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schwänzen drake, kanye west und justin bieber die grammys?

​Die Musiker sind der Meinung, dass die Auszeichnung für junge Musiker nicht mehr „relevant oder repräsentativ” sei.

Wendy Syfret

Wendy Syfret

Foto über Twitter

Drake, Kanye West und Justin Bieber tun es Frank Ocean gleich und gehören seit Neuestem zu den Musikern, die die Bedeutung der Grammys infrage stellen. Laut der Prominews-Seite TMZ wollen sie auf der diesjährigen Preisverleihung nicht erscheinen, weil sie die Award-Show für die moderne Musikindustrie nicht als „wichtig und repräsentativ" halten.

Bei Kanye dürfte es wohl auch daran liegen, dass er, obwohl er im Laufe seiner Karriere bereits 21 Grammys einheimsen konnte, immer den Kürzeren gezogen habe, wenn er in einer Kategorie gegen einen weißen Künstler angetreten sei. Objektiv betrachtet stimmt das allerdings nicht,  so hat er beispielsweise gegen Eminem und Justin Timberlake gewonnen. Drakes und Justin Biebers Gründe gehen da schon eher in die Richtung von Frank Ocean: Sie haben das Gefühl, dass der Musikpreis für junge Künstler nicht mehr relevant sei und nicht die Musiker ausgezeichnet würden, die die Fans wirklich hören. Kanye West hatte bereits letztes Jahr ähnliche Kritik geäußert und twitterte damals: „Ich finde das Vergabesystem der Grammys extrem veraltet und realitätsfremd."

Ende letzten Jahres hatte Frank Ocean bereits verkündet, dass er sein Album Blonde nicht einreichen würde. Für ihn sei das Vergabe- und Nominierungssystem außerdem total altmodisch. Frank Ocean selbst ist nun nicht nominiert, Drake hingegen ist für acht Grammys nominiert, Kanye West für fünf und Justin Bieber für vier. Drake und Justin Bieber sind außerdem neben Beyoncé, Adele und Sturgill Simpson auch in der Kategorie Album des Jahres nominiert. Noch haben sie aber nicht gesagt, ob sie ihre Auszeichnung annehmen werden, wenn sie einen der Awards gewinnen sollten. 

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Text: Wendy Syfret