Jordun Love stellt Hairstyles berühmter schwarzer Musiker nach

Von Janet Jackson über Prince bis hin zu Stevie Wonder: So hält das Model seine Legenden in Erinnerung.

von André-Naquian Wheeler; Fotos von Micaiah Carter
|
08 März 2018, 3:23pm

Wenn man an wichtige Momente der afrikanischen Diaspora denkt, fällt einem sofort Martin Luther King Jr. und seine "I Have a Dream"-Rede ein. Aber auch das Cyperpunk-Cover von TLC für ihr Album Fanmail aus dem Jahr 1998. Das liegt daran, dass schwarze Musiker schon immer einen großen Einfluss auf die amerikanische Kultur hatten: von Nina Simone in den 60ern bis Kendrick Lamar. Wir drücken unseren Stolz und unsere Freude durch die Musik aus, die auf Familienfeiern und im Auto gespielt wird – Songs von bekannten Musikern wie Michael Jackson, Grandmaster Flash und Diana Ross.

Das männliche Model Jordun Love hat nun ein sehr persönliches Fotoprojekt veröffentlicht, in dem er Albencover von Janet Jacksons The Velvet Rope, Prince' Album von 1979 und Stevie Wonder Hotter Than July nachgestellt hat. Die Serie zeigt das breite Spektrum schwarzer Identitäten und Kunst.


Auch auf i-D: Wir waren in einem Frisörsalon und haben uns die Bedeutung von Black Hair erklären lassen


Eine Sache ist Jordun in seiner Modelkarriere schon immer wichtig gewesen: Empowerment. "Ich möchte die Schere zwischen der glamourösen Modewelt und der realen schließen und den Menschen etwas zurückgeben", sagt er. Im Gespräch hat uns Jordun mehr über die schwarzen Musiker verraten, die ihm geholfen haben, der Mensch zu werden, der er heute ist.

Prince, 1979

Was hat dich zu diesen Fotografien inspiriert?
Ich habe Prince, Janet, Snoop und Stevie schon immer bewundert. Meine Haare sind meine Stärke, also habe ich sie genutzt, um ihre Looks nachzuahmen. Das Konzept dahinter ist es, die Vielfalt von schwarzen Haaren zu zeigen. Der Fotograf ist ein Freund von mir, Micaiah Carter. Er stand auch bei meinem ersten Shooting hinter der Kamera.

Snoop Dogg

Wie lange hat jeder Look gedauert?
Wir haben den perlenbesetzten Stevie-Wonder-Look um 17:30 Uhr am Nachmittag angefangen und wurden um 2 Uhr nachts fertig. Der Janet-Jackson-Look hat ungefähr eine Stunde gedauert. Wir haben die Spitzen rotgefärbt und den Pferdeschwanz am Kopfansatz toupiert. Der Snoop-Dogg-Look war auch nicht schwer. Und für den Prince-Look haben wir meine Haare einfach ein wenig gekürzt. All die Looks zeigen, wie schnell Haare in unterschiedliche Styles verwandelt werden können.

Stevie Wonder, 1980

Wie stehst du als schwarzer Mann zu deinen Haaren?
Man drückt durch die Haare seine eigene Persönlichkeit aus. Das heißt auch, seine Haare zu pflegen – nicht nur mit den richtigen Pflegeprodukten. Oft denken die Leute, dass Black Hair nur eine Struktur oder nur eine Form haben kann. Mit der Fotoserie wollte ich zeigen, dass unsere Kultur vielseitig sein kann.

Jannet Jackson, 1997

Welche Bedeutung haben die Musiker für dich?
Snopp Dogg hat eine wunderbare Balance zwischen seiner maskulineren und feminineren Seite gefunden. Er hat keine Angst, seine verletzliche Seite zu zeigen. Ich liebe seine Musik schon lange. Stevie Wonders Hotter Than July gehört zu meinen Lieblingsalben. Meine Oma hat ihn mir nähergebracht. Er war ein sehr emotionaler Typ, der mit seiner Musik so viele Menschen berührt hat. Ja, auch sein Song "Happy Birthday!". Janet Jackson ist einfach Janet Jackson. Sie hatte keine Angst davor, ihren eigenen Weg zu gehen und das möchte ich mit meiner Karriere auch. Und was Prince angeht, ich liebe ihn einfach. Ihm war egal, was andere denken. Er wollte einfach nur seine Persönlichkeit ausdrücken. Das liebe ich an ihm: Er hatte keine Angst.

Snopp Dogg

Wie würde dein eigenes Albumcover aussehen?
Mir gefallen Wet-Hair-Styles. Also hätte ich nasses Haar und Wasserspritzer auf dem Cover. Das könnte sogar mein nächstes Projekt werden.

Snopp Dogg
Prince, 1979

Credits


Haare: Jennifer Lord
Make-up: Patrice Pugh

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der US-Redaktion.

Tagged:
PRINCE
Janet Jackson
Black Culture
Stevie Wonder
Fotografie
black hair
Black History Month
jordun love