilm, in dem Gender und Sexualität diskutiert werden. Mal im Studio, Schlafzimmer oder auf dem Rugby-Feld. Sogar in der Kommunikation spiegelt sich Fluidität wider, sodass die Sprache fließend zwischen Englisch, Portugiesisch und Italienisch wechselt. Es geht um Selbstbestimmung, Toleranz und – vielleicht am allerwichtigsten – Freiheit. Die Freiheit zu lieben, wen du willst. Die Freiheit, dein wahres Ich auszuleben und bedingungslos du selbst zu sein.


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In einer Welt, die zunehmend von Konflikten beherrscht wird, mit Regierungen, die Trennung, Hass und Angst schüren, ist die scheinbar so simple Botschaft der Gen Z umso wichtiger: Es muss nicht so sein. Sie zeigen einen Ausweg. Sie beweisen Mut, wenn es darum geht, sich neuen Möglichkeiten zu öffnen, die das Zusammenleben positiv beeinflussen. Diese Haltung ist häufig mit hohen Kosten verbunden, wie die Geschichte von Gabe beweist. Die 23-jährige Trans-Frau und ihre Freunde wurden Opfer homofeindlicher Gewalt – trotzdem lässt sie sich nicht davon aufhalten ihre "Geschichte weiterhin laut herauszubrüllen", erzählt sie in der Dokumentation.

Fluidität, wie sie von der Generation Z in diesem Kurzfilm gelebt wird, ist eine Philosophie, die inkludiert, statt auszuschließen. Sie steht für Selbsterkenntnis und zeigt, was es heißt, ein Mensch zu sein. Die Botschaft? Liebe, Respekt und Toleranz. Dinge, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollten.

Dieser Artikel stammt ursprünglich von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

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