Dexter Lander x Mushpit

5 Tipps, wie du deine Instagram-Sucht bewältigst

Anlässlich des Launches von Interiority Complex, einer gemeinsamen Installation des Kult-Zines Mushpit und Melissa Shoes, geben dir deine Lieblings-Kummerkastentanten Bertie Brandes und Char Roberts Rat, wie du dein Social-Media-Verlangen überwindest.

von The Mushpit
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11 August 2017, 9:16am

Dexter Lander x Mushpit

Hier im Hauptsitz von Mushpit kennen wir die Tücken, die damit einhergehen, wenn man sein Leben in Instagram-Stories lebt. Wir mussten beide dem jeweils anderen irgendwann schon mal vorsichtig und mit viel Feingefühl dazu raten, eine kleine Selfie-Pause einzulegen. Wenn die eigenen Bilder zu gewollt sind, ist es manchmal einfach besser, sich für eine gewisse Zeit von seiner Online-Identität zu verabschieden und wieder ein bisschen mehr Zeit in diesem echten Leben zu verbringen. Social Media ist nämlich eine Falle, die hinter einem schwarzen Smartphone-Bildschirm lauert, dich jeglicher Freizeit beraubt und dich mit einem ständigen Gefühl der Angst und Unsicherheit zurücklässt.


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Dein Wohl – Leute, die wir nicht mal kennen – und das unserer Freunde ist uns sehr wichtig. Deswegen haben wir uns entschieden, eine Ausstellung über all diese Themen zu kuratieren. Interioroty Complex ist eine gemeinsame Installation von Mushpit und Melissa, die Arbeiten von verschiedenen Künstlern zeigt, die sich mit dem weiblichen Körper in einem digitalen Raum auseinandergesetzt haben. Hier verraten sie dir anhand von 5 Tipps, wie du deine Instagram-Sucht loswirst.

Natalia Stuyk

1. Lass dein Ladegerät doch einfach mal zuhause liegen…
Wenn du ganz bewusst vergisst, dein Ladegerät in deine Tasche zu packen, wirst du zweimal überlegen, ob du zum Handy greifst – du willst ja nicht riskieren, dass es sich plötzlich ausschaltet. Du musst es also wohl oder übel entweder wegpacken oder auf der Suche nach einer Steckdose oder einem Ladekabel mit anderen Menschen interagieren. Jackpot. Noch besser wäre es natürlich, wenn du dein Handy im Taxi vergisst. Das ist nicht nur total klassisch, sondern tut auch deinem Wohlbefinden unglaublich gut. Wenn dir das schon mal passiert ist, kannst du dir jetzt selbst auf die Schulter klopfen.

2. Entfolge allen...
Promis tun es, warum solltest du es also nicht auch mal versuchen? (<— das ist wohl für so ziemlich jede Lebenslage ein perfektes Motto). Die Menge an Leuten, denen wir uns verpflichtet fühlen, zu folgen, obwohl wir uns wegen ihnen mehrmals am Tag schlecht und wertlos fühlen, ist überwältigend. Wenn du deinem Ex entfolgst, bedeutet es nicht, dass du nie wieder Sex mit ihm haben kannst, sondern nur, dass du ihm nicht dabei zuschauen musst, wie überglücklich er mit seiner neuen Freundin ist.

Elliss Solomon

3. Kalter Entzug ist nicht immer die Lösung…
Für manche Leute (wie mich zum Beispiel) ist die einzige Lösung, um den unaufhörlichen Wellen von Social Media zu entkommen,– die im Inneren meines Schädels toben und mich dazu bringen, alle um mich herum zu hassen (lol) –,mich von heute auf morgen komplett zurückzuziehen. Aber für viele andere ist eine schrittweise Entwöhnung viel wirksamer. Sie löschen zum Beispiel die App für einen Tag. Mach es so, wie es für dich am sinnvollsten ist, und fühl dich nach zwei Drinks nicht sofort schuldig, wenn du nicht aufhören kannst, an den App Store zu denken.

4. Zeichne dich selbst...
Klingt komisch, ist es aber nicht. Die Fotos, die du jeden Tag von dir selbst machst, sind im Grunde nichts anderes als eine der vielen Versionen von deinem wundervollen Ich. Lass nicht die Handykamera darüber entscheiden, wer du bist oder wie du aussiehst. Besorg dir lieber ein paar Buntstifte und mal dein Gesicht auf ein Stück Papier. Mach dann ein Foto davon und teile es auf Instagram. OK, das war ein Scherz. Oder sagen wir ein halber… du verstehst schon, was ich dir damit sagen will, oder?

Hannah Perry

5. Lenk dich ab...
Geh zum Beispiel in eine gute Ausstellung.

Liebste Grüße xox

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