35 Dinge, die du bei einem i-D Praktikum lernst

Ein Praktikum bei einem Modemagazin kann in Tränen, mit kaputten Koffern und toten Hunden (RIP Tatler Alan) enden, aber manchmal ist es nicht ganz so schlimm wie im Film.

von Georgie Wright
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07 Juli 2015, 8:50am

Von Umtäuschen, die man im strömenden Regen quer durch die Stadt zur besten Rushhour schleppen muss, über Begleiterscheinungen wie Vitamin D-Mangel durch Tage/Nächte/Wochenenden im firmeneigenen Kleiderschrank verursacht bis hin zu krasser Ausbeutung, Praktika im sind ein Minenfeld aus Horrorgeschichten. Glücklicherweise ist es bei i-D anders. Es gibt keine Heerscharen an Praktikanten, das Praktikum ist bezahlt (und nicht nur die üblichen Unkosten) und am wichtigsten: es wird als die Erfahrung behandelt, die ein Praktikum sein soll. Folglich ist diese Liste leicht beeinflusst durch die süße, Prosecco-lastige Zeit, die ich bei i-D hatte. Eine andere Praktikantin woanders wird ohne Zweifel 35 ganz unterschiedliche Tipps haben, die sie während des Praktikums gelernt hat, oder auch nicht. Also betrachte die Liste mit einem Augenzwinkern und im Fall von i-D mit einem Eimer Zucker.


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1. Leute sind nett!
Leider wirst du in den ersten Wochen das Gefühl haben, von Der Teufel trägt Prada-Stereotypen umgeben zu sein, nur um dich dann ständig zu wundern, dass dich Leute tatsächlich fragen, wie es dir geht. Aber du lernst schnell, dass Modemenschen nur das sind: Menschen. Mit funktionierenden Herzen und so.

2. Selbst nett sein!
Klar, du musst deinen Job gut machen. Aber genauso wichtig ist – wenn nicht noch wichtiger – deine Einstellung. Sei mehr als nur jemand, mit dem es sich arbeiten lässt. Sei jemand, mit dem man Schokolade teilt, mit dem man lacht und mit dem Songs man von The Darkness über den Schreibtisch singen kann.

3. Sei manchmal aber nicht nett!
Andernfalls landest du in einer halbstündigen Unterhaltung mit drei der sechs Frankiermaschinenanbieter, von denen du ein Angebot eingeholt hast. Telefonetikette ist wichtig.

4. Fehler machen ist OK!
Das gilt nicht nur, wenn du – rein zufällig natürlich – die falsche Telefonnummer an die anderen drei Frankiermaschinenanbieter weitergegeben hast, und du dir dadurch anderthalb Stunden am Telefon ersparst.

5. Mache Fehler!
Wenn du es nicht lernst, kein Wasser über deine Computertastatur zu kippen, dann wird es noch schlimmer und du verkippst Bier auf dem ganzen Boden vor den i-D Gründern Terry und Tricia …

6. Lerne aus meinen Fehlern!
Siehe weiter oben.

7. Fragen!
Wenn du nicht weißt, wie du etwas machen sollst, frage (siehe #1)! Wenn du nicht weiß, was jemand tut, frage! Wenn du nicht weiß, wie etwas funktioniert, frage! Das Tolle am Praktikanten-Dasein ist, dass keiner von dir erwartet, dass du perfekt über die internen Gepflogenheiten Bescheid weißt. Das ist deine Möglichkeit, hinter die glänzenden Fassaden zu blicken, und sie kennenzulernen.

8. Vergiss niemals: Es gibt Google!
Verschwende nicht die Zeit deiner Chefin mit Fragen danach, wie du die Kaffeemaschine entkalkst. Dafür gibt es eine George Clooney-Nespresso-Kundenhotline.

9. Sage ja und amen zu allem!
Jeder kann, soll und wird dich fragen, ob du Dinge erledigen kannst. Du bist dir für nichts schade. Sage ja. Sage 2Ja, bitte".

10. Sage Danke!
Jeder Job – egal wie klein – ist eine Chance, dich zu beweisen. Also …

11. Gib dein Bestes!
Das ist nicht nur ein Whiteboard, das du beschriftest. Das ist ein Meisterwerk, das die Bürowände auch lange nach deinem Weggang zieren wird. Benutze das verdammte Lineal!

12. Initiative zeigen.
Im Gegensatz zu vielen Mythen besteht ein Praktikum nicht nur aus Admin-Kram und Tee kochen. Größtenteils lassen dich Leute in den Dingen, die dich interessieren, ausprobieren: ob das Schreiben, Assistenzen bei Shootings oder die Auswahl der Partyfood für den nie enden wollenden Strom aus Geburtstagsdrinks ist. Aber dafür musst du Initiative zeigen.

13. Zeit, Zeit, Zeit!
Arbeite ein bisschen länger. Stehe früher auf. Die meisten Kreativbüros sind nicht vor 10 Uhr voll besetzt. Du kannst dir vielleicht keinen frisch gepressten Saft leisten, aber du kannst dir eine zusätzliche Überstunde mit deinem Billig-O-Saft-Budget leisten.

14. Betrinke dich auf der Büroparty!
Mach es einfach. Es gibt keine bessere Teambuilding-Maßnahme als ein büroweiter Hangover.

15. Finde Freunde!
Du bist umgeben von Leuten mit ähnlichen Interessen, mit einem ähnlichen Humor und ähnlichen Denim-Overalls. Sie sind nicht nur Kollegen und Kontakte, sondern auch verdammt coole Leute, mit denen du in Kontakt für viele Pizza / Prosecco / Fro-Yo / Fro-Marg-Verabredungen bleiben willst.

16. Modemenschen essen. Punkt.

17. Viele Süßigkeiten. Punkt.

18. Erledige freiwillig die Jobs, die keiner machen will!
Die Arbeit, für die mir während meines Praktikums am meisten gedankt wurde, war das Saubermachen des übervollen Kühlschranks. Das Leben ist glamourös.

19. Es ist OK, ein Privatleben zu haben!
Man kommt leicht auf den Gedanken, dass man rund um die Uhr arbeiten sollte, um zu zeigen, dass du dich kümmerst; dass du es willst; dass du es liebst; dass du es verdienst, dort zu sein; dass du es liebst und dass sie sich an dich erinnern werden. Aber die Balance ist hier wichtig. Du wirst besser in deinem Job sein, wenn du kein Burnout hast.

20. Lerne aus allem!
Den ganzen Tag transkribieren? Finde heraus, welche Antworten die Interviewer haben wollen. Mehrere Anrufe beantworten? Trainiere, dass du nicht deine Standard-Piepmaus-Stimme zum Beantworten benutzt. Jede ältere Einzelausgabe in Plastikfolie verpacken? Sei dankbar für die interessanteste Geschichtsstunde aller Zeiten.

21. Verstehe einen Witz!
Ein guter Sinn für Humor bringt dich weit.

22. Mache einen Witz!
Ein guter Sinn für Humor bringt dich weit.

23. Finde heraus, wo du sitzen willst!
Und nicht nur neben der Person mit den besten Snacks. Es gibt so viel verschiedene Jobs und Bereiche bei einem Kreativunternehmen. Finde heraus, was du magst und was nicht. Das sind unbezahlbare Erfahrungen, die dir bei deinem nächsten Karriereschritt helfen werden – einen richtigen Job zu finden.

24. Einkaufswägen und Aufzüge sind toll!
Zeitschriften sind schwer. Klamotten sind schwer. Schneckenpost ist nicht so schwer, aber Einkaufswagen machen einfach mehr Spaß.

25. Habe immer eine Packung Tabletten gegen Allergien dabei!
Nach dem Erscheinen einer neuen Ausgabe wird das Büro mit Blumen geflutet. Deine Augen sollen mit den Blumen farblich zusammenpassen – immer weiß.

26. Es gibt eine magische Kiste mit Pressegeschenken, die keiner will. Durchstöbere sie!
Für die einen ist River Island das, was für andere Chanel ist. Schlüsselanhänger! Bücher! Billig-Selbstbräuner, der dich in einen Oompa Loompa verwandeln. Was soll's! Es ist umsonst.

27. Halte die Deadline ein!

28. Auch wenn das bedeutet,

29. kleine, unbedeutende

30. Abkürzungen zu nehmen!

31. Weil Nachrichten auf keinen warten!
Wie du feststellen wirst, nachdem du den ganzen Tag an einem Artikel gearbeitet hast und der dann nicht veröffentlicht wird, weil jemand anderer schneller war. Siehe 5.

32. Zuhören!
Du kannst nur durchs Zuhören so viel Lernen. Wie Leute Geschäfte machen, wie Ideen in die Realität umgesetzt werden und mit wem du zum nächsten Karaokeabend gehen solltest.

33. Keiner trägt Stöckel auf der Arbeit!
Die meisten tragen sie nicht mal auf Partys. Du und dein Fuß auf Stöckeln werden solche Leute für den Rest der Nacht verachten.

34. Mache dich unvergesslich!
Auch wenn das bedeutet, Rebeccas Black "Friday" zu singen und daraus eine Freitags-Gewohnheit zu machen. Also wenn Freitag naht und du längst nicht mehr da bist, dass deine ehemaligen Kollegen darüber sprechen, dass dieser angenehme Sound nicht mehr durchs Büro hallt.

35. Wenn Drake #startedfromthebottom, dann kannst du das auch!

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