Foto: Collage via i-D US

5 neue Streetwear-Labels, die du kennen solltest

Steckt darunter vielleicht das nächste Supreme?

von Emily Kirkpatrick
|
12 März 2018, 11:19am

Foto: Collage via i-D US

Das große Verlangen nach Streetwear-Labels wächst mit jeder neuen Saison. An die neusten Supreme-Produkte zu kommen, ist oft schwieriger als an Konzerttickets für Britney Spears. Entweder sitzt man nervös vor dem Laptop und aktualisiert ständig die Website, um dann mitzuerleben, dass sie ständig abstürzt. Oder man steht in einer der unzähligen langen Schlangen vor den Stores und hofft neben all den Camping-Zombies wenigstens dieses Mal zu den Glücklichen zu gehören, die ein Teil ergattern können – wenn auch nicht in der eigenen Größe.


Auch auf i-D: Wir lassen uns das Phänomen Supreme genauer erklären


Der Hype ist mittlerweile so groß, dass es fast unmöglich geworden ist, Supreme-Produkte zu kaufen. Besonders wenn es sich um Kollaborationen mit ähnlich bekannten Modegrößen wie Louis Vuitton handelt. Zwar gilt Supreme immer noch als King of Cool, doch steht eine neue Generation internationaler Streetwear-Labels bereit, um das Supreme-Erbe anzutreten. Diese jungen Designer entwerfen nicht nur Mode, die sich für Instagram eignet, sondern den New Yorkern starke Konkurrenz machen. Wir stellen dir die jungen Labels vor.

Minus Two

Terence Sambo, Fashion Editor vom PAUSE Magazine, hat das Londoner Label Minus Two zwar erst Ende 2017 gegründet, aber innerhalb der kurzen Zeit hat sich bereits eine kleine, aber feine Fangemeinde gebildet. Bisher wurden ausgewählte Capsule Collections mit Preppy-Style-Essentials wie Polo-Shirts, Denim und Pullovern auf den Markt gebracht. Jedes Mal wuchs die Begeisterung. Jedes Teil ist eine subversive Interpretation von Streetwear-Klassikern: Provokative Slogans wie "Lust will bring us together" werden mit religiöser Ikonografie neu interpretiert. Präsentiert werden die Kollektionen in queeren Lookbacks mit harten Kerlen, die einfach abhängen. Das unterstreicht die Message des Labels: Minus Two ist für jedes Kid, das sich wie ein Außenseiter fühlt.

@minustwouk

Doubt

Das französische Label Doubt aus Bordeaux liebt die Außenseiter. Gründer Marine Cuq und Antoine Caillet kombinieren Motorsport und Athleisure-Trends mit Normcore und einer Post-Internet-Ästhetik aus kitschigen Gegensätzen. Mehr noch als die Mode selbst, sind es die Lookbooks und Videos der Franzosen, die den Nerv der Zeit treffen (die Models dürften sicherlich Demna Gvasalias Zustimmung finden). Dass das Label kurz vor dem Durchbruch steht, sieht man allein daran, dass sie das Baron Magazine als ihr erstes Digital Stockist gewinnen konnten.

@doubt_clothing

Holiday

Vielleicht hast du schon mal von Holiday gehört und dich gefragt: Was ist das Geheimnis hinter seinem Erfolg? Vielleicht ist es die Fangemeinde, so eingeschworen wie bei Golf Wang. Das Label gehört Nick Lenzini, Mitglied des bekannten HipHop-Kollektivs Brockhampton aus den USA. Er steckt übrigens auch hinter dem Label Stay Broke. Seine Kollektionen sind ein Mix aus Off-White und Gucci – und natürlich immer streng limitiert.

@holiday.brand

Sputnik 1985

Was kommt dabei heraus, wenn man Vetements und Gosha Rubchinskiy kreuzt? Sputnik 1985. Inspiriert durch die russische Subkultur und turbulenten 90er in Russland findet man kyrillische Slogans wie "Ich werde immer dagegen sein" und "Keine Chance". Den Designern von Sputnik 1985 gelingt es, sich zwar an den neuesten Streetwear-Trends zu orientieren, aber trotzdem etwas ganz Eigenes daraus zu machen. Sie benutzen unerwartete Materialien und subtile Details, die ihre Kreationen eher im Bereich High Fashion verorten lassen.

@sputnik1985

Chapter 5

Vell Beck gehört schon länger zu den Streetstyle-Schätzen. Wer wäre also besser geeignet, ein eigenes Label zu starten, als der Mann, der sowieso schon die angesagtesten Pieces trägt? Genau das macht er mit Chapter 5. Langsam und durchdacht präsentiert er seine eigene Vision von Streetwear. Was ursprünglich als Kollaboration mit Vans begann, wurde nach und nach zu einer eigenen Kollektion – bestehend aus perfekten Faux-Vintage-T-Shirts, Trainingshosen, gestreifte Taschen und Jacken im Military-Style die so viele Taschen haben, dass man gar nicht wirklich weiß, was man alles darin verstecken kann. Zumindest sieht man darin umwerfend aus.

@vellbeck

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der US-Redaktion.

Tagged:
Skateboarding
Designer
Streetwear
supreme
Newcomer
streetstyle