6 dinge, die du über deinen lieblingsmeme-account noch nicht gewusst hast

Wir haben uns mit Sebastian Tribbie, der hinter @youvegotnomale steckt, über Trolls, Sternzeichen und Anna Kendrick unterhalten.

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Juli 5 2017, 10:05am

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Dieser Artikel erschien zuerst auf i-D UK.

Sebastian Tribbie, der vielen besser unter seinem Instagram-Namen @youvegotnomale bekannt ist, verdient sein Geld mit Memes. Während die meisten von uns in einem durchschnittlichen Job festhängen, montags erstmal auf der Toilette weinen gehen und sehnsüchtig die Minuten bis zum Feierabend zählen, genießt Sebastian seinen Job und sein Leben in vollen Zügen.

Noch vor zwei Jahren war er ein einfacher, kleiner Instagrammer mit einer privaten Seite und große Träumen. Heute hat er über 50.000 Follower und kriegt von überall aus der Welt seine Likes und LOLs. Sebastian wollte damals gerade ein Studium der Medienwissenschaften an der New School in NYC anfangen, als er sich in einen Fuckboy verliebt hat und mit ihm nach LA gezogen ist. Nachdem es mit den beiden aus und vorbei war, ging er zurück nach New York und hat dort angefangen, Meme-Werbung für verschiedene Comedy-Clubs in der Stadt zu machen.

Da er die Sprache der Millennials fließend beherrscht, waren seine ersten Memes ein riesiger Erfolg, in denen er jede gesellschaftliche Gruppe, jeden Promi und jede kulturelle Besonderheit New Yorks persifliert und in denen er jede merkwürdige Situation dargestellt hat, in der ihr jemals in eurem Leben gewesen seid. Er wurde quasi über Nacht so berühmt, dass er Anfang des Jahres eine Direct Message von Gucci bekommen hat, in der er für deren #TFWGucci-Kampagne angefragt wurde. Selbstverständlich hat er zugesagt.

Sebastian war es auch, der das Gucci-Starter-Pack ins Leben gerufen hat. Mit einer Mischung aus High-Fashion-Elementen der Marke, ihrem Faible für Aufnäher, Brillen im Stil der 70er Jahre, Petra Collins und Stickereien kombiniert mit der Bildsprache der Jugendkultur, einfachen Google-Suchanfragen und Anspielungen auf Mean Girls hat er das Internet zum Ausrasten gebracht. Zur Zeit arbeitet er an seiner eigenen Fernsehserie. Wir haben mit @youvegotnomale telefoniert und so einiges über ihn herausgefunden.  

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Er hat eigentlich keine Ahnung von Technik…
"Ich bin echt so schlecht darin. Die Leute sind immer total geschockt, wenn sie das erfahren. Meine gesamte Präsenz spielt sich online ab, aber eigentlich habe ich keine Ahnung von nichts. Ich weiß, wie man Twitter öffnet und ein Meme macht, aber das war's dann auch schon."

Dafür kennt er sich aber ziemlich gut mit Horoskopen aus...
"Meine Freunde und ich haben diese Regel, dass wir keine Typen daten, die ihr eigenes Sternzeichen nicht kennen. Waagen sind die Schlimmsten, sie können sich nie entscheiden, wo sie essen wollen. Das macht mich verrückt. Ich bin mal mit einer Waage zwei Stunden lang auf der Suche nach einem passenden Restaurant durch West Village gezogen. Als wir wieder dort angekommen sind, wo wir angefangen hatten, hat er gesagt 'Lass uns doch einfach hier essen'."

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Bevor er @youvegotnomale war, war sein Profil privat...
"Mein Profil war immer privat, weil ich diesen verrückten Ex-Freund hatte. Als dann aber immer mehr Follower dazu kamen, entschied ich, dass ich mein Konto bei 1.000 Followern auf öffentlich umstellen würde. Das war vor zwei Jahren. Es sind so schnell so viele Leute geworden, echt irre."

Die ganze Meme-Geschichte ist aus einem Burn Book / Mean Girls-Moment heraus entstanden…
"Ich war auf jemanden sauer und wollte ihn im Grunde niedermachen, ohne dass er es mitbekommt. Also hab' ich einfach ein Meme gemacht." 

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Er ist kein typischer Troll…
"Die meisten gemeinen Leute sind eigentlich total introvertiert, gehen nie raus und leben in West Virginia oder so. Sie wollen anonym bleiben. Ich aber wohne in NYC und liebe es, auszugehen und mit meinen Freunden zu feiern."

Er hasst Anna Kendrick…
"In meinen Augen haben wir wegen ihr die Wahlen verloren. Viele Leute in den USA lieben sie, dabei ist sie total langweilig und nicht gerade hübsch. Mir ist gerade ein bisschen schlecht geworden." 

Credits


Text: Tish Weinstock
Foto: Screenshot von Instagram