bei „time to fill up the glass“ zeigen die österreicher, was sie drauf haben

Gallery Weekend Berlin: Heute eröffnet die Ausstellung „Time To Fill Up The Glass“ in der Galerie Crone in Berlin. Acht junge, österreichische Künstler präsentieren ihre Arbeiten. Wir haben einigen vorab ein paar Fragen gestellt.

von Alexandra Bondi de Antoni
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30 April 2015, 5:35am

Das Berlin Gallery Weekend steht vor der Tür. Wir haben euch schon in unseren Guides zu den Ausstellungen, die ihr nicht verpassen solltet (hier und hier), hoffentlich einen kleinen Überblick verschaffen können. Nun schauen wir auf unsere Nachbarn - die Österreicher -, die in einer Gruppenausstellung das Beste vom Besten aus dem Alpenstaat in die deutsche Hauptstadt bringen. Heute eröffnet die Ausstellung Time To Fill Up The Glass in der Galerie Crone. Die Ösis sind bekannt dafür, besonders trinkfest zu sein, deshalb halten wir den Namen für äußerst passend, können jedoch nicht dafür garantieren, dass diese Assoziation gewollt ist. 

Gezeigt werden Arbeiten von Adrian Buschmann, Michael Fanta, Hanna Putz, Rosa Rendl, Alex Ruthner, Lilli Thießen, Anne Cathrin Ulikowski und Marcin Zarzek. Vorab haben uns einige der ausstellenden Künstler ein paar Fragen beantwortet. 

Hanna Putz, 27

Meine Arbeit steht für…
Die wichtigsten Schritte meiner Karriere.

Die wichtigste Schritte meiner Karriere sind ...
Arbeit. Arbeit. Arbeit.

Wann ist es an der Zeit, das Glas aufzufüllen?
Ich frage das Glas, es wird schließlich leer gemacht.

Wer sind deiner Meinung nach die spannendsten, jungen Künstler, die man kennen sollte?
Die sieben KünstlerInnen, mit denen ich jetzt ausstellen darf. Christian Falsnaes, Anna Sophie Berger, Nino Sakandelidze, Dennis Typhus&Mima Schwan, Martin Grandits, Stefanie Sargnagel, Clara Bahlsen, Ulrike Theusner und alle spannenden, jungen Künstler-Freunde, die ich vergessen habe.

Irgendwas, was noch gesagt werden muss?
Etwas sagen ist gut, müssen sollte man allerdings nichts (Alle müssen gegen TTIP sein und einem Flüchtling ein Zimmer in Ihrer WG geben).

@hannaputz

Cathrin Ulikowski, 34

Meine Arbeit steht für...
Fan-Art und den Konsum von Filmen und Comics. Distanz und fantastische Einsamkeit - für alle gemeinsam.

Die wichtigsten Schritte in meiner Karriere waren ...
Man sollte es wohl eher Schritte in meinem Leben nennen, und da lassen sich am leichtesten mein Umzug nach Berlin, Wien und wieder zurück nach Hamburg nennen, kurze Aufenthalte in Italien und Polen und alles, was damit zusammenhängt. Nicht alles war richtig, aber bestimmt wichtig - Abwechslung, andere Menschen, FreundInnen.

Wann ist es an der Zeit, das Glas aufzufüllen?
Ich fülle es oft auf, wenn es noch halb voll ist. Ich trinke langsam und habe gerne etwas für später. Manchmal sollte es aber erst ganz leer sein, damit das Alte nicht ewig gestreckt wird.

Wer sind deiner Meinung nach die spannendsten Künstler, die man sich merken sollte?
Schaut euch bei CALL um und merkt euch meine Lieblingskünstlerinnen Claudia Zweifel und Anna Steinert!

Irgendwas, was noch gesagt werden muss?
Die Welt ist in einem schlechten Zustand. Deutschland ist es auch. Wir schauen uns um und sehen nur, dass es uns schlecht geht. Schuld geben wir jenen, denen es noch schlechter geht. Scheinbar braucht es eine neue Aufklärung, um den Bauernfängern der AfD und der Bild zuvorzukommen. Ein Anfang wäre, im großen Stil Studienplätze der BWL zugunsten der Geisteswissenschaften zu streichen. Es besteht wenig Hoffnung, wenn nur noch gelehrt wird, sich um jeden Preis gegen andere durchzusetzen. Und: Gebt mehr Trinkgeld!

Marcin Zarzeka, 30

Meine Arbeit steht für...
Geschichte und Architektur. 

Die wichtigsten Schritte in meiner Karriere waren...
Ich glaube, dass ich noch nicht alt genug bin, um diese Frage zu beantworten. 

Wann ist es an der Zeit, das Glas aufzufüllen?
Das muss der Kurator entscheiden. :) 

Wer sind deiner Meinung nach die spannendsten Künstler, die man sich merken sollte?
Da gibt es so viele, die gut sind. Ich verfolge seit Jahren Marc Camille Chaimowicz und Richard Tuttle.

Irgendwas, was noch gesagt werden muss?
Ein alter, französischer Schriftsteller sagte einmal: „Eine schwätzende Zunge beißt sich selbst!" Kommt und schaut euch die Show an! 

@marcinzarzeka

Time to Fill up the Glass, Crone, Rudi-Dutschke-Straße 26, 10969 Berlin, Vernissage 30. April ab 19 Uhr 

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