der #blacklivesmatter-protest am hermannplatz

Letzte Woche übernahm die Black-Lives-Matters-Bewegung den Hermannplatz im Berliner Neukölln. Wir waren vor Ort und haben die Demonstranten gefragt, warum sie hier sind, wie sie mit Rassismus im Alltag umgehen und wie wir etwas ändern können.

von Alexandra Bondi de Antoni
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26 Juli 2016, 11:15am

Ayebatonye, 25, aus Sydney & Dean, 22, aus den Niederlanden

Warum seid ihr heute hier?
Ayebatonye: Ich bin hier, um die Sache zu unterstützen, da Black Lives Matter wichtig ist! Schwarze Menschen werden auf der ganzen Welt strafrechtlich verfolgt und erfahren dabei institutionalisierten Rassismus, der einzig und allein auf ihrer Hautfarbe basiert, das ist echt scheiße! Es ist so lächerlich, dass Menschen verhaftet oder verurteilt werden oder gar sterben müssen und das nur, weil sie als Schwarze auf die Welt gekommen sind.
Dean: Ich bin hier, um meine Unterstützung gegenüber der Black Community zu zeigen. Als eine Person, die selbst einer Minderheit angehört—besonders als weiße Person—ist es wichtig, seine Meinung zu äußern und zwar auch über Dinge, die dich nicht unbedingt direkt betreffen. Am Ende des Tages sitzen wir alle im gleichen Boot und wollen als gleichberechtigt gesehen und behandelt werden.

Was ist eure Botschaft an die Black-Lives-Matter-Aktivisten in den USA?
Ayebatonye: Ich würde meinen Brüdern und Schwestern gerne sagen, dass sie mit dem, was sie machen, weitermachen sollen: Eine vereinte Front aufrechterhalten und niemals zur Gewalt umschwingen. Obwohl sie unsere Leute umbringen, löst Gewalt weder irgendetwas, noch hilft sie uns in diesem Fall. Alles, was wir tun können, ist friedlich zu protestieren und zu hoffen, dass wir gehört werden. Hoffentlich können wir es vermeiden, dass noch mehr Menschen leiden müssen und sich endlich die Dinge ändern werden.
Dean: Lass dich nicht verteufeln oder mundtot machen! Die Arbeit, die sie in die Bewegung stecken, ist sehr ehrwürdig und ich hoffe, dass den Leuten die Augen geöffnet werden und sie sich an Unterhaltungen darüber beteiligen aufgrund dessen, was die BLM-Aktivisten tun.

Wie können wir es schaffen, noch mehr Bewusstsein für die Black-Lives-Matter-Bewegung zu schaffen?
Ayebatonye: Black Lives Matter ist sehr wichtig, weil es der Ungerechtigkeit gegenüber schwarzer Menschen Gehör verschafft. Es hilft außerdem zu erkennen, dass sie nicht alleine sind.
Dean: Indem wir unsere Meinung äußern, zusammenkommen und uns zusammenschließen.

Warum ist Black Lives Matter so wichtig?
Ayebatonye: Wir können mehr Bewusstsein erlangen, indem wir uns darüber unterhalten, durch Social Media und durch mehr Protest. Es geht in erster Linie darum, Dinge auf eine friedliche Art und Weise zu tun. Sobald es gewalttätig wird, verschiebt sich die Schuldauffassung wieder—und Schwarze werden leider als die vermeintlich Schlechten wahrgenommen.
Dean: Für eine sehr lange Zeit wurden die Probleme Schwarzer ignoriert. Manche Leute scheinen zu denken, dass wir in einer aufgeklärten Gesellschaft leben, aber Rassismus ist immer noch sehr präsent. Es ist ein System der Vorherrschaft, welches den meisten nicht bewusst ist oder es nicht zugeben wollen.

Wie begegnet dir Rassismus im Alltag? Gibt es konkrete Situationen, in denen du dich diskriminiert fühlst?
Ayebatonye: Da ich in einer überwiegend weißen Region Sydneys aufgewachsen bin, habe ich bereits eine absurde Zahl an Rassismus erlebt. Um ehrlich zu sein, habe ich es jetzt hier in Berlin nicht so sehr erfahren. Eine Sache, die mir in Erinnerung geblieben ist, war dieser Kerl, der sich vor mir auf der Straße hinkniete und anfing „The circle of life" von Lion King zu singen—und das ziemlich schlecht. Was mir auch schon öfter passiert ist: Dass Menschen ihre Taschen von mir wegdrehen oder mich einfach nicht bedienen, aber das war eher im Westen Berlins und dort gehe ich nicht so oft hin.

Hast du eine Botschaft an die deutsche Regierung? Was muss sich in Deutschland ändern?
Ayebatonye: Es geht einzig und allein um Bildung. Ich glaube fest daran, dass Bildung ein wichtiger Weg ist, um Verständnis zu schaffen. Meine Botschaft an die Deutsche Regierung wäre daher, das rassistische Profiling zu unterlassen! Es ist echt nicht cool und genau damit kreiert man negative Situationen. Zum Beispiel die Kerle, die in Parks Dinge verkaufen … Ich frage mich immer, ob der Deutschen Regierung mal eingefallen wäre, dass sie das vielleicht tun, weil sie keine Arbeit finden und es deshalb tun müssen. Natürlich kann man das jetzt so nicht über einen Kamm scheren, aber afrikanische Männer werden in Berlin gerne als Kriminelle angesehen.

Olive, 24, Berlin über Washington

Warum bist du heute hier?
Ich bin hier, um meine Unterstützung zu zeigen und zusammenzustehen, um gegen die rassistische Ungerechtigkeit zu kämpfen, die nicht nur in Amerika, sondern auf der ganzen Welt existiert.

Was ist deine Botschaft an die Black-Lives-Matter-Aktivisten in den USA?
Ich möchte, dass die sie wissen, dass ich—und viele andere in Berlin oder generell in Deutschland—sehr stark zu ihnen halten und stehen. Weil rassenbedingte Ungleichheit weiterhin ansteigt, werden wir weiterlaufen bis wir gehört werden. Wir sind nicht hier, um für Black Power zu kämpfen, wie viele vielleicht annehmen. Wir sind hier, um dafür zu stehen, an was wir glauben und um gegen das Amtsvergehen des amerikanischen Rechtssystems zu handeln.

Wie können wir es schaffen, noch mehr Bewusstsein für die Black-Lives-Matter-Bewegung zu schaffen?
Wir sollten in Berlin ein starkes Zeichen für die Bewegung setzen, genauso wie sie es in London getan haben. Ich glaube fest daran, dass es sich hier um eine Thematik handelt, für die wir jede Woche auf die Straßen gehen sollten. Ich hätte niemals gedacht, dass es im Jahr 2016 immer noch Thema sein würde, was eigentlich das Traurigste daran ist.

Warum ist Black Lives Matter so wichtig?
Es ist eine Bewegung, die dazu da ist, die Menschen wachzurütteln! Es geht darum, dass diese Thematik nicht mehr ignoriert werden darf, sondern uns alle betrifft und daher auch thematisiert werden muss! Es ist also wichtig, dass der institutionalisierte Rassismus endlich ein Ende nimmt!

Wie begegnet dir Rassismus im Alltag?
Ich glaube, ich kann mich wohl glücklich schätzen, dass ich nur leichte oder unbedeutende rassistische Begegnungen in meinem Leben hatte. Die Welt ist übersät mit ignoranten Menschen, was es relativ schwer macht solchen Dingen aus dem Weg zu gehen.

Jermain, 31, Deutsch-Jamaikaner aus Berlin

Warum bist du heute hier?
Ich bin hier, um mich solidarisch mit den Opfern von Rassismus und Polizeigewalt in den USA zu zeigen, aber auch um auf die rassistischen Strukturen und die vorherrschenden Probleme für schwarze Menschen in Deutschland aufmerksam zu machen.

Was ist deine Botschaft an die Black-Lives-Matter Aktivisten in den USA?
Meine Botschaft ist, dass sie sich in ihrem Kampf nicht allein sehen sollen. Es mögen uns zwar Ozeane trennen, aber man kann die immer größer werdende Entwicklung der Black-Lives-Matter-Bewegung auch über die Grenzen der USA hinaus erkennen. Ich denke, dass die heutige digitale Vernetzung eine große Chance bietet, Massen zu mobilisieren und Leute auf die vorherrschenden Probleme aufmerksam zu machen.

Wie können wir es schaffen, noch mehr Bewusstsein für die Black-Lives-Matter-Bewegung zu schaffen?
Wenn sich noch mehr weiße Leute solidarisch zeigen und sich ihrer weißen Privilegien bewusst werden, kann die Bewegung noch größer werden und Dinge bewegen. Für weiße Leute geht es aber vor allem darum, sich zu engagieren, zuzuhören, sich zurückzunehmen und dadurch ihre Solidarität zu zeigen.

Warum ist Black Lives Matter so wichtig?
Ich denke, Black Lives Matter ist wichtig, weil es den Leuten auch in Deutschland eine Plattform bietet, um auf die Probleme schwarzer Menschen aufmerksam zu machen. Diese Gemeinschaft macht stark. Stärke, die man braucht, denn Rassismus kann einem jederzeit und überall widerfahren.

Wie begegnet dir Rassismus im Alltag? Gibt es konkrete Situationen, in denen du dich diskriminiert fühlst?
Meist ist es der subtile Rassismus, der mir widerfährt. Glücklicherweise wurde ich noch nie körperlich angegangen. Aber man kann im Alltag ganz deutlich spüren, wenn man nur auf Grund seiner Hautfarbe anders behandelt wird. Wenn einem mit Vorurteilen begegnet wird oder wenn man sofort in eine Schublade gesteckt wird. Diese Dinge sind oft von der anderen Person nicht so gemeint, nur ein Spaß, denn in Deutschland will ja niemand rassistisch sein, aber es ist einfach Fakt, dass die weiße Mehrheitsgesellschaft sich nicht in der Position sehen sollte, zu beurteilen, ob das Gesagte, für das Gegenüber schlimm oder verletzend ist. Diese kleinen Situationen sind meist wie kleine Nadelstiche, die auf Dauer zu einer großen Wunde werden und damit muss man, vor allem als junger Mensch, auch erstmal umgehen lernen.

Hast du eine Botschaft an die deutsche Regierung? Was muss sich in Deutschland ändern?
Rassismus findet nicht nur im Alltag statt. Rassismus ist auch institutionell. Deshalb brauchen wir mehr schwarze Menschen und People of Color in Institutionen. Wenn das geschieht, könnte ein großer Schritt gemacht werden. Doch bis dahin scheint es noch ein weiter Weg.

Foto: Sam Jarou

Lee, Amsterdam 

Warum bist du heute hier?
Um denjenigen meine Unterstützung zu zeigen, denen gesagt wird, dass ihr Leben nicht wichtig sei. Ich mache lieber andere Dinge in meiner Freizeit, aber das ist traurigerweise das, was gerade erforderlich ist.

Was ist deine Botschaft an die Black-Lives-Matter-Aktivisten in den USA?
Danke, ich fühle und bin mit euch! Nur weiter so, macht weiter so, aber friedlich!

Warum ist Black Lives Matter so wichtig?
Eurozentrischer Rassismus ist allgegenwärtig. Obwohl Videomaterial existiert, in dem immer wieder unbewaffnete schwarze Männer von der Polizei getötet werden, gibt es immer noch Menschen, die Wege finden, die Schuld bei den Opfern zu sehen und strukturellen Rassismus zu leugnen. Menschen können aus keinerlei Grund und ohne jegliche Konsequenzen getötet werden und Menschen, die dagegen protestieren, werden verurteilt. Das ist der Grund, warum BLM so wichtig ist. Die Leute haben einfach genug und wurden von den erst kürzlich stattgefundenen, schrecklichen Geschehnissen in den USA und in Europa zu diesem Impuls bewegt. Es scheint, als würden mehr und mehr Menschen für diese Angelegenheiten und Probleme ihre Stimme erheben!

Wie können wir es schaffen, noch mehr Bewusstsein für die Black-Lives-Matter-Bewegung zu schaffen?
Es ist an der Zeit, dass weiße Menschen, die Black Lives Matter verstehen, mit anderen weißen Menschen über dessen Wichtigkeit reden. Am Ende des Tages ist es wirklich eine Schande, dass ich so etwas wie BLACK LIVES (nicht nur) MATTER im Jahr 2016 sagen muss und Leuten erklären muss, wie Rassismus aussieht. Auch wenn ich nahezu täglich von Rassismus betroffen bin, ist Rassismus nicht das Problem für mich. Ich habe kein Problem, es sind die anderen, die Probleme haben.Viele weiße Menschen haben mir erzählt, dass Rassismus heutzutage nicht mehr existiert: Das ist zum Lachen und Weinen zugleich. Mach dich vertraut mit den Ausdrücken „white fragility", „white privilege", „whitesplaining" und „victim blaming" und versuche sie wirklich zu verstehen. Spreche mit anderen Weißen darüber. Mach' die Situation unbequem, nur so kann es besser werden.

Wie begegnet dir Rassismus im Alltag? Gibt es konkrete Situationen, in denen du dich diskriminiert fühlst?
In größeren, internationalen Städten ist der Alltags-Rassismus nicht so direkt wie in ländlichen Gebieten, aber manchmal bevorzuge ich lieber den offensichtlichen Rassismus über den verdeckten: Wenigstens weißt du dann, woran du bist! Berlin oder Amsterdam sind Blasen, in denen ich mein Leben leben kann. Und dann passiert wieder etwas und ich decke: „Ja, du lebst immer noch in einer Welt, in der du als andersartig oder weniger wert gesehen wirst von manchen Menschen, aber auch, wo du toleriert wirst."
Beispiele für Rassismus, den ich selbst erlebt habe, gibt es einige: Allgemein wirst du immer herausgegriffen, ob positiv oder negativ. Ich werde versehentlich für Personal in Geschäften gehalten (nicht so schlecht), aber mir wurde auch schon in Geschäften überallhin gefolgt (ziemlich schlecht). Wenn ich den Zug von meiner Heimatstadt Amsterdam zurück nach Berlin nehme, bin ich der Einzige, der voll bepackt gefragt wird, sich auszuweisen und das jedes Mal! Wenn ich irgendwo außerhalb Europas hinfliege, werde ich immer für einen Routine Check aus der Schlange gezogen und das jedes Mal! Leute, die versuchen, gangsta mit mir zu sprechen oder versuchen mir einen coolen Handschlag zu geben oder Leute, die mich nach Drogen fragen—kommt alles regelmäßig vor.

Hast du eine Botschaft an die deutsche Regierung? Was muss sich in Deutschland ändern?
Mir müssen von diesen Stereotypen kommen. Es fängt damit an, dass wir uns bewusst darüber werden, wie das Benutzen diese Stereotypen Ansichten aufrecht erhält, einschränkt und letzten Endes auch kaputtmacht. Wir brauchen mehr multikulturelle Menschen in Machtpositionen. Außerdem sollte mehr getan werden, um People of Colour mehr mit einzubeziehen. Aber um wirklich ehrlich zu sein, weiß ich zu wenig über die Deutsche Regierung, ich verfolge die Politik hier nicht so sehr.

@LeeStuart

Peer, 19, Berlin

Warum bist du heute hier?
Ich bin vor allem heute hier, um zu zeigen, dass die Art und Weise wie People of Colour immer noch und gerade jetzt rassistisch und unverhältnismäßig behandelt werden. Unter anderem auch von staatlichen Behörden, was eine Schande ist. Eine Schande für die ach so theoretisch politisierte Gesellschaft, wie auch für die Menschlichkeit im Allgemeinen.

Was ist deine Botschaft an die Black-Live-Matter-Aktivisten in den USA?
Dankeschön. Ganz persönlich bin ich dankbar dafür, dass ihr mich aufgeweckt habt und meinen Blick aus meiner Alltagsblase gelöst habt, um für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Wie können wir es schaffen, noch mehr Bewusstsein für die Black-Lives-Matter-Bewegung zu schaffen?
Ich habe selbst immer wieder Fragen bzw. bin nicht über alle Situationen im Bilde. Fragt und informiert euch. Unterschiedlichste Black-Lives-Matter-Organisationen informieren regelmäßig in ihren Blogs, Websites, Sozialen Medien über aktuelle Geschehnisse, Rechtslagen und persönliche Geschichten. Hört den Menschen zu, die etwas zu sagen haben. Gerade, wenn man an einer Black-Lives-Matter-Demo teilnimmt, bekommt man die Chance geboten, über vieles nachzudenken und sich tiefergehend damit zu beschäftigen.

Warum ist Black Lives Matter so wichtig? 
Ich selbst bewege mich in meinem Alltag in einer Blase. Ich bin in einem eher Links orientierten Hausprojekt aufgewachsen mit einer starken Queer-Repräsentanz und Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen. Die Menschen, mit denen ich mich umgebe, denken und kämpfen für ähnliche Ideale wie ich. Erst wenn ich diese Blase verlasse, werde ich mit einem Schlag daran erinnert, dass ich schwarz bin. Eine Tatsache, die normalerweise keinerlei Wichtigkeit in meinem Umgang mit Menschen hat. Aber immer wieder werde ich daran erinnert anders zu sein. Sei es nun, weil ich eine andere Hautfarbe habe oder nicht heterosexuell bin. Egal. Und das ist so traurig. Ein Nicht-Wissen, welches zu Angst führen kann, welche zu Hass führen kann, ist gefährlich. Die auf zahlreichen Ismen basierte Ungerechtigkeit, welche wir nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt erleben, muss gestoppt werden. Aus einer unbekümmerten und beschützten Kindheit, im Jugendalter aufzuwachen und festzustellen, in welchen rassistischen Missständen, von auf Phänotype bezogenen Maßstäben man aufgewachsen ist, und zu der Erkenntnis zu gelangen, dass diese Zustände für manche Menschen bereits im Kindesalter zur Realität gehören, tut weh. Es tut weh, wenn man sich dabei alleine fühlt. #BlackLivesMatter ist wichtig, weil wir nicht alleine sind. Wir sind viele und noch mehr. An so vielen Orten der Welt. Eine gute Freundin hat während der Demonstration mehrmals wiederholt, was für eine heilende Wirkung der Marsch hat. Heilend. Heilend, weil etwas geheilt werden muss. Der Schmerz über die kürzlich passierten Morde in den USA, aber auch der Schmerz über die Ungerechtigkeit, mit der People of Colour aufgrund ihrer Hautfarbe Tag täglich konfrontiert sind. 

Credits


Text: Alexandra Bondi de Antoni 

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