body-positive-aktivistin ashley graham hat klare worte für all ihre hater

Das Model reagiert auf die Kritik, dass sie zu dick – und zu dünn – sei.

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05 August 2016, 8:50am

Lauren Tamaki

Nachdem sie auf Instagram ein Foto vom Set von America's Next Top Model gepostet hat, erreichten Ashley Graham eine Welle an wütenden Kommentaren. Viele warfen dem Model vor, dass sie demselben Industriedruck nachgegeben hat, den sie selbst ihre ganze Karriere lang bekämpft.

„Nach den Kommentaren zu urteilen, sind einige Leute traurig, weil ich dünner aussehe. Dass ich meine vorteilhaften Winkel kenne, ist die eine Sache. Aber ich muss zaubern können, um in einer Woche von Größe 46 auf Größe 38 zu kommen", schreibt sie in dem Essay. „Ich habe dieses Jahr nicht ein Kilogramm verloren, das ist die Wahrheit. Ich bin heute dicker als ich vor drei Jahren war, aber ich akzeptiere meinen Körper heute so wie er ist."

„Für einige bin ich zu kurvig. Für andere bin ich zu groß, habe zu viel Busen, bin zu laut und jetzt: zu dünn. Ich bin zu viel, aber gleichzeitig nicht zu viel genug. Wenn ich ein Foto aus einem guten Winkel poste, dann werde ich dafür kritisiert, weil ich dünner aussehe und mich verkaufe. Wenn ich Fotos poste, auf denen meine Cellulite, mein Dehnungsstreifen und meine Speckrollen zu sehen sind, wird mir vorgeworfen, Fettleibigkeit zu fördern. Dieser Body-Shaming-Kreislauf muss aufhören. Ich habe genug davon."

Das 28-jährige Model, das diesen Februar als erstes Plus-Size-Model auf dem Cover von Sports Illustrated Geschichte schrieb, schreibt weiter, dass sie im Laufe ihrer 16-jährigen Karriere ihr Körper „auseinandergenommen, manipuliert und von anderen kontrolliert wurde, die ihn nicht verstanden haben. Sie habe ihre Plattform dazu genutzt, ihre Stimme zu erheben und etwas zu bewirken.

„Wir können nichts verändern, bevor wir nicht bei uns selbst anfangen", führt sie weiter aus. „Wenn du eine andere Frau siehst, wie sie von sich im Badeanzug ein Selfie macht, dann sprich ihr zu, weil sie sich schön findet. Wirf ihr keinen verächtlichen Blick zu, weil du denkst, dass sie ein bisschen zu sehr von sich eingenommen ist. Warum solltest Energie auf Negativität verschwenden?"

Hier kannst du den ganzen Essay auf Englisch lesen. 

Credits


Text: Matthew Whitehouse
Foto: Lauren Tamaki