Zueira Mizrahi Angels und ihre Crew erzählen, was du über Voguing wissen solltest

Anlässlich des ersten Vogue Balls in der Geschichte des Melt Festivals stellen wir dir die Menschen vor, die die deutsche Szene prägen.

von Juule Kay
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16 Juli 2019, 9:55am

Fotos: Agatha Powa

Voguing ist vermutlich vielen ein Begriff. Da wäre Madonnas Klassiker "Vogue", die Dokumentation Paris Is Burning, aber auch die Netflix-Serie Pose. Der Tanz ist ein Teil der New Yorker Ballroom-Szene, die von der Schwarzen und Latinx LGBT-Community in den 70ern gegründet wurde, um der Marginalisierung durch die weiße, heteronormative Gesellschaft zu entfliehen. In sogenannten Houses bildeten die Ballroom Kids Ersatzfamilien und lebten teilweise sogar zusammen.

Über die Jahre wurde Ballroom und vor allem Voguing zu einem globalen Phänomen, das Menschen aus aller Welt begeistert. Sei es die Faszination für die extremen Bewegungen der Voguer*innen oder das Gefühl von Zusammengehörigkeit, das selbst auf das Publikum überschwappt. Hier sind nicht nur Queers willkommen, auch Hetero-Frauen und alle anderen – solange sie der Szene mit Respekt entgegentreten.

"Ursprünglich waren es schwule und trans People of Colour, die diese Welt, diesen Safe Space für sich kreiert haben", erklärt Andra Wöllert aka Zueira Mizrahi Angels, die bereits zum zweiten Mal in Folge mit dem Award als Germany's Finest geehrt wurde. Zu Recht, schließlich hat sie in Deutschland die Verantwortung für gleich zwei Houses: das Kiki House of Angels und das Iconic House of Mizrahi aus New York.

Nicht nur das. Zueira hostet den ersten Vogue Ball in der Geschichte des Melt Festivals, den du auf keinen Fall verpassen solltest. Der perfekte Anlass, um die Ballroom Kids aus ihrer Crew – und sie selbst – ein bisschen genauer kennenzulernen ...

Andra Kiki House of Angels
Foto: Agatha Powa

Andra aka Zueira Mizrahi Angels, 33, German Mother Kiki House of Angels und German Parent Iconic House of Mizrahi

Was ist das Schönste daran, Mother zu sein?
Dass du siehst, wie jemand neben und mit einem wächst. Jemanden zu formen als Performer, aber auch – weil viele fast zehn Jahre jünger sind – als Menschen. Es ist tatsächlich ein Mutti-Feeling.

Woher kam deine Faszination für Voguing?
Ich bin als Tänzerin an Voguing gestoßen und fand die Ästhetik sehr einzigartig und so fern von dem, was ich vorher gemacht habe. Im Laufe des Ausprobierens habe ich meine Kategorien gefunden: Sex Siren und Body. Sie sind sehr sinnlich, sehr nackt. Ich habe schnell gemerkt, dass ich mir darüber meine eigene Sexyness zurück aneignen kann. Dass sie mir nicht mehr von außen aufgedrückt wird, vor allem von Männern im Alltag. Dass ich selbst bestimmen kann, die Überfrau und hyper-feminin zu sein – und damit als Performance, als Charakter zu spielen.

Zum Glück haben im Ballroom auch cis-Frauen ihren Platz, weil es eine inklusive Kultur ist. Hier geht es nicht ums Flirten oder Anmachen. Du kannst du dich als Frau völlig ausleben. Gleichzeitig spürt man aber auch die männliche Energie und ist nicht nur unter Females. Hier gibt es keinen Raum für Sexismus, Rassismus, Queer-, Trans- und Homofeindlichkeit.

Was sollten alle übers Voguing wissen?
Ursprünglich waren es schwule und trans People of Colour, die diese Welt, diesen Safe Space für sich kreiert haben. Jeder sollte sich eine gesunde Portion Respekt für diese Kultur mitnehmen, die nicht in Deutschland und nicht von hetero cis-Frauen – wie ich es eine bin – geboren wurde. Schau zu, lerne und hol dein most opulent fierce self aus dir heraus. Alle sind grundsätzlich willkommen im Ballroom, solange sie diesen Respekt mitbringen.

Was können wir von deinem Stainless Steel Ball auf dem Melt Festival erwarten?
Dass wir wundervolle, schöne Menschen in vielen glänzenden Metallic-Looks sehen werden, die in vielen verschiedenen Kategorien gegeneinander antreten wie zum Beispiel Face – hier geht es darum, die Struktur beziehungsweise die Schönheit des Gesichts zu zeigen. Ich habe aber auch ein paar Fun-Kategorien eingebaut wie Shake that ass. Wir feiern Queerness, Femininität, vor allem alle, die zur LGBTI-Community gehören. Da es ein Wettbewerb und nichts choreographiert ist, kann viel passieren. Es wird ein fucking Fest, also kommt rum!

@zueira_miza

christopher-kiki-house-of-angels-berlin
Foto: Agatha Powa

Christopher, 26, aka Christopher Angels Melody

Was bedeutet Community für dich?
Familie, sich wohl und sicher zu fühlen. Oft fühle ich mich wegen meiner Hautfarbe und meiner Sexualität nicht sicher in der Gesellschaft – wenn ich zum Beispiel mit einem Mann Händchen halte und dafür belästigt werde. Das macht mich nicht nur ziemlich traurig, sondern überrascht mich auch in einer so entwickelten, westlichen Metropole wie Berlin. Community bedeutet deswegen für mich, diesen Support und dieses Netzwerk zu haben, in dem du wirklich du selbst sein kannst ohne Angst oder Blicke von der Gesellschaft.

Berlin wird oft nachgesagt, das queere Mekka zu sein. Was hältst du von dieser Aussage?
Es ist definitiv das queere Mekka, deswegen bin ich auch hierher gezogen. Berlin war die erste Stadt mit einem queeren Verbund, sie hatte schon immer diese Seite – trotzdem sind wir immer noch in der Minderheit. Und die Minderheit wird eben von der Mehrheit unterdrückt. So ist es leider, auch wenn es weniger ist als in anderen Städten.

Welche Kategorie läufst du besonders gerne?
Ich laufe hauptsächlich New Way, weil ich die Ästhetik und die Idee wunderschön finde, dass der Körper in unmögliche Positionen geht. Ich habe einen schwarzen, queeren Körper und mir wurde immer gesagt "Du kannst nicht tanzen, du hast nicht den typischen Ballettkörper". Im Voguing und New Way kann ich mich ausleben, kann sein, wer immer ich sein möchte – und das Unmögliche möglich machen. Das ist sehr empowering für mich!

Findest du es gut, dass Voguing durch Serien wie Pose in den Mainstream gelangt?
Ich finde es eigentlich gut. Viele von den Darsteller*innen sind queere Menschen, die Teil der Szene sind. Heißt, es wird von Leuten in der Community gemacht und nicht von jemandem außerhalb. Ich habe so viele trans-Freunde, die noch nie eine Show gesehen haben, in der ihre Leben positiv dargestellt werden. Sonst sind sie immer in der Opferrolle, doch hier sieht man, dass sie Menschen sind, die ein normales Leben haben wollen, lieben wollen und stark sind.

@christopher.saintlaurent

david kiki house of angels berlin
Foto: Agatha Powa

David, 26 aka David Angels

Wann fühlst du dich besonders frei?
Wenn ich auf der Bühne bin und meine Kategorie aufgerufen wird. Es ist mein Moment, zu zeigen, wer ich bin und was ich kann. Ich laufe All American Runway, Pretty Boy Realness, Old Way und Twister. Schon relativ viele.

Wie bist du zum ersten Mal in Kontakt mit Voguing gekommen?
Ich habe mit House Dance angefangen und es gab dieses Event in Amerika, House Dance International, mit Voguing als Kategorie. Irgendwann bin ich einfach mal aus Spaß mitgelaufen. Und ab diesem Zeitpunkt habe ich angefangen, mich mehr damit zu befassen.

Was findest du so faszinierend daran?
Dass alle einzigartig sind und so frei sein können, wie sie möchten. Und dass du sehr viel Spaß haben kannst. Du feierst dich selbst, wenn alle zusammenkommen – das passiert eigentlich nicht so häufig.

Was bedeutet Community für dich?
Zusammenhalt. Vertrauen. Durch Höhen und Tiefen gehen. Und auch über Dinge zu reden, die vielleicht nicht so angenehm sind.

@davidxmilan

celine kiki house of angels
Foto: Agatha Powa

Celine, 24, aka Celeesi Angels

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der gerade anfängt, sich für Voguing zu interessieren?
Auf gar keinen Fall faul sein. Man muss mit viel Respekt an die Sache rangehen, sich wirklich informieren. Voguing ist mehr eine Sprache, eine Kultur als ein Tanzstil, den man einfach so erlernen kann. Geh auf Balls und schau, was dir gefällt. Wenn du wirklich eine Liebe dafür entwickelst, findest du auch einen Weg.

Die Ballroom-Szene ist unmittelbar mit der LGBTI-Szene verknüpft. Wie steht es deiner Meinung nach um LGBTI-Rechte in Deutschland?
Es gibt seit Neuestem eine Flagge, die die Farbe für die trans-Community mehr mit einbezieht, das ist großartig. Trotzdem findet Diskriminierung auch innerhalb der LGBT-Community statt – hauptsächlich durch white muscular gays. Diese stehen meistens im kommerziellen Rampenlicht, wohingegen trans-Menschen immer ein bisschen in den Hintergrund geraten. Dabei wissen viele von uns gar nicht, dass unsere ganzen Rechte von einer trans-Frau stammen. Allein durch die Netflix-Serie Pose ist aber viel passiert, sechs der Hauptdarstellerinnen sind trans. Hoffentlich ist das erst der Anfang.

Findest du es gut, dass Voguing durch Serien wie Pose in den Mainstream gekommen ist?
Ich glaube, man kann nichts gegen den Mainstream tun – er wird immer die Subkulturen erreichen. Das Beste ist, für die richtige Repräsentation zu sorgen. Und das kann nur passieren, indem die Community selbst am Strang zieht. Dadurch dass die Schauspieler*innen in dieser Serie auch im echten Leben voguen, hat es die Authentizität, die es haben sollte.

Was sollten die Menschen über Voguing wissen?
Wie sehr es mit der Geschichte, mit der Kultur verbunden ist. Man sollte anerkennen, dass man einen bestimmten Hintergrund hat – sich davon aber auch nicht definieren lassen. Ich sehe mich zum Beispiel als Gast, trotzdem lasse ich mich nicht nur darüber definieren, dass ich eine weiße cis-Frau bin. Das ist nicht der Sinn von Voguing. Man sollte der Mensch sein dürfen, der man gerne sein möchte – ohne darauf reduziert zu werden, ob man jetzt cis, gay oder bi ist.

@celineceleesi

lucy kiki house of angels

Lucy, 21, aka Kitty Angels

Würdest du sagen, dass du durch Voguing ein Stück mehr zu dir selbst gefunden hast?
Auf jeden Fall, das war auch wichtig. Vorher habe ich ein bisschen die Connection zu dem verloren, was ich eigentlich machen will. Jetzt habe ich einen besseren Durchblick, wer ich bin. Ich kann mich ausprobieren und mit Looks herumspielen. Voguing und diese Community haben mir sehr viel für mich selbst gegeben in der letzten Zeit. Jedes Mal nach einem Ball fühle ich mich so geladen mit Energie, weil wir alle dasselbe lieben, uns gegenseitig total hypen. Das bringt so viel Positives!

Was sollten die Leute über Voguing wissen?
Ich finde es wichtig, die Geschichte zu würdigen. Voguing geht nicht ohne sie, das ist der wichtigste Teil davon. Es ist ein Community-Ding, das aus einem Ort der Unterdrückung entstand. Das darf man nicht vergessen, sonst ist es auch nur Aneignung.

Gerade gibt es einen richtigen Hype um Voguing. Findest du das gut oder schlecht?
Es ist gut, wenn die Community davon profitiert und Magazine oder Festivals, die etwas mit Voguing machen wollen, respektieren, dass es nicht einfach nur etwas ist, das verkauft wird. Wenn sie uns respektieren, für unser Talent auch bezahlen, sure, aber wenn du uns nur haben willst, damit dein Event cool wird, ist es nicht der richtige Ansatz.

Was fühlst du, wenn du auf der Bühne stehst?
Stress, aber nur am Anfang. Das erste halbe Jahr stand ich da mit einer Million Dinge gleichzeitig im Kopf. Aber sobald du ein bestimmtes Level erreicht hast oder öfter gelaufen bist, weißt du ein bisschen, worauf es ankommt und kannst dich mehr entspannen. Jetzt bin ich zwar immer noch aufgeregt, muss mich aber nicht mehr so krass zwingen.

@lucialeonce

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Foto: Agatha Powa

Shayne, 23, aka Shayne Angels

Was ist das Besondere an eurer Crew?
Dass wir sehr familiär sind. Es ist eine Zusammenstellung aus verschiedenen Leuten aus verschiedenen Bereichen im Leben. Da wir sehr eng miteinander sind, macht es das Ganze so besonders. Es ist sehr liebevoll!

Kannst du dich noch an den ersten Moment erinnern, in dem du mit Ballroom in Kontakt getreten bist?
Ich war 16 Jahre alt, als Teenager googelt man und ist viel auf YouTube unterwegs. Also bin ich auf dieses Video gestoßen, irgendwas mit "Voguing" und "Run The World" von Beyoncé.

Was bedeutet Community für dich?
Zusammenhalt. In manchen Bereichen gleiche Interessen und Ziele zu haben. Füreinander da zu sein und auch mal zu kritisieren, wenn dein Gegenüber etwas nicht richtig macht.

Wie würdest du das Gefühl beschreiben, wenn du auf der Bühne bist?
Es ist ein Energieschub, ein bisschen so als hätte man Superkräfte. Du hast das Gefühl, als käme nichts an dich heran – und das nicht im Sinne von Hochnäsigkeit –, sondern weil du du selbst sein darfst. Du spürst und reflektierst die Energie vom Publikum. Ich bin am meisten ich selbst, wenn ich tanze.

@s.o.l.d.s

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Foto: Agatha Powa

Lee, 26, aka Lee'elle Mizrahi

Wann fühlst du dich besonders frei?
Wenn ich vogue. Ich tendiere dazu, oft unglaublich viele Gedanken auf einmal zu haben. Kurz vor einem Ball bin ich immer der Nervöseste, aber sobald ich mal meine Selbstsicherheit habe, gehe ich raus auf die Bühne. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Blackout. Ich werde dann zu was auch immer meine Ballroom Persona zu diesem Zeitpunkt ist.

Wie bist du zum Voguing gekommen?
Ich habe viele Tanzshows im Fernsehen geschaut, eine davon war America’s Best Dance Crew auf MTV. In der vierten Staffel waren Leiomy, Malechi, Dashaun, Pony und Prince zu sehen. Zum ersten Mal habe ich Voguing so wirklich auf einem Bildschirm wahrgenommen, vor allem vogue fem. Zuzuschauen wie Leiomy Spins und Dips macht, etwas das nicht unbedingt als maskulin angesehen wird. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mir immer mehr Videos angeschaut und mir meine Knie blutig geübt.

Was hältst du von dem Ausdruck 'New Masculinity'?
Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich bemüht bin, im normalen Leben straight auszusehen. Trotzdem wurde mir schon oft gesagt "Oh, du schaust nicht schwul aus". Sobald ich auf der Tanzfläche stehe, bin ich aber ein komplett anderer Mensch. Es überkommt mich auf eine Art, die nur schwer in Worte zu fassen ist. Der ganze Körper kribbelt und ich fühle mich super feminin und eins mit der Musik. Das genieße ich sehr und spiele auch damit. Es ist krass, wie viel Freiheit es dir gibt.

Was sollten die Menschen über Voguing wissen?
Voguing ist schon fast das Werkzeug einer unterdrückten Klasse. Es wurde von Schwarzen, Latino, Transgender- und schwulen Menschen in den 70er Jahren erfunden. Es ist ein Safe Space für queere People of Colour, um sich fab und all das fühlen zu können. Du kannst ein Kleid oder Make-up tragen, wenn du willst. Es ist gewissermaßen eine Zweiteilung zwischen deinem echten und deinem Ballroom-Leben. Ich will, dass Ballroom eine Zuflucht für Menschen ist. Ein Ort, an dem sie dem ganzen verrückten Scheiß, der gerade passiert, entfliehen können. Außerdem sollten die Menschen ein für allemal wissen, dass es Dip heißt und nicht Death Drop. Bitte RuPaul, es macht keinen Sinn und klingt gefährlich!

@lilbq

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Giulia, 21, aka Princess Blossom Angels

Was ist das Besondere an eurer Crew?
Wir sind eine richtige Familie und wohnen sogar teilweise zusammen – ich teile zum Beispiel eine WG mit zwei Angels. Selbst in der Major Scene sind wir wie eine Familie, auch wenn wir da offiziell nicht zueinander gehören.

Wie sieht deine Traum-Kategorie aus?
Ich wünschte, ich könnte Body laufen, aber ich bin ein Mittelding zwischen curvy und fitness. Das wäre eine Traum-Kategorie für mich, weil ich selbst nicht so selbstsicher mit meinem Körper bin. Aber ich bin ganz zufrieden mit Sex Siren, auch wenn du dafür extrem in der Stimmung sein musst – und den Moment finde ich nicht bei jedem Ball.

Hat sich dein Körperbild durch Voguing verändert?
Ja, ich habe mich lange Zeit nicht in meinem Körper wohlgefühlt. Damals habe ich noch zehn Kilo weniger gewogen als jetzt und fand mich immer dick. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mich von der Psyche her besser fühle als damals. Einfach weil ich gelernt habe, mich selbst zu lieben. Und auch meinen Körper so anzunehmen, wie er ist.

Wann fühlst du dich besonders frei?
Wenn ich tanze, egal wie, egal wo. Wenn ich Musik höre, die mich berührt, was nicht immer so leicht ist. Ich mag instrumental Beats, weil ich mir eine eigene Interpretation machen kann. Ich glaube, es ist das Gefühl frei an Femininität zu sein. Durch Ballroom habe ich mich selbst entdeckt, so wie ich sein wollte und sein kann. Ich habe mich lieben gelernt und direkt Zuhause gefühlt.

@princessblossom.de

Alle Informationen zum ‘Stainless Steel Ball’ auf dem diesjährigen Melt Festival findest du hier .

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