"Fuck Boy Investigation" fordert eine neue Interpretation von Männlichkeit

Es ist endlich an der Zeit, Heteronormativität ein Ende zu setzen.

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Sep. 19 2018, 2:38pm

"Ich wurde aufgrund meines Aussehens und meinen Interessen immer missverstanden. Im Tanz- und Theaterunterricht gab es nie wirklich viele andere Männer. Auch in der Schule wollten alle nur Football spielen oder Mädchen küssen. Wenn du dich anders verhalten hast als die Norm, wurdest du sofort ausgeschlossen", erzählt Hernán Kael, Gründer von Fuck Boy Investigation (F.B.I.). Um das zu ändern hat er letztes Jahr gemeinsam mit Stylist Luckas Matias sein bisher persönlichstes Fotoprojekt ins Leben gerufen, um männliche Schönheit herauszufordern und neu zu definieren.


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Zwar hat jedes Editorial ein anderes Thema, trotzdem haben alle eine Sache gemeinsam: Die Grenzen zwischen maskulin und feminin verschwimmen. "Ich reflektiere in ihnen meine eigene lateinamerikanische Herkunft", erklärt Kael. "Ich will keine typischen Mode-Editorials zeigen, sondern neue Gesichter, in denen viel Charakter steckt."

Kaels Fokus liegt vor allem auf der queeren Szene des Landes. "Wir müssen Maskulinität hinterfragen, um uns selbst zu akzeptieren. Dabei ist es wichtig, unsere Herkunft nach außen zu zeigen", erklärt der Gründer von Fuck Boy Investigation. "Ich lasse mich gerne von Widerstand inspirieren. Es gibt keine Ausreden mehr, etwas kulturell und ideologisch zu verändern."

Wir zeigen dir unsere Lieblingsbilder von Fuck Boy Investigation:

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der mexikanischen Redaktion.